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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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16. Juli 2013

Was ist nach Anthrazyklinen und Taxanen zielführend?

Chemotherapie beim metastasierten Mammakarzinom

Die Therapie des metastasierten Mammakarzinoms, insbesondere nach Vorbehandlung mit Anthrazyklinen und Taxanen, stellt eine therapeutische Herausforderung dar. Die Referenten dreier Integrated Lectures im Rahmen der 33. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in München, diskutierten aufgrund neuer Daten die Therapiewahl zwischen Halaven® (Eribulin) und Capecitabin. Basis hierfür sind die Ergebnisse einer globalen Phase III-Studie (301), in der erstmals die Wirksamkeit und Sicherheit von Halaven® im direkten Vergleich mit Capecitabin untersucht wurden. "Die 1-, 2- und 3-Jahres-Überlebensdaten zeigen, dass beide Substanzen mindestens gleichwertig sind", betonte Prof. Joachim Lück, Hannover (1).

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Solange es für die Therapie des metastasierten Mammakarzinoms nach Anthrazyklinen und Taxanen keinen etablierten Standard gibt, fragen sich behandelnde Ärzte täglich, welche der zur Verfügung stehenden Optionen die beste für ihre Patientin ist, denn die Ansprüche an die Therapie sind seitens der Ärzte, Patientinnen und Angehörigen groß: Neben der Lebensverlängerung soll auch eine Symptomkontrolle und der Erhalt einer guten Lebensqualität erzielt werden.

Halaven® ist eine verträgliche und wirksame Alternative zu Capecitabin

"Unter minimaler therapeutischer Toxizität die Tumorlast verringern, ist das Therapieziel beim metastasierten Mammakarziom", so Prof. Jens Huober, Ulm. Für die meisten seiner Kollegen ist Capecitabin die Chemotherapie der Wahl nach Anthrazyklin und Taxan. "Eine gleich effektive Therapiealternative ist Halaven®“, versicherte Huober (2). In der globalen Phase III-Studie (301) wurde die Wirksamkeit und Sicherheit von Halaven® im Vergleich mit Capecitabin bei Anthrazyklin- und Taxan- vorbehandelten Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs in früheren Behandlungslinien (≤ 3) untersucht. Sogar Langzeittherapien mit bis zu 65 Zyklen Halaven® wurden in dieser Studie realisiert. Für die Vergleichstherapien Eribulin und Capecitabin hat sich kein signifikanter Unterschied im co-primären Studienendpunkt (OS und PFS) ergeben. Beide Substanzen zeigten die für sie typischen Verträglichkeitsprofile. Die 1-Jahres-Analyse ergab sogar nominell einen signifikanten Gesamtüberlebensvorteil unter der Therapie mit Eribulin (64,4%) gegenüber Capecitabin (58%) (3).

Praxiserfahrungen stehen im Einklang mit Studienergebnissen

Auch Prof. Lück betonte, dass die 1-, 2- und 3-Jahres-Überlebensdaten der 301-Studie zeigen, dass Halaven® und Capecitabin mindestens gleichwertig sind. Der Mediziner verwies auf eine vordefinierte Subgruppenanalyse, in der Patienten im HER2-negativem Stratum, und in diesem insbesondere Patientinnen mit triple-negativem Tumor (N=284), von einem Gesamtüberlebensvorteil (2,4 Monate bei HER2-negativem, 5 Monate bei triple-negativem Tumor) unter der Therapie mit Halaven® im Vergleich zu Capecitabin profitierten (HR= 0.70 (0.55, 0.91)) (3). Auch wenn Subgruppenanalysen zumeist nur hypothesengenerierend seien, unterstrich Prof. Lück: "30% Risikoreduktion mit Halaven® ist klinisch relevant!". Der niedergelassene Gynäkologe berichtete zudem, dass die Akzeptanz von Eribulin aufgrund der kurzen Infusionszeit und des handhabbaren Nebenwirkungsprofils bei seinen Patientinnen sehr hoch ist (1).

