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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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31. Oktober 2013

DGHO 2013: Myelofibrose: Knochenmarkfibrose unter Ruxolitinib reversibel?

Der orale JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) hat sich in den zwei großen Phase-III-Studien COMFORT-I und COMFORT-II bei der primären Myelofibrose Placebo bzw. den besten bisher verfügbaren Therapien überlegen gezeigt, was die Rückbildung von Splenomegalie und anderen Symptomen und sogar das Überleben angeht. Nach retrospektiv gewonnenen Ergebnissen aus einer Phase-I/II-Studie könnte Ruxolitinib sogar krankheitsmodifizierend wirken, indem es die Knochenmarksfibrose günstig beeinflusst.

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Die Myelofibrose ist charakterisiert durch Anämie, Splenomegalie, konstitutionelle Symptome und die namengebende Knochenmarksfibrose. Letztere wird durch Veränderungen in Knochenmark-Microenvironment verursacht, denen wiederum verschiedene pathologische Prozesse zugrunde liegen, so Prof. Hans-Michael Kvasnicka, Frankfurt, bei einem Pressegespräch im Rahmen der DGHO-Jahrestagung in Wien: Darunter sind eine aberrante Zytokin-Produktion, die durch die JAK1-Kinase, und ein klonaler myeloproliferativer Prozess, der durch JAK2 gesteuert wird. In den COMFORT-Studien wurden im Wesentlichen nur die Symptome ausgewertet, in erster Linie die Rückbildung der Splenomegalie. Zur eigentlichen Myelofibrose gibt es bisher nur Daten aus einer explorativen Untersuchung aus einer Phase-I/II-Studie am M.D. Anderson Cancer Center in Houston. Prof. Kvasnicka konnte Knochenmark von Patienten aus dieser Studie untersuchen, die vor Beginn der Ruxolitinib-Behandlung sowie nach 24 bzw. 48 Monaten biopsiert worden waren. Verglichen wurden diese Proben mit denen einer Kohorte deutscher Patienten mit Myelofibrose, die die beste verfügbare Therapie erhalten hatten (Hydroxyurea, Interferon alpha oder andere Therapien).

Im Kontrollkollektiv hatte sich die Fibrose nach zwei Jahren bei 62% und nach vier Jahren bei 75% der Patienten verschlechtert und nur bei 6% bzw. 2% verbessert. Dagegen, so Prof. Kvasnicka, war unter den Patienten aus der Ruxolitinib-Studie bei 15% nach 24 und bei 22% nach 48 Monaten ein Rückgang der Fibrose zu bemerken, bei 57% bzw. 56% hatte sie sich stabilisiert und nur bei 37% bzw. 25% verschlechtert. In der Endauswertung war das Risiko für eine Verschlechterung unter dem JAK1/2-Inhibitor nach zwei Jahren um 60% (Odds Ratio 0,40; 95%-Konfidenzintervall 0,18–0,87) und nach vier Jahren um 89% (OR 0,11; 95%-KI 0,03-0,43) signifikant reduziert. Für den kommenden amerikanischen Hämatologen-Kongress im Dezember in New Orleans kündigte Prof. Kvasnicka 5-6-Jahres-Auswertungen dieser Patienten-Kohorte an.

In einer Überlebensanalyse war bei den Patienten, deren Fibrose sich unter Ruxolitinib stabilisiert oder verbessert hatte, das Mortalitätsrisiko gegenüber denen, die sich verschlechtert hatten, um rund 40% reduziert (Hazard Ratio 0,604). Möglicherweise ist dieser Effekt eines Stops oder sogar einer Umkehrung der natürlichen Progression der Knochenmarkfibrose bei der Myelofibrose ein Grund für die günstigere Prognose der Patienten im Ruxolitinib-Arm, wie sie in den COMFORT-Studien zu sehen ist.

jg

Quelle: Novartis
 
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