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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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29. Juni 2015

Checkpoint-Blockade: Folgt jetzt die Abkehr von der individualisierten Therapie?

"Jahrelang haben wir Krebstherapien ausgerichtet auf Tumorstadium und Mutationsstatus des einzelnen Patienten. Mit der Immunonkologie scheinen wir uns von dieser personalisierten Therapie wieder wegzubewegen", sagte Prof. Axel Hauschild, Kiel. Die Blockade des Checkpoints – der Interaktion zwischen Antigen-präsentierendem Rezeptor und T-Zelle – funktioniert ungeachtet individueller tumorbiologischer Eigenschaften und lässt die Immunreaktion wieder effektiv ablaufen. Zum Jahresende wird die S3-Leitlinie für das metastasierte Melanom überarbeitet, um die Checkpoint-Inhibitoren – das soeben zugelassene Nivolumab (Opdivo®) und das voraussichtlich ebenfalls bald folgende Pembrolizumab – darin zu etablieren.

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„Im Moment steht im Algorithmus des metastasierten Melanoms die Mutationstestung an erster Stelle: bislang wird die Therapieentscheidung gefällt nach den Kriterien BRAF/KRAS/cKIT-Positivität oder -Negativität sowie hoher oder niedriger Tumorlast, sagte Hauschild. „Daher wird die Aktualisierung der Leitlinie keine leichte Aufgabe werden.“ Nivolumab ist für erwachsene Patienten mit fortgeschrittenem (nicht-resezierbarem oder metastasiertem) Melanom unabhängig vom BRAF-Mutationsstatus zugelassen. „Die Monosubstanz Nivolumab bereits schafft 1-Jahres-Überlebensraten von 73% (1). Von Kombinationstherapien mit einem PD1-Inhibitor können wir noch mehr erwarten, hier sind viele Studien in über 30 Entitäten bereits angelaufen oder geplant“, so Hauschild.

Für Nivolumab beim metastasierten Melanom lässt sich sagen, dass es auch nach Ipilimumab wirkt und dass 40% der Patienten ein Verschwinden oder Schrumpfen ihrer Tumorlast erfahren, sagte Prof. Dirk Schadendorf, Essen. Grad 3/4-Nebenwirkungen – in erster Linie Fatigue, Juckreiz, Übelkeit und Durchfall – sind deutlich seltener als unter Dacarbazin (12% vs. 18%) (1). Nivolumab hat sich als schnell wirksam und in der Regel gut verträglich gezeigt. Median ließ sich eine 2 Jahre anhaltende Tumorkontrolle erreichen. „Das Behandlungsziel beim Melanom war bis vor kurzem ein palliatives; nun heißt es 2-3 Jahre Langzeitüberleben – mit der Vision einer dauerhaften Heilung“, so Schadendorf.

Das Potential der PD1-Blockade beschränkt sich nicht aufs Melanom, sondern besteht auch bei anderen Tumoren, beispielsweise beim Lungenkarzinom. Prof. Wolfgang Herr, Regensburg, stellte Daten zum Plattenepithel-NSCLC vor. In der Phase-III-Studie Checkmate 017 (2) (n=272) ergab sich eine 1-Jahres-Überlebensrate von 42% im Nivolumab-Arm vs. 25% unter Docetaxel, bei 7% Grad 3/4 Nebenwirkungen vs. 55% unter Chemotherapie. Die FDA hat daraufhin die Zulassungserweiterung für Nivolumab in den USA auch für die Behandlung des metastasierten Plattenepithelkarzinoms nach Progress oder platinbasierter Chemotherapie erteilt.

„Interessant an der Checkmate 017-Studie war außerdem, dass die PD-L1-Expression keinen prognostischen oder prädiktiven Wert hatte“, sagte Herr. „Alle Patienten profitierten von der Therapie, eine PD-L1-Testung ist nicht notwendig, sodass sich hier tatsächlich eine Abkehr von der personalisierten Therapie abzeichnet“, schloss Herr.

ab
BMS-Pressekonferenz im Rahmen des 4th European Post-Chicago Melanoma Meetings "Mit der Immunonkologie von der Vision zur Wirklichkeit. Eine neue Zeit für Patienten mit metastasiertem Melanom", München, 26.6.2015
Literatur:
 
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