Donnerstag, 14. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
25. März 2014

BOLERO-2-Update vom EBCC und neue AGO-Empfehlungen unterstreichen Stellenwert von Everolimus plus Exemestan beim fortgeschrittenen Mammakarzinom

Everolimus (Afinitor®) plus Exemestan verlängert das Gesamtüberleben bei Patientinnen mit fortgeschrittenem, Hormonrezeptor-positivem (HR+)-, HER2A/neu-negativem Mammakarzinom im Vergleich zur alleinigen Exemestan-Therapie klinisch relevant um 4,4 Monate (31,0 vs. 26,6 Monate; Hazard Ratio=0,89; 95%-KI: 0,73-1,10; p=0,1426) (1,2). Zu diesem Ergebnis kam die prospektiv geplante Auswertung des sekundären Studienendpunkts "Overall Survival" (OS) der BOLERO-2B–Studie, die Prof. Dr. Martine Piccart, Onkologische Abteilung der Université Libre Brüssel, auf der 9. European Breast Cancer Conference (EBCC) präsentierte (1). Die neuen Daten untermauern weiter die hochwertige Evidenzlage aus BOLERO-2, insbesondere das signifikante mediane progressionsfreie Überleben (PFS) als primären Studienendpunkt (3). 31 Monate ist das bisher längste mediane Gesamtüberleben, das in einer Phase-III-Studie bei Patientinnen mit HR-positivem, HER2/neu-negativem fortgeschrittenen Mamma­karzinom nach initialem nsAIC-Versagen gezeigt werden konnte (1,4,5,6).

Anzeige:
 
 

"Das sind sehr interessante und überraschend gute Daten. Nahezu 4 ½ Monate Differenz im Gesamtüberleben, das ist mehr als wir erwartet haben. Wir haben zwar seit Längerem schon eine Verbesserung des Gesamtüberlebens antizipiert aufgrund der Daten im Vorfeld, aber dass es so gute Daten sein würden, das ist schon erstaunlich und erfreulich. Das lässt natürlich Afinitor® und Exemestan noch einmal in einem anderen Licht erscheinen", analysierte Dr. med. Friedrich Overkamp, Recklinghausen, die aktuelle Auswertung.

Prof. Dr. med. Christian Jackisch, Offenbach, kommentierte das Update vom EBCC wie folgt: "Die neuen Daten zur BOLERO-2-Studie, wie auf der EBCC-9 Konferenz am 19.03.2014 in Glasgow vorgestellt, zeigen eindrucksvoll, dass für Patientinnen mit einem endokrin sensitiven, HER2/neu-negativen Mammakarzinom der Einsatz einer Chemotherapie postponiert werden kann, wenn es unter dem Einsatz eines nicht-steroidalen Aromatasehemmers zu einem Fortschreiten der metastasierten Erkrankung kommt. Das Gesamtüberleben wird dadurch nicht negativ beeinflusst, wie die Präsentation der finalen Überlebensanalyse nach einem Follow-up von nahezu 40 Monaten belegt hat. Die neu präsentierten Daten zum Gesamtüberleben zeigen einen positiven Trend mit einem Überlebensvorteil von 4,4 Monaten für die Therapie mit Exemestan und Everolimus gegenüber der Therapie mit Exemestan und Placebo. Es wurde ein medianes OS von 31 Monaten unter Everolimus und Exemestan gezeigt. Für die Patientinnen bedeutet dieses Ergebnis eine längere Zeit mit guter Lebensqualität, zumal keinerlei kumulative Toxizität zu erkennen war."
 
