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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Juni 2015

EHA 2015: Chronische myeloische Leukämie: Optimierung des Therapiemanagements

Das Ziel einer tiefen molekularen Remission können manche Patienten mit dem Erstgenerations-TKI Imatinib erreichen - das hat sich in STIM- und TWISTER-Studie gezeigt. Eine größere Chance, bereits in der Erstlinientherapie in eine tiefe Remission zu kommen, hat man aber mit dem Zweitgenerations-Inhibitor Nilotinib (Tasigna®), wie sich vor allem in der Phase-III-Studie ENESTnd (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in clinical Trials - newly diagnosed patients) gezeigt hat. Dass sich diese Ergebnisse durch zunehmende Erfahrung in der Praxis und ein optimiertes Therapiemanagement noch verbessern lassen, zeigt die finale Auswertung der ENEST1st-Studie, die Andreas Hochhaus, Jena, beim 20. Kongress der European Hematology Association (EHA) in Wien präsentierte.

Erhalten Patienten mit CML in der chronischen Phase als Erstlinientherapie Nilotinib, erreichen sie das Ziel einer tiefen molekularen Remission - und damit die Voraussetzung für die Teilnahme an einer Absetzstudie - häufiger und schneller als wenn sie mit Imatinib behandelt werden - das hat sich in ENESTnd gezeigt. Umgekehrt erlebten dort deutlich weniger Patienten in den Nilotinib-Armen eine Progression Imatinib und es starben langfristig signifikant weniger Patienten an der CML.

In der einarmigen ENEST1st-Studie (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in clinical Trials as First-line treatment) hatten 1.089 Patienten mit CML in der chronischen Phase, die vorher höchsten drei Monate lang mit Imatinib behandelt worden waren, Nilotinib in der Standarddosierung von zweimal täglich 300 mg erhalten. Nach 18 Monaten der Therapie mit Nilotinib hatte beinahe jeder zweite Patient (48%) mindestens eine MR4 erreicht, bei 32% war es sogar eine MR4,5; nach zwei Jahren waren mehr als die Hälfte der Patienten (55,2%) in einer MR4. Progressionen zu akzelerierter Phase oder Blastenkrise waren mit sechs Fällen (0,6%) sehr selten.

Ein Vergleich zwischen ENESTnd (die zwischen 2007 und 2008 rekrutiert hatte) und ENEST1st (Rekrutierung zwischen 2010 und 2012) zeigt, so Hochhaus, dass der Anteil der Patienten, die nach zwölf Monaten eine gute molekulare Remission (MMR) erreicht hatten, in ENEST1st mit 69% deutlich höher war als in der Nilotinib-300-mg-Gruppe der ENESTnd-Studie (55%); ähnliches galt für eine MR4,5 nach einem Jahr (21% vs. 11%). Wie in ENESTnd war das Erreichen einer MMR nach drei Monaten prädiktiv für das Erreichen einer späteren tiefen molekularen Remission: Keiner der Patienten, die diese Marke nach drei Monaten verfehlt hatten, konnte nach zwei Jahren mit einer MR4 aufwarten.

Die zunehmende Erfahrung mit der Gabe von Nilotinib, so Hochhaus, scheint also durchaus mit einer Optimierung des Therapiemanagements und dadurch auch mit noch besseren Resultaten assoziiert zu sein. Beispielsweise konnte in ENEST1st die Nilotinib-Dosis bei wiederholtem Auftreten von Nebenwirkungen auf 450 mg/d reduziert werden. Die Ergebnisse stützen die Gabe von Nilotinib als Erstlinientherapie bei Patienten mit neu diagnostizierer CML in der chronischen Phase.

 
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