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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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24. Juni 2016

Brustkrebstypisierung: In vitro Test gegenüber IHC von Vorteil

Neue Studiendaten belegen die wesentlichen Vorteile des in vitro diagnostischen Test-Kits MammaTyper® gegenüber der derzeit in der Brustkrebstypisierung etablierten Nachweismethoden (1). In der prospektiven-retrospektiven Studie erzielte MammaTyper® zukunftsweisende Ergebnisse durch eine präzise quantitative Bestimmung der Biomarker ERBB2 (HER2), ESR1 (ER), PGR (PR) sowie MKI67 (Proliferationsmarker Ki-67). Besonders hervorzuheben ist, dass bei der Bestimmung von MKI67/Ki-67 MammaTyper® der Immunhistochemie (IHC) in Bezug auf die Prognose überlegen war. Damit zeigt die Studie, dass MammaTyper® eine Patientenstratifizierung gemäß St.-Gallen-Kriterien sowie eine verlässliche Proliferationsmessung mittels MKI67 gewährleistet.
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Während der letzten Jahre wurde in Fachkreisen immer wieder über die Methode der IHC im Hinblick auf Reproduzierbarkeit, Objektivität und Vergleichbarkeit diskutiert. Insbesondere bei der Bestimmung des Proliferationsmarkers Ki-67, der z.B. unter anderem zur Unterscheidung von Luminal-A- und Luminal-B-Tumoren herangezogen wird, treten Unterschiede auf (2-5).

Die molekulare Bestimmung der mRNA-Expression der Marker durch RT-qPCR (Reverse transcription quantitative real time polymerase chain reaction), auf der auch der in vitro diagnostische Test-Kit MammaTyper® beruht, zeigte bereits in vorangegangenen Studien, dass sie wesentliche Vorteile gegenüber der IHC besitzt (6-8). Die aktuell veröffentlichte prospektive-retrospektive randomisierte klinische Studie (1), die insgesamt 769 Patientinnen der FinHer-Studie (9) einschloss, verglich nun erstmals die quantitative Bestimmung der Tumor ESR1-, PGR-, ERBB2- und MKI67-mRNA durch MammaTyper® mit den Ergebnissen der ER-, PR-, und Ki-67-Proteinexpression durch IHC bzw. der von HER2 durch Chromogen-in-situ-Hybridisierung (CISH). Die Ergebnisse wurden korreliert mit dem krankheitsfreien Überleben und mit der Gesamtüberlebenszeit. Die Daten zeigen, dass die quantitative Bestimmung von ESR1- und PGR- und ERBB2-mRNA durch MammaTyper® mit den Resultaten aus IHC und in-situ-Hybridisierung in den pathologischen Laboren korreliert [ER/ESR1: 92%, p<0,0001; PR/PGR: 83%, p<0,0001 und HER2/ERBB2: 92%, p<0,0001, OPA*].

Die Bestimmung der MKI67-mRNA Expression mit MammaTyper® zeigte, dass Patienten, die laut MammaTyper®-Ergebnis wenig MKI67 exprimieren, signifikant bessere Prognosen bezüglich krankheitsfreier Überlebenszeit und Gesamtüberleben haben als Patienten mit einer hohen MKI67-Expression. Die Bestimmung der Ki-67-Proteinexpression mittels IHC zeigte dagegen keinen signifikanten Unterschied dieser beiden Gruppen für die Prognose der beiden Parameter.

Die Studie zeigt außerdem, dass die mit MammaTyper® als Luminal B identifizierten Patienten, die mit Docetaxel-FEC behandelt wurden, eine günstigere Prognose für das krankheitsfreie Überleben und für das Gesamtüberleben hatten als diejenigen, die mit Vinorelbin-FEC behandelt wurden. Mit den IHC-Ergebnissen konnte diese Beziehung zwischen Subtyp und Ansprechen auf Medikation nicht gezeigt werden. Das bedeutet, dass die Brustkrebstypisierung durch MammaTyper® gegenüber IHC neue Möglichkeiten der Prädiktion über den Nutzen einer adjuvanten Taxan-Therapie eröffnet.

Zusammenfassend wird in der Studie deutlich, dass MammaTyper® im Vergleich zu etablierten Methoden eine präzise und standardisierbare Biomarker-Bestimmung ermöglicht und aufgrund des verlässlichen Nachweises von Ki-67 bessere Hinweise auf die Notwendigkeit und den Nutzen einer Chemotherapie gibt.

*OPA: Overall percent agreement
BioNTech Diagnostics
Literatur:
(1) Wirtz RM et al. Biological subtyping of early breast cancer: a study comparing RT-qPCR with immunohistochemistry. Breast Cancer Res Treat. DOI 10.007/s10549-016-3835-7 (Published online 24 May 2016).
(2) Hammond MEH, Hayes DF, Dowsett M et al. American Society of Clinical Oncology, College of American Pathologists. American Society of Clinical Oncology/College of American Pathologists guideline recommendations for immunohistochemical testing of estrogen and progesterone receptors in breast cancer (unabridged version). Arch Pathol Lab Med. 2010;134(7):e48-72.
(3) Wolff AC, Hammond MEH, Schwartz JN et al. American Society of Clinical Oncology, College of American Pathologists. American Society of Clinical Oncology/College of American Pathologists guideline recommendations for human epidermal growth factor receptor 2 testing in breast cancer. J Clin Oncol. 2007;25(1):118-45.
(4) De Dueñas EM, Hernández AL, Zotano AG et al. Prospective evaluation of the conversion rate in the receptor status between primary breast cancer and metastasis: results from the GEICAM 2009-03 ConvertHER study. Breast Cancer Res Treat. 2014;143(3):507-15.
(5) Orlando L, Viale G, Schiavone P et al. Discordance in pathology report after central pathology review in early breast cancer and its impact on treatment choice. ASCO Meeting Abstracts. 2011;29(15_suppl):585.
(6) Lehmann-Che J, Amira-Bouhidel F, Turpin E et al. Immunohistochemical and molecular analyses of HER2 status in breast cancers are highly concordant and complementary approaches. Br J Cancer. 2011;104(11): 1739-46.
(7) Susini T, Bussani C, Marini G et al. Preoperative assessment of HER-2/neu status in breast carcinoma: The role of quantitative real-time PCR on core-biopsy specimens. Gynecologic Oncology. 2010;116(2):234-9.
(8) Wilson TR, Xiao Y, Spoerke JM et al. Development of a robust RNA-basedclassifier to accurately determine ER, PR, and HER2 status in breast cancer clinical samples. Breast Cancer Res Treat. 2014;148(2):315-25.
(9) FinHer-Studie, identifier ISRCTN76560285.
 
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