AGO-Empfehlungen 2014 zeigen große Bedeutung der Therapie mit Everolimus

Den hohen Stellenwert der Therapieoption "Everolimus plus Exemestan" unterstreichen auch die neuesten Empfehlungen der AGOD (7): Die Experten haben hierfür wieder den höchsten Empfehlungsgrad in der Erst- und Zweitlinientherapie beim HR-positiven, HER2/neu-negativen, metastasierten Mammakarzinom (mBC) ausgesprochen. Zusätzlich rät die AGO erstmalig - da es keine Überlegenheit eines einzelnen Aromataseinhibitors gibt - bei noch nicht mit AI vorbehandelten Patientinnen bevorzugt die nsAI Letrozol oder Anastrozol zu verordnen, um eine spätere Therapie mit Everolimus nach Zulassungsstatus zu ermöglichen (7). Auch die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) empfiehlt in ihrer derzeit gültigen Leitlinie die Gabe von Everolimus beim mBC vor dem Hintergrund der signifikanten Verlängerung des PFS (8).
 
Hochwertige BOLERO-2-Datenbasis wächst weiter

Die neuen OS-Daten bestätigen die signifikanten Ergebnisse zum primären Studienendpunkt der BOLERO-2-Studie, dem medianen PFS, die aus der finalen 18-Monats-Analyse vorliegen. Ein mehr als verdoppeltes medianes PFS von 7,8 Monaten ergab die lokale Auswertung der BOLERO-2-Studie für die Therapie mit Everolimus plus Exemestan, im Vergleich zu 3,2 Monaten mit Placebo und Exemestan (Hazard Ratio=0,45; 95%-Kl: 0,38-0,54; p<0.0001) (3) In der zentralen Auswertung betrug das mediane PFS 11,0 Monate für die Kombination von Everolimus und Exemestan versus 4,1 Monate in der Vergleichsgruppe (Hazard Ratio = 0,38; 95%-KI: 0,31-0,48; p<0,0001) (3). Die Ergebnisse einer vordefinierten Subgruppenanalyse zeigten zudem, dass insbesondere Erstlinien-Patientinnen von der Therapie mit Everolimus und Exemestan profitierten: Hier wurde ein medianes PFS von 15,24 Monaten erzielt (vs. 4,21 Monate; HR=0,32; 95%-KI: 0,18-0,57) (9). Die neuen prospektiven Daten zum Gesamtüberleben bestätigen den positiven Trend, der sich 2012 in einer Zwischenauswertung abgezeichnet hatte: Hier ergab sich für Everolimus plus Exemestan ein Vorteil von 6,8% im Gesamtüberleben gegenüber der Monotherapie mit Exemestan (3).
 
Everolimus: Jede zweite Patientin hat einen frühzeitigen und langanhaltenden Therapienutzen bei gut etabliertem Verträglichkeitsprofil

Die bisherige Datenlage illustriert die Relevanz eines breiten Everolimus-Einsatzes: Jede zweite Patientin (51,3%) erzielte unter der Kombination mit Exemestan einen frühzeitigen und langanhaltenden Therapienutzen (vs. 26,4% unter Placebo plus Exemestan, p<0,0001), mehr als zwei Drittel der Patientinnen zeigten unter Therapie mit Everolimus plus Exemestan einen Rückgang in der Tumorlast (10). Der in BOLERO-2 dokumentierte, signifikante PFS-Vorteil bestätigte sich zudem in allen vordefinierten Subgruppen - unabhängig vom Alter, dem Vorhandensein viszeraler Metastasen oder Knochenmetastasen, der Vortherapie und dem ECOGE-Performance-Status (3). Damit könnte Everolimus in Kombination mit Exemestan dazu beitragen, bei Frauen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom die Chemotherapie weiter hinauszuzögern. Everolimus verfügt über ein gut etabliertes und von einem erfahrenen Therapeuten in der Regel gut handhabbares Verträglichkeitsprofil (11,12,13). Seit mehreren Jahren ist der Wirkstoff bereits in anderen onkologischen Indikationen zugelassen. Über alle Indikationen hinweg wurden inzwischen mehr als 100.000 Patientinnen und Patienten mit Everolimus behandelt. In der BOLERO-2-Studie gehörten zu den häufigsten Nebenwirkungen aller Schweregrade unter Everolimus plus Exemestan mit einer Inzidenz ≥ 30%: Stomatitis (59%), Infektionen (54%), Hautausschlag (39%), Fatigue (37%), Diarrhö (34%), Übelkeit (31%) und Appetitverlust (31%) (3,14). Nicht-infektiöse Pneumonitiden sowie Hyperglykämien traten als bekannte Klasseneffekte von mTOR-Inhibitoren im Rahmen der BOLERO-2-Studie mit einer Inzidenz von 16% bzw. 14% über alle Grade auf (3).
 
