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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Oktober 2013

DGHO 2013: Eradikation der CML-Stammzellen mithilfe von Immuntherapien?

Die Einführung hochwirksamer Tyrosinkinaseinhibitoren hat die chronische myeloische Leukämie von einer in den meisten Fällen tödlichen zu einer gut behandelbaren Krankheit gemacht. Für die Zukunft hofft man mittlerweile sogar auf eine Heilung eines Teils der Patienten nur mithilfe dieser Medikamente. Dies wird allerdings in der Regel noch nicht mit einer vollständigen Eradikation des malignen Zellklons verbunden sein - zur tatsächlichen Ausrottung oder zumindest langfristigen Kontrolle setzt man auf Immuntherapien, die zusätzlich zu den TKI gegeben werden sollen.

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Maligne Tumoren verursachen eine Immunsuppression, um dadurch den Nachstellungen des Immunsystems zu entgehen. Immuntherapien sind deshalb wenig vielversprechend, solange eine hohe Tumorlast vorliegt - das gilt für solide Tumoren ähnlich wie für hämatologische Erkrankungen wie die chronische myeloische Leukämie (CML), so Dr. J. Westermann, Berlin. Hier hat die Einführung immer wirksamerer Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) wie Nilotinib (Tasigna®) jedoch dazu geführt, dass in der Mehrzahl der Fälle sehr gute zytogenetische und molekulare Remission erzielt, d.h. die Tumorlast stark reduziert wird. Eine Eradikation der leukämischen Stammzellen ist damit jedoch nicht oder nur nach sehr langen Behandlungszeiten zu erwarten; für die kontrollierten Absetzstudien, die inzwischen begonnen haben, erwartet man, dass ein erheblicher Teil der Patienten, die zuvor sehr gute molekulare Remissionen haben müssen, ohne Dauertherapie mit TKI zwar die leukämischen Stammzellen nicht verlieren, aber dennoch krankheitsfrei bleibt.

Immuntherapien erscheinen als eine mögliche Option, um die Wirkung der TKI zu unterstützen und so vielleicht eine doch komplette molekulare Remission, d.h. die vollständige Eradikation der malignen Zellen zu erreichen. Grundsätzlich kann man zwei verschiedene Arten von Immuntherapien unterscheiden, so Dr. Westermann: In der CML-V-Studie der deutschen CML-Studiengruppe wird der Einsatz von Interferon alpha getestet, mit dem man hofft, eine Immunreaktion gegen die leukämischen Zellen auszulösen und diese komplett zu beseitigen.

Westermann und Kollegen haben mit Unterstützung von Novartis eine Phase-I/II-Studie initiiert, in der CML-Patienten, die unter TKI einen stabilen Zustand mit minimaler Resterkrankung erreicht haben, mit autologen dendritischen Zellen geimpft werden, die mit CML-spezifischen Peptiden beladen sind und als Antigen-präsentierende Zellen die körpereigenen Immunzellen zur Bekämpfung der Leukämiezellen stimulieren sollen.

Dies ist erst der Beginn: Mit solchen Studien sollen immuntherapeutische Strategien definiert werden, mit deren Hilfe sich die Krankheit in einem vertretbaren Zeitintervall komplett eliminieren lässt.
 
jg
 

 
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