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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Mai 2012

BARMER GEK und Universitätsklinikum Essen schließen Vertrag zur Protonentherapie

Versicherte der BARMER GEK mit schweren Krebserkrankungen können sich voraussichtlich schon 2012 im Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) bestrahlen lassen. Der heute von der BARMER GEK und dem Universitätsklinikum Essen unterzeichnete Vertrag schafft dafür die Grundlage. Die Protonentherapie stellt ein onkologisches Therapieverfahren dar und erweitert die Mittel bei der strahlungstherapeutischen Bekämpfung von Krebs. Vor allem Patienten mit tief sitzenden Tumoren an empfindlichen oder tief liegenden Stellen wie Gehirn, Rückenmark oder Auge profitieren von der innovativen Technologie.
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Durch eine präzisere Bestrahlung wird umliegendes Gewebe geschont und Nebenwirkungen werden minimiert. „Herzstück unserer Kooperation mit der BARMER GEK bildet die indikationsbezogene und qualitätsgesicherte Behandlung von Patienten mit speziellen Tumorerkrankungen“, erläutert Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel. „Übergreifendes Ziel ist es, die aufwändige Protonentherapie den Patienten zukommen zu lassen, für die die Therapie eine große Chance auf Bekämpfung des Tumors darstellt“, so Prof. Dr. mult. Nagel. Beide Partner haben darum gemeinsam definiert, welche Krankheiten sich zu einer Behandlung eignen. Der Vertrag umfasst spezielle, zum Teil auch seltene Indikationen – unter anderem Tumore im Kindesalter, Leberzell-, Lungen-, Pankreas- und Ösophaguskarzinome sowie Kopf-Hals-Tumore und bestimmte Augentumore.

Für BARMER GEK Vizechef Dr. Rolf-Ulrich Schlenker geht es zunächst um die Beteiligung der Versicherten an innovativen und erfolgversprechenden Behandlungsformen: „Schon jetzt bietet die Protonentherapie für bestimmte Patientengruppen und Krebsarten zusätzliche Behandlungschancen, nach heutigem Stand könnten rund 6.000 Patienten hierzulande von ihr profitieren. Allerdings wissen wir noch zu wenig über ihre vollen Einsatzmöglichkeiten, und vor allem brauchen wir weitere Nutzennachweise.“ Deshalb plädiert Schlenker für eine strukturierte Einführung mit kompetenten wissenschaftlichen Partnern und unter klar definierten Qualitätsanforderungen.

Bei Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen arbeiten Experten für bildgebende Verfahren, Chemotherapie, Labormedizin, Chirurgie und Organexperten eng zusammen, die Protonentherapie spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Universitätsklinikum Essen bietet mit dem Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), in dem Spezialisten verschiedener Disziplinen zusammenarbeiten, hierfür optimale Voraussetzungen. Ärzte und Physiker der WPE erstellen individuelle Therapiepläne, nachdem zuvor in interdisziplinär besetzten Tumorkonferenzen leitliniengerecht und mit Blick auf Begleiterkrankungen über die Indikationsstellung zur Protonentherapie entschieden wurde. Besonderes Augenmerk will das Universitätsklinikum Essen in den nächsten Jahren auf die wissenschaftliche Weiterentwicklung der Protonentherapie legen. Einerseits soll die Wirksamkeit der Versorgung im Rahmen begleitender wissenschaftlicher Studien überprüft werden. Andererseits soll ein eigens eingerichteter wissenschaftlicher Beirat am Universitätsklinikum Essen über die Weiterentwicklung des Indikationsspektrums der Protonentherapie entscheiden. „So können wir im Spiegel der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse unsere Behandlungen von Tumorerkrankungen optimal aufeinander abstimmen und die Protonentherapie dabei als feste Therapiegröße etablieren“, resümiert Prof. Dr. mult. Nagel.

„Mit dem heute geschlossenen Vertrag haben wir die Grundlage für eine innovative und qualitativ hochwertige Versorgung von Versicherten der BARMER GEK geschaffen. Wirtschaftlichkeit spielt eine große Rolle. So haben wir Vergütungspauschalen definiert, welche den Anforderungen der Krankenkassen gerecht werden“, erläutert Barbara Schulte, Kaufmännische Direktorin am Universitätsklinikum Essen. Diese liegen bei 19.500 € für die alleinige strahlentherapeutische Behandlung mit Protonen, 10.000 € für die Behandlung mit Protonen in Kombination mit konventioneller Strahlentherapie und 16.000 € für die Behandlung von Augentumoren.
Quelle: Pressemitteilung des Uniklinikums Essen und der BARMER GEK
 
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