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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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25. September 2014

DGVS 2014: Zweite Phase-III-Studie mit Regorafenib bestätigt signifikanten Überlebensvorteil beim metastasierten Kolorektalkarzinom

Nach der Zulassungsstudie CORRECT bestätigte jetzt auch die zweite placebokontrollierte Phase-III-Studie CONCUR einen signifikanten Überlebensvorteil bei Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) und gutem Allgemeinstatus (ECOG 0-1) (1) nach Progress unter Standard-Therapien. Eine vorherige Therapie mit einem zielgerichteten Antikörper (anti-VEGF, anti-EGFR) war in dieser Studie mit asiatischer Population nicht zwingend erforderlich, weshalb 62% der Patienten ≤ drei vorangehende Therapielinien erhalten hatten. Die mediane Überlebenszeit (OS) wurde durch Stivarga signifikant von 6,3 auf 8,8 Monate verlängert. Die Hazard Ratio betrug 0,55, was einer Risikoreduktion von 45% entspricht (p = 0,0002). Darüber hinaus wurde auch eine signifikante Verlängerung des medianen progressionsfreien Überlebens (PFS) auf 3,2 Monate versus 1,7 Monate unter Placebo (HR = 0,311; p < 0,0001) erzielt. Die Ergebnisse wurden im Rahmen der Jahrestagung der DGVS 2014 in Leipzig präsentiert.

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In der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie CONCUR wurden Wirksamkeit und Sicherheit von Stivarga plus BSC (Best Supportive Care) im Vergleich zu Placebo plus BSC in einer breiteren Population asiatischer mCRC-Patienten (62,5% bzw. 48,5% Männer; median 58 bzw. 56 Jahre, ECOG 0-1) untersucht. Die Teilnehmer erhielten entweder Stivarga 160 mg/d (drei Wochen Therapie, eine Woche Pause) (n = 136) plus BSC oder Placebo plus BSC (n = 68). 41,9% der Stivarga- bzw. 39,7% der Placebo-Patienten erhielten zuvor keine zielgerichtete Therapie; 38,2% bzw. 39,7% insgesamt > drei Therapielinien. Die mediane Behandlungsdauer mit Stivarga betrug 10,6 Wochen, mit Placebo waren es 7 Wochen.

Patientenindividuelle Therapie dank oraler Einnahme

Eine Dosisreduktion erfolgte unter Stivarga bei 25,7% der Patienten (Placebo: 0%), eine Dosisunterbrechung in 66,2% versus 22,1%. Unerwünschte Ereignisse waren konsistent mit dem bekannten Sicherheitsprofil von Regorafenib beim mCRC und traten insbesondere zu Therapiebeginn auf. Sie sind mit einem engmaschigen Monitoring handhabbar. Die häufigsten therapiebedingten unerwünschten Ereignisse ≥ Grad 3 bei den mit Regorafenib plus BSC behandelten Patienten waren Hand-Fuß-Hautreaktion (16%), Bluthochdruck (12%), Hyperbilirubinämie (12%), Hypophosphatämie (9%) und erhöhte Leberenzymwerte (ALT [Alanin-Aminotransferase] 8%). Therapieabbrüche aufgrund von unerwünschten Ereignissen traten bei 14,9% der Stivarga- bzw. 5,9% der Placebopatienten auf.

Konsequenzen für die klinische Praxis

Die Leitlinien der ESMO (European Society for Medical Oncology) empfehlen die Gabe von Regorafenib nach Versagen von zwei Vortherapien bzw. einer anti-VEGF- und einer anti-EGFR-Therapie oder bei Patienten, die für diese Therapien nicht geeignet sind (3). Die CONCUR-Studie zeigt, dass Patienten in gutem Allgemeinzustand (ECOG 0-1) bereits in einer frühen Therapielinie von Stivarga profitieren.

Bereits die erste Phase-III-Studie mit Regorafenib lieferte gute Ergebnisse: In der CORRECT-Studie (n = 760) verlängerte der Multikinase-Inhibitor Stivarga das OS signifikant von median 5,0 auf 6,4 Monate (HR = 0,77; einseitiges p = 0,0052) sowie das PFS von median 1,7 auf 1,9 Monate (HR = 0,49; p < 0,0001). Der Überlebensvorteil war konsistent über alle Subgruppen (2), so auch in der Subgruppenauswertung nach ethnischer Zugehörigkeit. Etwa 15% der CORRECT-Patienten waren Asiaten.

Literaturhinweise:
(1) Li J et al. CONCUR A randomized, double-blind, placebo-controlled phase 3 study of regorafenib monotherapy in Asian patients with previously treated metastatic colorectal cancer (mCRC). 16th World Congress on Gastrointestinal Cancer (WCGC) 2014; Abstr. O-0023
(2) Grothey A et al. Regorafenib monotherapy for previously treated metastatic colorectal cancer (CORRECT): an international, multicenter, randomized, placebo-controlled, phase 3 trial for the CORRECT Study group. Lancet 2013; 381: 303-312
(3) Schmoll HJ et al. ESMO Consensus Guidelines for management of patients with colon and rectal cancer. A personalized approach to clinical decision making. Ann Oncol 2012; 23: 2479-2516

Quelle: Bayer HealthCare Deutschland
 
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