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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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22. Oktober 2012

COU-AA-301-Studie: Abiraterone beim metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom

Die weitere Prognose-Verbesserung durch Abiraterone zeigte Miller mit einer Zwischenauswertung der COU-AA-301-Studie, die auf dem diesjährigen ASCO präsentiert wurde: Gegenüber 19,2  Monaten Gesamtüberleben unter Docetaxel wurden nun in der Sequenz mit Abiraterone 32,6 Monate erreicht. Zytiga® wird vermutlich Anfang 2013 die Zulassung erhalten. "Mittlerweile stehen mit Docetaxel, Abiraterone, Cabazitaxel sowie Zoledronat und Denosumab diverse Therapiemöglichkeiten für das metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom zur Verfügung, wo bis 2004 quasi nichts war", so Kurt Miller, Charité Berlin. Weitere Substanzen sind in der Pipeline, wie MDV3100 (Enzalutamid) und Alpharadin, die in den nächsten  Jahren zugelassen werden. "Ein völlig neues Feld der Sequenztherapie tut sich hier auf."



Erfolgsbeurteilung erst nach 3-4 Monaten

"Das mCRPC umfasst eine heterogene Gruppe von Karzinomen, die hochaggressiv, mit oder ohne Knochenmetastasen oder über Jahre asymptomatisch mit langsam steigenden PSA-Werten sein können", so Miller. "Problematisch ist, dass asymptomatische Patienten wegen einer (vermeintlich) negativen Nutzen-Risiko-Abwägung nicht mit Docetaxel behandelt werden, weil man bei diesen Patienten keine Nebenwirkungen produzieren will, die ihre gute Lebensqualität verschlechtern würden", so Miller.

Die EAU definiert das metastasierte kastrationsresistente Prostatakarzinom wie folgt: der Testosteronwert ist im Kastrationsniveau <50 ng/dl (<1,7 nmol/l), der Patient steht für mindestens 4 Wochen unter antiandrogener Therapie (unter Flutamid, mindestens 6 Wochen unter Bicalutamid) und erfährt einen Progress trotz sekundärer Hormon-Manipulation.

In der Praxis, so PD Dr. Henrik Suttmann, Hamburg, können in den ersten Monaten der Therapie mit Docetaxel "Artefakte" wie PSA-Flare (Anstieg des PSA-Wertes unter Therapie) oder Bone-Flare (über 50% PSA-Abfall im 4. Monat, doch scheinbare Zunahme der Knochenmetastasen in der Szintigrafie, Shah et al, 2010) auftreten. Die ersten 3-4 Therapiemonate können mit solchen Phänomenen aufwarten, hier dürfe man die Therapie daher nicht vorschnell absetzen. "Diese Phänomene müssen ausgeschlossen werden, bevor sich das Therapieansprechen beurteilen lässt. Wenn die Szintigraphie im 7. Therapiemonat beim ersten Restaging keine neue Läsion zeigt, lag ein Bone Flare vor, der Patient wird weiterbehandelt. Gibt es neue Läsionen, wird nach frühestens 6 Wochen ein Bestätigungsscan durchgeführt, bevor ein Progress bestätigt werden kann", so Suttmann. Symptome und Lebensqualität werden erst nach den ersten drei Therapiemonaten alle 3-4 Wochen erhoben.

"Unter Abiraterone auftretende Nebenwirkungen wie Hypertension oder Hypokaliämie spielen in der Praxis kaum eine Rolle, die Patienten leiden eher unter einer Gewichtszunahme durch die Wassereinlagerung, darüber muss man mit ihnen sprechen." Im Vergleich mit anderen Therapien habe man es bei Abiraterone mit dem Mechanismus der Androgen-Biosynthese-Unterdrückung aber mit insgesamt unproblematischen Nebenwirkungen zu tun, betonte er.

Abb.1: Gesamtüberleben in der Studie COU-AA-301 unter Abiraterone vs. Placebo (jeweils plus Prednison oder Prednisolon) seit der ersten Docetaxel-Dosis (modifiziert nach (2)).

In der explorativen Post-hoc-Analyse, die auf dem ASCO Annual Meeting 2012 vorgestellt wurde, untersuchten Goodman et al. den Überlebensvorteil unter Abiraterone mit Prednison/Prednisolon in Abhängigkeit von der Docetaxel-Vortherapie (2). Abiraterone plus Prednison/Prednisolon (n=797, Placebo=398) hatte in der Studie COU-AA-301 bei mCRPC-Patienten nach Versagen von 1-2 Chemotherapie-Regimen inklusive Docetaxel das mediane Überleben gegenüber Placebo signifikant um 4,6 Monate verlängert (15,8 vs. 11,2 Monate, HR 0,74, p<0,0001). Der signifikante Überlebensvorteil von Abiraterone vs. Placebo in der Studie COU-AA-301 war unabhängig vom Grund des Abbruchs der Docetaxel-Therapie und der Zeitspanne zwischen letzter Docetaxel- und erster Abirateron- Dosis (2). Eine Ausnahme bildeten Patienten, deren Docetaxel-Therapie ≤ 3 Monate gedauert hatte, diese Patienten überlebten im Median 14,6 (Abiraterone) vs. 10,8 (Placebo) Monate (p=0,1196) - hier führen die Autoren die fehlende Signifikanz darauf zurück, dass die Gruppe der Patienten klein war, sagte Suttmann. Zudem betonen sie, dass sich im Trend ebenfalls eine Überlegenheit von Abiraterone zeigte. Bei Patienten, bei denen die vorherige Docetaxel-Therapie > 3 Monate erfolgt war, betrug das mediane Überleben 16,2 (Abiraterone) vs. 11,2 (Placebo) Monate (p=0,0004) (2).

ab

Literaturhinweise:
(1) Berthold DR, et al. Docetaxel Plus Prednisone or Mitoxantrone Plus Prednisone for Advanced Prostate Cancer: Updated Survival in the TAX 327 Study. J Clin Oncol. 2012;26:242-5
(2) Goodman OB, et al. Exploratory analysis of survival benefit and prior docetaxel (D) treatment in COU-AA-301, a phase III study of abiraterone acetate (AA) plus prednisone (P) in metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC). J Clin Oncol. 2012;30(Suppl): Abstract 4558 (Poster Discussion Session)

Quelle: Satellitensymposium von Janssen-Cilag, DGU, 27.9.12
 
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