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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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09. Mai 2016

Ceritinib wirksam bei peripheren und zentralen Metastasen des vorbehandelten ALK-positiven NSCLC

Die Wirkung von Zykadia® (Ceritinib) ist nicht auf periphere Metastasen begrenzt, sondern auch bei Hirnmetastasen belegt (1-4). Die Wirksamkeitsdaten der Patienten mit Hirnmetastasen sind mit denen der Studienpopulationen insgesamt vergleichbar (1-4). Patienten mit messbaren Hirnmetastasen bei Studienbeginn zeigten in einer aktuellen gepoolten Analyse eine intrakraniale Krankheitskontrollrate von 73,8% (4).
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Seit Mai 2015 ist Zykadia® (Ceritinib) zur Behandlung erwachsener Patienten mit fortgeschrittenem, Anaplastische-Lymphomkinase(ALK)-positivem, nicht-kleinzelligem Bronchialkarzinom (NSCLC), die mit Crizotinib vorbehandelt wurden, zugelassen (1). Ceritinib, ein ALK-Inhibitor der zweiten Generation, verbindet den Antitumoreffekt gegen periphere Metastasen mit einer potenten intrakranialen Wirksamkeit, die durch eine anlässlich des European Lung Cancer Congress (ELCC) 2016 vorgestellte, gepoolte Analyse der zulassungsrelevanten Studien ASCEND-1 und ASCEND-2 zusätzlich untermauert wurde (4).

Beim fortgeschrittenen ALK-positiven NSCLC ist Crizotinib eine im Vergleich zur Chemotherapie überlegene Therapieoption (5). Häufig scheinen jedoch Hirnmetastasen nicht ausreichend auf Crizotinib anzusprechen (6,7). Zudem entwickeln sich unter Crizotinib meist schon innerhalb kurzer Zeit Resistenzen, die zu erneuter Progression, sehr oft lokalisiert im ZNS, führen (6,8). In den offenen Multicenterstudien ASCEND-1 und ASCEND-2 sprachen mit Crizotinib vorbehandelte Patienten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Ceritinib an, wobei Patienten mit Hirnmetastasen bei Studienbeginn vergleichbar häufig von Ceritinib profitierten wie die Studienpopulationen insgesamt (1-4).

In der Phase-I-Studie ASCEND-1 sowie in der Phase-II-Studie ASCEND-2 wurden 163 bzw. 140 Patienten mit fortgeschrittenem, ALK-positivem NSCLC, die bereits eine Vortherapie mit Crizotinib erhalten hatten, täglich mit 750 mg Ceritinib behandelt (2,3). 60,1% bzw. 71,4% dieser Patienten hatten bei Studienbeginn Hirnmetastasen. Die Gesamtansprechraten (whole body) der Patienten mit Hirnmetastasen waren mit 51% (95%-Konfidenzintervall (KI): 40,7-61,3) bzw. 33% (95%-KI: 23,9-43,1) ähnlich hoch wie in der jeweiligen Studie für alle Patienten mit 56,4% (95 %-KI: 48,5-64,2) bzw. 38,6% (95%-KI: 30,5-47,2) (1-4). Die mediane Ansprechdauer betrug bei Patienten mit Hirnmetastasen 6,9 Monate (95%-KI: 5,4-8,3) bzw. 9,2 Monate (95%-KI: 5,5-11,1), in den ASCEND-1- bzw. ASCEND-2-Gesamtpopulationen 8,3 (95%-KI: 5,6-9,7) Monate bzw. 9,7 (95%-KI: 7,1-11,1) Monate. Weiterhin bestanden auch im medianen progressionsfreien Überleben (PFS) keine wesentlichen Unterschiede zwischen den Subgruppen mit Hirnmetastasen (6,9 Monate, 95%-KI: 4,9-8,4, bzw. 5,4 Monate, 95%-KI: 4,7-7,2) und den Gesamtpopulationen (6,9 Monate, 95 %-KI: 5,6-8,7, bzw. 5,7 Monate, 95%-KI: 5,4-7,6) (1-4). Die Wirksamkeit von Ceritinib auf die Hirnmetastasen selbst wurde durch die gepoolte Analyse beider Studien bestätigt. Hierbei wurden 28 bzw. 33 Patienten, bei denen laut zentralem Review durch zwei verblindete, unabhängige Neuroradiologen bei Studienbeginn messbare Hirnläsionen (definiert durch einen längsten Durchmesser ≥ 10 mm) nachweisbar waren, gemeinsam ausgewertet (4). Die intrakraniale Ansprechrate betrug in dieser Analyse 37,7% (95%-KI: 25,6-51,0), die intrakraniale Krankheitskontrollrate (der Anteil der Patienten mit kompletter bzw. partieller Remission oder Krankheitsstabilisierung) 73,8% (95%-KI: 60,9-84,2). Zudem zeigten diese Patienten mit 12,8 Monaten (95%-KI: 6,9 - nicht erreicht) eine lange intrakraniale Ansprechdauer.

Weiterführende Informationen finden Sie unter www.lungenkrebs-verstehen.de.
Novartis
Literatur:
(1) Fachinformation Zykadia® 150 mg Hartkapseln, Stand: August 2015.
(2) Kim DW, Mehra R, Tan DS et al.: Activity and safety of ceritinib in patients with ALK-rearranged non-small-cell lung cancer (ASCEND-1): updated results from the multicentre, open-label, phase 1 trial. Lancet Oncol 2016; 17(4): 452-463.
(3) Shaw AT, Kim D-W, Mehra R et al.: Ceritinib in ALK-rearranged non-small cell lung cancer. N Engl J Med 2014; 370(13): 1189-1197.
(4) Felip E, Crinò L, Kim D-W et al.: Whole body and intracranial efficacy of ceritinib in patients with crizotinib pretreated ALK-rearranged (ALK+) non-small cell lung cancer (NSCLC) and baseline brain metastases: results from ASCEND-1 and ASCEND-2 trials. ELCC 2016; Abstr. #141PD.
(5) Solomon BJ, Mok T, Kim D-W et al.: First-line crizotinib versus chemotherapy in ALK-positive lung cancer. N Engl J Med 2014: 371(23): 2167-2177.
(6) Costa DB, Shaw AT, Ou A-HI et al.: Clinical experience with crizotinib in patients with advanced ALK-rearranged non-small cell lung cancer and brain metastases. J Clin Oncol 2015; 33(17): 1881-1888.
(7) Rolfo C, Passiglia F, Castiglia M et al.: ALK and crizotinib: after the honeymoon...what else? Resistance mechanisms and new therapies to overcome it. Transl Lung Cancer Res 2014; 3(4): 250-261.
(8) Katayama R, Shaw AT, Khan TM et al.: Mechanisms of acquired crizotinib resistance in ALK-rearranged lung cancers. Sci Transl Med 2012; 4(120): 1-12.
 
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