Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
26. Oktober 2016

Darmflora kann Antitumor-Wirkung einer Chemotherapie auf Cyclophosphamid-Basis verstärken

Forscher des INSERM und weiterer Institutionen haben herausgefunden, dass zwei Darmbakterienstämme die Wirkung einer auf Cyclophosphamid basierenden Chemotherapie die Antitumor-Immunität verbessern. Die Ergebnisse wurden am 4. Oktober in der Fachzeitschrift Immunity veröffentlicht.
Anzeige:
 
 
Im Rahmen ihrer Studie haben die Forscher festgestellt, dass die beiden Darmbakterienstämme Enterococcus hirae und Barnesiella intestinihominis zusammen die krebshemmende therapeutische Wirkung des Cyclophosphamids verstärken.

Eine der Nebenwirkungen der Chemotherapie ist eine größere Durchlässigkeit der Darmbarriere, durch die Darmbakterien in den Blutkreislauf gelangen können. Zur Bekämpfung der ungewollten Eindringlinge wird eine Immunantwort ausgelöst. Dies hat sich nun als positiver Effekt für die Patienten erwiesen, da dabei auch Tumorzellen zerstört werden. Der Tumor wird also direkt durch die Behandlung mit Cyclophosphamiden und indirekt durch diese die Fremdbakterien bekämpfende Reaktion angegriffen.

In mehreren präklinischen Modellen konnten die Forscher nachweisen, dass oral verabreichte Enterococcus hirae und Barnesiella intestinihominis die krebshemmende Immunantwort verbessern.

Die Wirkung eines Krebsmedikaments beruht auf einer komplexen Interaktion zwischen der Darmflora eines Patienten und seiner Fähigkeit zum Aufbau eines immunologischen Gedächtnisses, das sich bei der Bekämpfung bestimmter Bakterien der Darmflora als wirksam erweist.

Diese Ergebnisse ebnen den Weg für eine Erhöhung der Wirksamkeit solcher Medikamente durch eine Optimierung des Einsatzes von Antibiotika und den Zusatz bestimmter sogenannter “onko-mikrobiotischer” Bakterien, mit denen die krebshemmende Wirkung verstärkt wird.
Wissenschaftliche Abteilung, Französische Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
Literatur:
Enterococcus hirae and Barnesiella intestinihominis Facilitate Cyclophosphamide-Induced Therapeutic Immunomodulatory Effects
Romain Daillère, Marie Vétizou, Nadine Waldschmitt et al.
Immunity, Volume 45, Issue 4, p931-943, 18 October 2016
http://www.cell.com/immunity/fulltext/S1074-7613(16)30378-8
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017