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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. April 2012

Brustkrebstherapie: Medizinische Leitlinien in Deutschland vor dem Umbruch

Kaum ein Experte zweifelt mehr daran: Gentests werden sich als wichtige Ratgeber bei der Therapie-Entscheidung in der Behandlung von Brustkrebs durchsetzen. Denn offensichtlich muss sich eine beträchtliche Zahl der Brustkrebs-Patientinnen nach wie vor Chemotherapien unterziehen, die keinen gesundheitlichen Nutzen für sie haben. Ein Blick ins Tumorgen wäre hier gerade in frühen Krebsstadien deutlich aufschlussreicher als ein Pathologie-Befund: In jedem dritten Fall lässt sich durch den Einsatz von Multi-Gentests die Therapie-Entscheidung rechtzeitig korrigieren.
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Folglich sind in den USA daher bereits zwei solcher Test, die die Erfolgswahrscheinlichkeit einer Chemotherapie bestimmen können, verfügbar: Ein Test mit 21 Genen (Oncotype DX, Genomic Health) sowie einer mit 70 Genen (Mammaprint, Agendia). Oncotype prüft mittels RT-PCR das Erbgut auf RNAs von fünf Proliferationsgenen, zwei Faktoren für Gefäßinvasion, zwei Wachstumsfaktoren, vier Hormonrezeptoren und drei anderer Genprodukte. Ein niedriger „Oncotype-Recurrence Score“ ist dabei gleichbedeutend mit guten Aussichten für die Patientin sowie der Möglichkeit, auf eine Chemotherapie verzichten zu können. Beide Tests sind in den USA in die entsprechenden medizinischen Leitlinien übernommen worden. In Deutschland dagegen verhielt sich die Schulmedizin trotz der bedeutsamen Erkenntnisgewinne, die ein Gentest für die Diagnostik bei Brustkrebs verspricht, in dieser Frage bislang zögerlich.

Doch bei der Neufassung der S3-Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und der Deutschen Krebsgesellschaft Mitte dieses Jahres dürften die Gentests nach Expertenmeinung nun Berücksichtigung finden. "Dies ist ein wichtiger Schritt in der Krebsdiagnostik, der uns dem Ziel einer personalisierten Krebstherapie näher bringt. Die Leitlinien bedürfen in diesem Punkt einer zeitgemäßen Anpassung, denn die Einzigartigkeit jedes Individuums und seiner Krebserkrankung erfordert einen individuell auf den Patienten zugeschnittenen Therapie-Ansatz", so PD Dr. med. Katharina Pachmann, Onkologin am Universitäts-Klinikum Jena. Auch wenn die Gentests noch nicht den strengsten Validierungsmaßstäben genügen, sprachen sich unlängst sowohl US-amerikanische Spezialisten der ASCO und NCCN sowie weitere hochrangige gynäkologische Onkologen – unter anderem auf der St. Gallener Brustkrebskonferenz – für den Einsatz der Tests in der Krebsdiagnostik aus.

Unerlässlich für den dauerhaften Erfolg einer personalisierten Krebstherapie gemäß aktualisierter Leitlinien bleibt aber auch die Kontrolle der Wirksamkeit einer Therapie während ihres Verlaufs. Moderne Verfahren wie maintrac sind hierbei in der Lage die Wirksamkeit der eingesetzten Medikamente während der Behandlung zuverlässig zu überwachen. Zudem ist es mit dem unter Leitung von PD Dr. med. Katharina Pachmann entwickelten Verfahren möglich bereits vor Beginn der Behandlung das wahrscheinlich wirksamste Medikament für eine Therapie im Labor zu bestimmen. Anhand der präzisen Bestimmung der Anzahl von ausgeschwemmten Tumorzellen im Patientenblut kann mit maintrac innerhalb weniger Tage, völlig nebenwirkungsfrei und zuverlässig getestet werden, ob die eingesetzten Therapiemaßnahmen Wirkung zeigen. Der Patient erhält damit Gewissheit und bleibt von den Strapazen sowie den Enttäuschungen vergeblicher Therapieversuche verschont.
Quelle: SIMFO Spezielle Immunologie Forschung + Entwicklung
 
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