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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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12. Oktober 2012

„Clinical Science Award 2012“ für Forschungsarbeiten zum multiplen Myelom und zur AML

Die diesjährige Clinical Science Award wurde am 29. September 2012 im Rahmen der DGU in Leipzig vergeben. Ausgezeichnet für ihre Arbeiten wurden PD Dr. D. Atanckovic, Hamburg, und Dr. S. Metzelder, Marburg.

Abb: PD Dr. D. Atanckovic (4. v.l.) und Dr. S. Metzelder (3. v. l.) erhalten den „Clinical Science Award“ 2012 der DGFIT

MM: Spezifischer Immunrezeptor CD229

Die prämierte Arbeit von PD Dr. D. Atanckovic trägt den Titel „Surface molecule CD229 as a novel target for the diagnosis and treatment of multiple myeloma“. Die Arbeitsgruppe konnte mit CD229 auf den B-Lymphozyten einen Immunrezeptor identifizieren, der für das multiple Myelom spezifisch ist.

"Die Therapie des multiplen Myeloms hat große Fortschritte gemacht, doch Chemotherapie-Resistenzen mit den daraus resultierenden Rezidiven führen doch in der Regel nach 5 Jahren zum Tod des Patienten", so Atanckovic. "In der Routine gibt es hier noch keine Antikörper, Il-6 und RANKL werden in klinischen Studien getestet. Das Problem ist die im Knochenmark verbleibende minimale Resterkrankung - MRD. Weil Knochenmark ein lymphatisches Organ ist, in dem Immunzellen zirkulieren, ist eine Immuntherapie erfolgsversprechender als beispielsweise bei einem epithelialem Tumor", sagte Atanckovic.

Mit CD229 lassen sich tumorspezifische Immunzellen im Knochenmark identifizieren. Die Überexpression von CD229 kann als Target sowohl für die Diagnose als auch das Monitoring Anwendung finden. "Vielleicht hat man eines Tages die Möglichkeit, diese Zellen zu gesunden Zellen zu modifizieren", schloss er. Denn im Tiermodell hatte die Downregulation des CD229-Rezeptors eine verstärkte Antitumor-Aktivität zur Folge. Inhibition des Rezeptors führte zur Aktivierung der Komplement- und zellabhängigen Lyse. Das Vorliegen einer humanisierten Version des Antikörpers bis 2014 wird angestrebt.(http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21606160)

AML: Sorafenib bei FLT3-ITD-Mutation

Dr. S. Metzelder erhält den „Clinical Science Award“ für seine Arbeit „High activity of sorafenib in FLT3-ITD-positive acute myeloid leukemia synergizes with allo-immune effects to induce sustained responses“. Seine Arbeitsgruppe konnte erstmalig das klinisch kurative Potential des Tyrosinkinaseinhibitors Sorafenib in der Behandlung der FLT3-ITD-positiven akuten myeloischen Leukämie zeigen. 20-30% aller AML-Fälle weisen diese Mutation auf. Untersucht wurden 65 Patienten in 23 Zentren, von denen 63 rezidiviert oder Chemotherapie-refraktär waren, 45% hatten eine vorangegangene Stammzelltransplantation erhalten. Sorafenib führte in der Kohorte der Stammzelltransplantierten zur Reduktion der Leukozytenwerte, die Blutbildung regenerierte sich. "Entscheidend ist hier der Synergismus zwischen einer Targeted-Therapie mit Sorafenib und einer Immuntherapie im Sinne einer allogenen Stammzelltransplantation, da es trotz kompletter Remission unter Sorafenib nach median 136 Tagen bei 47% der Patienten ohne vorhergehende allo-SCT zu einem Rezidiv kam", so Metzelder. (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22504140)

ab

Quelle: Verleihung des „Clinical Science Award 2012“ im Rahmen des DGU, 29.9.12, Leipzig
 
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