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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Juli 2012

Bewährter Therapieerfolg in neuer Darreichungsform: Trastuzumab subkutan beim HER2-positiven Mammakarzinom

Trastuzumab (Herceptin®) ist etablierter Standard in der Therapie des HER2-positiven Mammakarzinoms. Sowohl in der adjuvanten als auch in der metastasierten Therapiesituation bietet der humanisierte, monoklonale Antikörper Patientinnen einen signifikanten Überlebensvorteil (1). Zukünftig steht die bewährte Therapie als subkutane Formulierung zur Verfügung. Aktuelle Ergebnisse der Zulassungsstudie HannaH belegen die Äquieffizienz der patientinnenfreundlichen subkutanen Darreichung (2). In einem Symposium der Roche Pharma AG im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie präsentierte Dr. Beyhan Ataseven, München, die Ergebnisse der HannaH-Studie und erläuterte die Vorteile der subkutanen Verabreichung für die Patientinnen.

Bei etwa jeder fünften Patientin mit Brustkrebs wird der humane epidermale Wachstumsfaktorrezeptor 2 (HER2) auf der Oberfläche der Tumorzellen überexprimiert (3). „Mit Trastuzumab steht uns für die Behandlung dieser Frauen eine hocheffektive Therapie zur Verfügung, die auch in Zukunft ihren hohen Stellenwert behalten wird“, so Ataseven. „Dass wir diese Therapie künftig auch subkutan verabreichen können, ist ein großer Gewinn für unsere Patientinnen.“

HannaH: Evaluation von Wirksamkeit und Sicherheit

Wirksamkeit und Sicherheit der subkutanen Formulierung von Trastuzumab wurden in der randomisierten, offenen Phase-III-Studie HannaH bei 596 Frauen mit HER2-positivem Mamma-karzinom im Frühstadium getestet. In Kombination mit einer Chemotherapie in der neoadjuvanten Situation und postoperativ als Monotherapie erhielten die Patientinnen alle drei Wochen entweder Trastuzumab subkutan in einer fixen Dosierung von 600 mg oder die intravenöse Standarddosis (8 mg/kg initial gefolgt von 6 mg/kg als Erhaltungsdosis).  Co-primäre Endpunkte der auf Nicht-Unterlegenheit ausgelegten Studie waren die Pharmakokinetik gemäß der Wirkstoffkonzentration im Blut sowie die pathologische Komplettremissionsrate (pCR) als Wirksamkeitsnachweis (3).

Trastuzumab subkutan: Äquieeffizienz bestätigt

Die HannaH-Studie hat ihre primären Endpunkte zur Pharmakokinetik und Wirksamkeit erreicht: Die präoperativ gemessene Wirkstoffkonzentration im Blut war unter der fixen Dosierung von Trastuzumab subkutan mindestens genauso hoch wie unter der intravenösen Formulierung (subkutan: 69,0 μg/ml bzw. intravenös: 51,8 μg/ml). Auch hinsichtlich der Wirksamkeit sind beide Formulierungen vergleichbar: Die pCR-Rate lag bei der subkutanen Formulierung zum Zeitpunkt der Operation bei 45,4% verglichen mit 40,7% im Kontrollarm. Subgruppen-Analysen zeigen, dass die Äquieffizienz beider Formulierungen unabhängig vom Körpergewicht der Patientinnen ist. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Trastuzumab subkutan ist genauso sicher und verträglich wie die intravenöse Formulierung. Die Rate an unerwünschten Ereignissen
(≥ Grad 3) war in beiden Therapiearmen identisch; auch unter der subkutanen Verabreichung wurde keine erhöhte Inzidenz kardialer Ereignisse beobachtet. „Für uns als behandelnde Ärzte sind diese Studienergebnisse sehr wichtig“, betonte Ataseven. „Die HannaH-Studie zeigt uns, dass wir unsere Patientinnen mit Trastuzumab subkutan genauso effektiv und sicher behandeln können wie mit der intravenösen Verabreichung.“

Mehr Lebensqualität dank patientenfreundlicher Therapie

Den Patientinnen ermöglicht die subkutane Darreichung von Trastuzumab eine erheblich patientenfreundlichere Therapie ohne Infusion und Port. Aufgrund der weniger invasiven Behandlung ist die subkutane Darreichung mit deutlich weniger Schmerzen verbunden. Dank der dünneren Injektionsnadel treten zudem seltener lokale Irritationen auf. Ein weiterer Vorteil für die Patientinnen und das Pflegepersonal: Die subkutane Verabreichung ist einfacher und weniger zeitaufwendig in der Durchführung. „Auf den Punkt gebracht bedeuten diese Vorteile: Die subkutane Behandlung mit Trastuzumab bietet unseren Patientinnen mehr Lebensqualität“, so das Fazit von Ataseven. „Und damit erleichtert es die neue Darreichungsform den Frauen, diese schwere Erkrankung zu verarbeiten.“

Zulassung für 2013 erwartet

Auf Basis der HannaH-Studien wurde bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ein Zulassungsgesuch für subkutan verabreichtes Trastuzumab beim HER2-positiven Mammakarzinom eingereicht – die Zulassung wird für Anfang 2013 erwartet.

Literaturhinweise:
(1) Wirkstoffe im Profil: Trastuzumab (Herceptin®), 1. Auflage 2010
(2) Jackisch C et al., EBCC 2012 (oral presentation): Abstract # 1BA
(3) Wolff A et al., Arch Pathol Lab Med 2007; 131

 
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