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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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29. Oktober 2013

DGHO 2013: Ruxolitinib - Immunsuppresssion zum Teil für die Wirkung bei Myelofibrose verantwortlich?

Obwohl in der Pathogenese der Myelofibrose eine Dysregulation des JAK-STAT-Signalwegs eine wichtige Rolle spielt, ist das Ansprechen auf den JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib unabhängig vom Vorliegen einer JAK-Mutation. Die für den Therapieeffekt relevante Hemmung der JAK-Kinasen scheint demnach auch in anderen als den klonalen Zellen stattzufinden. Verdächtig sind Immunzellen wie zum Beispiel die für die Regulation von Abwehrreaktionen wichtigen dendritischen Zellen.

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Dr. Annkristin Heine, Bonn, und Kollegen stellten bei der DGHO-Jahrestagung Ergebnisse von Experimenten vor, bei denen sie menschliche und murine dendritische Zellen mit Ruxolitinib behandelt hatten: In Zellkultur verhinderte Ruxolitinib die Differenzierung von Monozyten zu dendritischen Zellen - egal, in welchen Stadium dieses Prozesses die Exposition gegenüber dem Inhibitor erfolgte. Selbst die finale Reifungsphase der dendritischen Zellen war durch diese Behandlung komplett reversibel. Außerdem wurde konzentrationsabhängig die Expression von Interleukin 12 und kostimulierenden Molekülen reduziert. Auch die Migration dendritischer Zellen wurde in vitro ebenso wie in Mäusen in vivo durch Ruxolitinib gehemmt, genauso die Aktivierung und Proliferation Antigen-spezifischer T-Lymphozyten. Selbst bei einer Adenovirus-Infektion zeigten mit Ruxolitinib behandelte Mäuse eine verzögerte Virus-Eliminierung.

Insgesamt zeigen diese Experimente, dass Ruxolitinib ein potentes Immunsuppressivum ist und signifikant die Entwicklung und Funktion dendritischer Zellen und dadurch die Induktion T-Zell-vermittelter Reaktionen beeinträchtigt. Das bedeutet einerseits, dass mit dem Inhibitor behandelte Patienten sorgfältig bezüglich möglicher Infekte beobachtet werden müssen, so Dr. Heine. Andererseits ist etwa die Myelofibrose nicht nur durch die Expansion des malignen Klons, sondern auch durch eine überschießende inflammatorische Reaktion charakterisiert. Die Immunsuppression könnte daher möglicherweise zumindest teilweise die klinische Wirkung von Ruxolitinib bei dieser Erkrankung erklären.
 
jg

Quelle: Novartis
 
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