Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
Fachinformation
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
10. Oktober 2012

Bauchspeicheldrüsenkrebs: "small molecule" Proteinkinase G-Inhibitor DT-3 im Test

Wissenschaftler der Chirurgischen Uniklinik Heidelberg untersuchen eine neue biochemische Substanz zur möglichen Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs. Bauchspeicheldrüsenkrebs stellt mit einer Neuerkrankung mit etwa zehn von 100.000 Einwohnern bei Männern die dritt-, bei Frauen die zweithäufigste Krebs-Todesursache unter den Tumoren des Verdauungstraktes dar. Der Grund hierfür liegt im Fehlen von wirksamen Therapien, die greifen könnten, wenn eine alleinige chirurgische Operation nicht mehr möglich ist.

Anzeige:
 
 

Als neue Strategien für die Therapie einiger Tumorarten haben sich kleine chemische Substanzen, so genannte „small molecules“, überraschend gut bewährt. Bei der Bekämpfung des Bauchspeicheldrüsenkrebses sind solche Substanzen jedoch noch nicht erforscht, obwohl ihr Nutzen bei dieser schlecht therapierbaren Krebsform ausgesprochen hoch wäre.

Die Arbeitsgruppe von PD Dr. Alexandr V. Bazhin will diese Lücke schließen: „Generell eignen sich ‚small molecules’, die Proteine hemmen, deren Aktivität für Versorgung und Wachstum des Tumors von großer Bedeutung sind.“ Der Biochemiker konnte mit seinem Team bereits zeigen, dass die Proteinkinase G, ein Enzym, welches einige Proteine in der Zelle phosphoriliert und somit die Aktivität dieser Proteine erhöht, für das Überleben von Bauchspeicheldrüsenkrebszellen essentiell ist. Die Heidelberger Wissenschaftler gehen nun den nächsten Schritt, indem sie nach Substanzen suchen, die die Funktion der Proteinkinase G in den Tumorzellen hemmt. „Die sorgfältige Auswahl dieser hemmenden Substanzen ist deshalb wichtig, weil die Gefahr besteht, dass ein wirksamer Stoff auch andere Enzyme, die mit der Proteinkinase G verwandt sind, blockiert. In diesem Falle könnten solche Substanzen auch gesunde Zellen angreifen und dadurch beschädigen“, erläutert Bazhin das anspruchsvolle Unterfangen. Eine vielversprechendes Molekül hat das Team bereits im Blick: DT-3. Bei diesem spezifischen Hemmstoff der Proteinkinase G haben die Heidelberger bereits eine tödliche Wirkung auf die Bauchspeicheldrüsenkrebszelle festgestellt.

In einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt untersuchen die Wissenschaftler nun die für Krebszellen tödliche Wirkung von DT-3 im Detail. Insbesondere steht die Frage im Vordergrund, inwieweit der Wirkstoff tatsächlich für eine Therapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs geeignet ist. Dabei kommt den Wissenschaftlern ihre enge Anbindung an das Chirurgische Universitätsklinikum Heidelberg zugute. Sollte sich DT-3 als grundsätzlich geeignet erweisen, könnten die Wissenschaftler im Falle positiver Ergebnisse eine neue klinische Studie initiieren - mit dem Ziel, DT-3 als eine mögliche therapeutische Substanz für die Therapie des Bauchspeicheldrüsenkrebses anwenden zu können.

Das tiefergehende Verständnis der molekularen Signalübertragung von Proteinkinase G zu dessen Zielproteinen ist darüber hinaus für die Heidelberger von großem Interesse – insbesondere um die krebshemmenden Effekte von DT-3 weiter zu optimieren beziehungsweise zu verbessern. Die Wilhelm Sander-Stiftung fördert dieses Forschungsprojekt mit rund 80.000 Euro.

Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017