Leitlinien empfehlen Halaven® als eine Chemotherapie der Wahl

Halaven® ist die erste und einzige Monochemotherapie mit der ein klinisch relevanter Vorteil des Gesamtüberlebens (OS) bei Anthrazyklin- und Taxan-vorbehandelten Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs erzielt werden konnte (4). Dabei sei es sehr schwer, hinsichtlich OS ein signifikantes Ergebnis zu erzielen, so dass deshalb bisher nur wenige Studien OS als Endpunkt hatten und noch weniger tatsächlich einen Benefit zeigen konnten, so PD Dr. Marcus Schmidt, Mainz. Zudem sei OS aus Sicht der bei Zulassungen involvierten Gremien der bevorzugte Endpunkt, da dieser u.a. am besten objektivierbar und weniger fehleranfällig sei. Als ein herausragendes Beispiel für einen großen OS-Benefit präsentierte Schmidt die Zulassungsstudie EMBRACE* (5). In diese Phase lll-Studie wurden Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Mammakarzinom eingeschlossen, die nach mindestens zwei Chemotherapien zur Behandlung der fortgeschrittenen Brustkrebserkrankung progredient waren. In den Vortherapien mussten ein Taxan und ein Anthrazyklin enthalten sein, sofern diese nicht kontraindiziert waren (4). Die aktualisierte Analyse der Studiendaten bestätigt die signifikante Zunahme der Gesamtüberlebenszeit im Eribulin-Arm im Vergleich zur Therapie nach Wahl des behandelnden Arztes (TPC) mit einer Verlängerung des Gesamtüberlebens um 2,7 Monate (Eribulin: median 13,2 Monate, 95% CI, 12,1-14,4; TPC: median 10,5 Monate 95% CI, 9,2 -12,0).6 Die Substanz zeigte mit dem TPC-Arm vergleichbare Inzidenz an klinisch relevanten unerwünschten Ereignissen (4).

Nachdem, basierend auf den Daten von zwei großen, randomisierten, kontrollierten Phase III-Studien mit annähernd 2.000 Patientinnen, Halaven® bereits in die S3-Leitlinie Brustkrebs der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) aufgenommen wurde, empfehlen auch die aktuellen Leitlinien der AGO und DGHO Halaven® als eine Therapie der Wahl bei mit Anthrazyklinen und Taxanen vortherapierten Patientinnen (7,8,9).
 
Literaturhinweise:
(1)Integrated Lecture „Eribulin - Erfahrung und Evidenz beim triple-negativen Mammakarzinom“, Session "Das triple-negative Mammakarzinom", 33. Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für Senologie 2013, 28.06.2013, München
(2)Integrated Lecture „Die metastasierte Situation nach Anthrazyklinen und Taxanen - Welche Therapie wann für wen?“, Session "Systemtherapie des metastasierten Mammakarzinoms l", 33. Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für Senologie 2013, 28.06.2013, München
(3) Kaufman P et al., SABCS 2012, oral presentation 07.12.2012, Abstract No. S6-6
(4) Cortes J et al., Lancet 2011;377:914-923
(5) Integrated Lecture „Das metastasierte Mammakarzinom - welcher Endpunkt ist der richtige?“, "Diskussionsforum Metastasiertes Mammakarzinom", 33. Jahrestagung der Dt. Gesellschaft für Senologie 2013, 28.06.2013, München
(6) Twelves C et al., SABCS 2010, P6-14-08
(7) Interdisziplinäre S3-Leitlinie Mammakarzinom. 2012, AWMF-Register-Nr. 032-045OL
(8) AGO: Diagnosis and Treatment of Patients with Primary and Metastatic Breast Cancer. Aktualisierung 28.02.2013
(9) Onkopedia Leitlinien-Mammakarzinom der Frau. Stand Januar 2013 (http://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/mammakarzinom-der-frau)

*Eisai Metastatic Breast Cancer Study Assessing Treatment of Physicians Choice [TPC] versus Eribulin E7386

Quelle: Eisai
 
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