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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Januar 2016

Darmkrebs: Biomarker-gesteuerte Studien vielversprechend

In Abhängigkeit von ihrer Lage weisen Kolorektalkarzinome verschiedene Biomarker auf und sprechen möglicherweise unterschiedlich auf eine Immuntherapie an. Hinweise darauf lieferte eine Phase-II-Studie, die auf dem letzten ASCO für viel Aufsehen sorgte. Die internationale Studie MODUL untersucht jetzt Wirksamkeit und Sicherheit einer Biomarker-gesteuerten Erhaltungstherapie bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom in Abhängigkeit von ihrem Ansprechen auf eine Erstlinienchemotherapie.

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Während bei Tumoren im linken Kolon häufiger eine Amplifikation von Rezeptoren zu finden ist, zeigen die rechtsseitigen öfter eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI) oder andere Mutationen. Bei Mikrosatelliteninstabilität (MSI) besteht eine Längenveränderung innerhalb kurzer, repetitiver DNA-Sequenzen als Folge defekter DNA-Reparaturproteine. Eine Phase-II-Studie, die beim letzten ASCO vorgestellt wurde (1), konnte zeigen, dass Patienten, deren Tumore eine Mikrosatelliteninstabilität (MSI) aufweisen, sehr viel besser auf eine Immuncheckpoint-Therapie angesprochen haben als Patienten ohne MSI.

Die Ansprechrate der Patienten mit MSI, d.h. mit defekten DNA-Reparaturproteinen betrug 62%, lag keine MSI vor war die Ansprechrate 0%. Ansprechraten um 60% sind eigentlich nur in der Erstlinientherapie zu sehen, sagte Prof. Salah Al-Batran, Frankfurt, und er würde keinen Zweifel daran hegen, dass die Immuncheckpoint-Blockade bei diesen Patienten mit MSI zum „State-of-the-Art“ werden wird.

Als eine sehr interessante internationale Studie, die diesen neuen Ansatz prüft, bezeichnete Al-Batran die Biomarker-gesteuerte Studie MODUL (ClinicalTrials.gov Identifier: NCT02291289). Sie untersucht in Abhängigkeit von Biomarkern die Wirksamkeit und Sicherheit einer Erhaltungstherapie für Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) in der Erstlinie. Zunächst erhalten alle Patienten eine Induktionstherapie mit FOLFOX + Bevacizumab. Patienten, die mit einer kompletten oder partiellen Remission oder Krankheitsstabilisierung ansprechen, werden randomisiert. Liegt eine BRAF-Mutation vor, besteht die Erhaltungstherapie entweder aus Fluoropyrimidin (5-FU oder Capecitabin), Cetuximab und einem BRAF-Inhibitor (Vemurafenib) oder aus einem Fluoropyrimidin und Bevacizumab. Liegt keine BRAF-Mutation vor, so erhalten die Patienten entweder ein Fluoropyrimidin und Bevacizumab plus den Anti-PD-L1-Antikörper MPDL3280A oder nur den Standard, d.h. ein Fluoropyrimidin kombiniert mit Bevacizumab. Werden neue Biomarker bekannt, so können neue Behandlungskohorten in die Studie aufgenommen werden, und falls sich keine Wirksamkeit abzeichnet, kann ein Amendment durchgeführt werden. Al-Batran: „Es handelt sich um eine der modernsten Studien, und in Zukunft werden wir viel mehr Studien dieser Art durchführen.“

as
AIO Herbsttagung, 21.11.2015, Berlin
Literatur:

(1) Le, Dung T et al. J Clin Oncol 33, 2015 (suppl; abstr LBA100)

 
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