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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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07. September 2012

Brentuximab vedotin bald neue Therapieoption für sALCL und Hodgkin-Lymphom

Zwei Phase-II-Studien (1, 2) mit dem Antikörper-Wirkstoffkonjugat Brentuximab vedotin, der zielgerichtet CD30-positive Tumorzellen eliminiert, haben Ansprechraten von 86% beim systematischen anaplastisch-großzelligen Lymphom (sALCL)  und 75% beim Hodgkin-Lymphom (HL) ergeben. 59% der sALCL-Patienten und 33% der HL-Patienten erreichten eine CR, außerdem war ein deutlicher Tumorrückgang zu verzeichnen, so Prof. Norbert Schmitz, Hamburg.

Der Ausschuss für Humanarzneimittel CHMP hat aufgrund der guten Ergebnisse im Juli eine positive Empfehlung für Brentuximab vedotin zur Behandlung des rezidivierten/refraktären Hodgkin-Lymphoms (nach autologer Stammzelltransplantation oder mindestens 2 Vortherapien) sowie des rezidivierten/refraktären systematischen anaplastisch-großzelligen Lymphoms abgegeben. Mit der Zulassung wird Anfang Oktober gerechnet, sodass das Medikament ab Ende Oktober auf dem EU-Markt verfügbar sein könnte. Damit, so Schmitz, werde endlich eine neue Therapieoption für diese stark vorbehandelten Patienten zur Verfügung stehen.

Brentuximab vedotin verbindet über eine neuartige Linker-Technologie einen monoklonalen anti-CD30-Antikörper mit dem Zytostatikum MMAE (Monomethyl-Auristatin E). Dadurch wird das Zytostatikum erst nach Bindung an die malignen CD30-positiven Zellen freigesetzt, was das Nebenwirkungsprofil gegenüber konventioneller Chemotherapie deutlich verringert.

Die laufende Phase-III-Studie AETHERA* untersucht Brentuximab vedotin als Erhaltungstherapie nach Stammzelltransplantation, um ein Rezidiv zu verhindern und so die Prognose weiter zu verbessern. In weiteren Studien sollen besonders toxische Substanzen durch Brentuximab vedotin ersetzt werden, um eine verträglichere Therapie gerade auch für ältere Hodgkin-Lymphom-Patienten zu ermöglichen.

Pipeline setzt auf neue Wirkprinzipien

Neben dem Antikörper-Wirkstoffkonjugat Brentuximab vedotin befinden sich 15 weitere Substanzen der Takeda-Pipeline bereits in Prüfstadien jenseits der Phase-I-Studienphase, so Dr. Reinhold Hübner, Takeda. Darunter findet sich der 17,20-lyase-Inhibitor TAK-700, der beim kastrationsresistenten Prostatakarzinom getestet wird, sowie der Aurora-A-Kinase-Inhibitor Alisertib, der bei soliden sowie hämatologischen Tumoren geprüft wird. Mit MLN9708 steht außerdem ein weiterer Proteasom-Inhibitor in den Startlöchern, der eine bessere Blut-Verteilung aufweist als Bortezomib.

ab

* http://clinicaltrials.gov/ct2/show/NCT01100502

Literaturhinweise:
(1) Pro B et al. J Clin Oncol 2012
(2) Younes A et al. J Clin Oncol 2012

Quelle: Takeda-Einführungspressekonferenz "Start für Adcetris® (Brentuximab vedotin) - Neue Perspektive für CD30-positive Lymphome, 4.9.12, Berlin
 
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