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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Oktober 2014

DGU 2014: mCRPC-Erstlinientherapie mit Abirateron nach Versagen der Androgendeprivation mit PSA-Anstieg

Die S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom (1) wurde nun online in seiner finalen Form veröffentlicht, sagte Prof. Kurt Miller, Charite Berlin, im Rahmen des DGU in Düsseldorf. Ein metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom (mCRPC) liegt vor, wenn es sowohl zu einem biochemischen als auch radiologischen Progress kommt, "also zu einem PSA-Anstieg und zwei oder mehr Knochenläsionen oder Weichteilläsionvergrößerungen nach RECIST." Abirateron sollte bei metastasierter kastrationsresistenter, asymptomatischer/gering symptomatischer Erkrankung und progredienter Erkrankung als Erstlinientherapie angeboten werden, so das Expertenfazit in der aktuellen Leitlinie.

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"Bei diesen Patienten kann auch Docetaxel zum Einsatz kommen, das aber mit stärkeren Nebenwirkungen behaftet ist. Die dritte Option zur Erstlinientherapie bei diesen Patienten, Sipuleucel T, ist in Deutschland noch nicht auf dem Markt", sagte Miller.

Die Entscheidung, Abirateron für die Erstlinie einzusetzen, folgt den Ergebnissen der Studie COU-AA-302 Studie (n = 1088), die einen Überlebensvorteil für Abirateron in Kombination mit Prednison im Vergleich zu Placebo mit Prednison (mOS: nicht erreicht vs. 27,2 Monate, HR: 0,75, 95% KI: 0,61-0,93, p = 0,01) zeigen konnte. "Die bisher erreichte Verlängerung der progressionsfreien Überlebenszeit von etwa acht Monaten ist klinisch relevant", lautet die Expertenwertung. Etablierte prädiktive Marker sind der Baseline-PSA (PSA>114 ng/ ml als Cut-off = ungünstige Prognose), Schmerz, Anzahl der Metastasenlokalisation sowie viszerale Metastasierung.

"Je mehr Medikamente für eine Indikation zugelassen sind, desto schwerer wird es, überhaupt noch einen Überlebensvorteil zu zeigen", sagte Miller. Die Interimsanalyse der COU-AA302 hatte für den Abirateron-Arm 36 Monate medianes Gesamtüberleben gezeigt, über 70% der Patienten lebten nach diesem Zeitpunkt noch, und über 60% benötigten zu diesem Zeitpunkt noch keine Opiate. 55% der Patienten der Subgruppe mit früher Therapie brauchte nach 36 Monaten noch keine Chemotherapie.

"Als Fazit lässt sich feststellen, dass Abirateron nach Versagen der Androgendeprivation möglichst früh eingesetzt werden soll, solange der PSA-Wert noch niedrig ist und der Patient keine Schmerzen hat", schloss Miller.

ab

Literaturhinweis:
(1) Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms, Langversion 3.0 – 2. Aktualisierung – September 2014 (Kapitel 6.4)

Quelle: Janssen Cilag-Fachpressekonferenz "Therapie des mCRPC : Neue Daten zu Zytiga - Aktualisierung der S3 Leitlinie", 2.10.2014, im Rahmen des DGU
 
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