A: HER2: Human Epidermal growth factor Receptor 2.
B: BOLERO: Breast cancer trials of OraL EveROlimus.
C: nsAI: Nicht-steroidaler Aromataseinhibitor (AI).
D: AGO: Arbeitsgemeinschaft für gynäkologische Onkologie.
E: ECOG: Eastern Cooperative Oncology Group.

Literaturhinweise:
(1) Piccart M, et al.: Everolimus plus exemestane for hormone receptor-positive (HR+), human epidermal growth factor receptor-2–negative (HER2–) advanced breast cancer (BC): overall survival results from BOLERO-2.
Oral Presentation Abstract #LBA1. European Breast Cancer Conference (EBCC-9), 2014, Glasgow, Scotland.
(2) Novartis Data on File.
(3) Yardley DA et al.: Everolimus Plus Exemestane in Postmenopausal Patients with HR+ Breast Cancer: BOLERO-2 Final Progression-Free Survival Analysis. Adv Ther 2013; 30: 870-884.
(4) Chia S, Piccart M, Gradishar W, on behalf of the EFECT writing committee: Fulvestrant vs. exemestane following non-steroidal aromatase inhibitor failure: first overall survival data from the EFECT trial. Poster presented at: San Antonio Breast Cancer Symposium, December 2007, San Antonio, Texas.
(5) Johnston SRD, Kilburn LS, Ellis P, et al; on behalf of the SoFEA-investigators.:
Fulvestrant plus anastrozole or placebo versus exemestane alone after progression on non-steroidal aromatase inhibitors in postmenopausal patients with hormone-receptor-positive locally advanced or metastatic breast cancer (SoFEA): a composite, multicentre, phase 3 randomised trial. Lancet Oncol. 2013; 14(10):989-98.
(6) Di Leo A, Jerusalem G, Petruzelka L, et al.: Final overall survival: fulvestrant 500 mg vs 250 mg in the randomized CONFIRM trial.
J Natl Cancer Inst. 2014; 106(1):djt337.
(7) Online unter: http://www.ago-online.de/fileadmin/downloads/leitlinien/mamma/maerz2014 (Stand: 28.2.2014, Abruf: 19.3.2014).
(8) Online unter:
http://www.dgho-onkopedia.de/de/onkopedia/leitlinien/mammakarzinom-der-frau/index_html (Stand: Januar 2013, Abruf: 19.3.2014).
(9) Beck JT, Hortobagyi GN, Campone M, et al.: Everolimus plus exemestane as first-line therapy in HR+, HER2− advanced breast cancer in BOLERO-2. Breast Cancer Res Treat 2014; 143:459–467.
(10) Burris H et al.: Characterization of response to Everolimus in BOLERO-2: A phase III trial of Everolimus plus Exemestan in postmenopausal women with HR+, HER2- advanced breast cancer. SABCS 2013, San Antonio, USA: Poster #P2-16-17.
(11) Motzer RJ et al.: Phase 3 trial of everolimus for metastatic renal cell carcinoma. Cancer 2010; 16(18):4256-4265.
(12) Yao JC et al.: Everolimus for advanced pancreatic neuroendocrine tumors. New Eng J Med 2011; 364:514-523
(13) Fachinformation Afinitor® (Stand: November 2013).
(14) Rugo HS et al.: Everolimus-related adverse events: safety insights from BOLERO-2. IBCC 2013 Sankt Gallen, Schweiz: Poster #274.

Quelle: Novartis Oncology
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017