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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Mai 2016

Bortezomib: Aktueller Stellenwert in der Therapie des multiplen Myeloms

Durch moderne Therapiemöglichkeiten konnte die Überlebenszeit bei Patienten mit multiplem Myelom deutlich gesteigert werden. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Proteasomen-Inhibitor Bortezomib, der von der Primärtherapie bis zum Rezidiv eingesetzt wird. Das antitumorale Wirkprinzip von Bortezomib beruht auf einer Hemmung des Proteasoms. Dieser Multiproteasenkomplex reguliert den Stoffwechsel von Proteinen, die Zellwachstum und Zelltod kontrollieren. Durch die Inhibition wird eine Apoptose der Myelomzellen induziert.
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Bei der Therapie des multiplen Myeloms ist zunächst zu klären, ob sich der Patient für eine Hochdosis-Chemotherapie mit nachfolgender Stammzelltransplantation eignet. Wenn ja, gilt die Bortezumib-basierte Induktionstherapie nach wie vor als Goldstandard, so Prof. Dr. Jens Hillengaß, Heidelberg. Schließlich wurde z.B. mit VTD (Bortezomib, Thalidomid und Dexamethason) eine signifikant höhere Rate an kompletten Remissionen (CR) erzielt als mit Thalidomid plus Dexamethason (TD, 35% vs. 14%) (1).     

Patienten, die z.B. wegen Alters oder Komorbidität keine Hochdosis-Therapie erhalten können, profitieren von einer konventionell dosierten Behandlung mit Bortezomib (Velcade®), Melphalan und Prednison (VMP). Durch die Dreifachtherapie stieg das mediane Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu MP (Melphalan, Prednisolon) um mehr als ein Jahr (56 vs. 43 Monate), so eine Fünfjahres-Nachbeobachtung der VISTA*-Studie (2). Der Anteil der Patienten mit kompletter Remission erhöhte sich durch die Hinzunahme von Bortezomib auf 30% (vs. 4% im MP-Arm). Für den Patienten bietet das Erreichen einer kompletten Remission den Vorteil, dass die therapiefreie Zeit deutlich verlängert wird und damit auch die Lebensqualität steigt, betonte PD Dr. Martin Kropff, Münster. Der klinische Nutzen einer CR unter VMP scheint vergleichbar zu sein, unabhängig davon, ob diese früh oder spät eintritt.  

Eine wichtige Rolle für den Therapieerfolg dürfte die kumulativ verabreichte Dosis (3) spielen. Patienten, die ≥39 mg/m2 Bortezomib erhalten hatten, überlebten im Trend 20 Monate länger, wie eine retrospektive Analyse der VISTA-Studie ergab. Patienten, die nach dem Erreichen einer CR noch zwei  Zyklen VMP erhalten, gewinnen evtl. ein zusätzliches Lebensjahr. Durch die subkutane Gabe von Bortezomib lässt sich die Rate peripherer Neutropenien – dem häufigsten Grund für einen Therapieabbruch – deutlich senken – bei gleicher Wirksamkeit.

*Velcade as Initial Standard Therapy in Multiple Myeloma
Dr. D. Ranft
Pressekonferenz: Therapieoutcome optimieren: Strategien bei der Myelomtherapie mit Velcade, 4. Mai 2016, Veranstalter: Janssen
Literatur:
(1) Rosinol L et al., Blood 2012; 120: 1589-1596
(2) San Miguel JF et al., J Clin Oncol 2013, 31: 448-455
(3) Mateos MV et al., Am J Hematol 2015; 90: 314-319  
 
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