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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. November 2013

Auch Verträglichkeit bestimmt Erfolg der Opioidtherapie

Wie stark ein Schmerzpatient von der Behandlung mit einem Analgetikum aus der Gruppe der Opioide profitiert, wird nicht allein von dessen starker Wirksamkeit bestimmt. Einen substanziellen Beitrag zur erfolgreichen Schmerztherapie leistet auch die gute Verträglichkeit der jeweils applizierten Substanzen. Besonders augenfällig wird dies im praktischen Alltag bei der Fixkombination aus retardiertem Oxycodon plus retardiertem Naloxon (Targin®). So wird die Obstipation als häufigste Nebenwirkung einer Morphin- oder Oxycodon-Monotherapie durch die retardierte Fixkombination signifikant reduziert.

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Der Einsatz von Morphin gegen chronische Schmerzen, die nicht auf eine onkologische Erkrankung zurückzuführen sind, wird auch hierzulande gleichsam als Goldstandard propagiert. Dass diese Empfehlung auch von Kostengründen beeinflusst ist, lässt sich nicht ausschließen. Werden aber die Vor- und Nachteile einer Standardtherapie mit Morphin gegeneinander abgewogen und mit anderen Opioiden verglichen, finden sich gute Gründe für eine individualisierte Schmerztherapie, meinte der Präsident der Deutschen Schmerzliga, PD Michael Überall, Nürnberg.

Ersttherapie mit Morphin erfordert häufiger Umstellung

Welche Folgen von der initialen Einstellung auf retardiertes Morphin zu erwarten sind, zeigte vor kurzem eine schwedische Registerstudie mit 50.223 Patienten, die an nicht tumorbedingten chronischen Schmerzen litten. Bei den Teilnehmern, die initial auf Morphin retard eingestellt wurden, lag das Umstellungsrisiko um 19% höher als bei jenen, die eine Erstbehandlung mit Oxycodon retard bekommen hatten. "Eine Beobachtung, die sowohl den pharmakologischen Unterschieden zwischen den beiden Opioid-Agonisten Oxycodon und Morphin entspricht als auch der klinischen Erfahrung vieler Schmerztherapeuten", versicherte Überall.

Noch deutlicher sind die Unterschiede zwischen den derzeit verfügbaren Opioid-Analgetika, wenn auch deren Fixkombinationen berücksichtigt und die empirischen Einzelerfahrungen der Schmerztherapeuten in einem virtuellen internen Evidenzpool zusammengefasst werden. Dieser Aufgabe hat sich die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie im Frühjahr 2013 in Form der CROSSECCO-Studie unterzogen (Cross-sectional, non-interventional evaluation of physicians preferences and experiences with strong-acting opioid-analgesics for the treatment of chronic non-malignant pain). An der bundesweiten Querschnittsbefragung nahmen 4.283 Ärzte teil.

Oxycodon/Naloxon-Fixkombination wirft beträchtlichen Zusatznutzen ab

Unter der Therapie chronischer Schmerzen mit starken Opioiden stellte sich mit 49,1% die Obstipation als hartnäckigste Nebenwirkung heraus. Mit Abstand folgten Müdigkeit (26,6%), Leistungsabfall (17,8%) sowie neurologische (15,7%) und psychische (13,3%) Störungen. Am stärksten unterschieden sich die verschiedenen Opioid-Analgetika bei den unerwünschten Wirkungen. So entwickelte sich unter der retardierten Fixkombination aus Oxycodon plus Naloxon deutlich seltener eine Obstipation als unter Morphin oder Oxycodon allein. Die gleichen Differenzen traten bei Müdigkeit, Leistungseinbuße und neurologisch-psychischen Störungen zu Tage.

Bei Korrelationsanalysen fiel ferner ins Gewicht, dass unter der Fixkombination wesentlich weniger Patienten aufgrund von Nebenwirkungen arbeitsunfähig wurden. Die CROSSECCO-Studie kam auch zu dem Ergebnis, dass die befragten Schmerztherapeuten der retardierten Fixkombination aufgrund ihrer ausgeprägten Wirksamkeit und ihrer besonders guten Verträglichkeit einen beträchtlichen Zusatznutzen zusprechen. Nach Überalls Worten "ist diese Studie ein Beleg dafür, dass Morphin als Goldstandard nicht mehr zeitgemäß ist."

Dass die innovative Opioidtherapie mit der retardierten Fixkombination für den Schmerzpatienten handfeste Vorteile mit sich bringt, konnte auch Dr. Kai Hermanns, Leiter des Schmerzzentrums Berlin-Prenzlauer Berg, bestätigen. Das gilt seiner Erfahrung nach für Patienten mit Bewegungsschmerzen sowie für solche mit neuropathischen Schmerzen gleichermaßen. Die effektive Schmerzlinderung und das günstige Nebenwirkungsprofil der Oxycodon/Naloxon-Kombination führen dazu, dass sich die Patienten physisch wie psychisch stabilisieren, wieder leistungsfähiger werden und eine spürbar bessere Lebensqualität haben. Diese positiven Aspekte aus dem praktischen Alltag werden durch eine Metaanalyse untermauert. Deren Daten belegen, dass die Fixkombination bereits nach einwöchiger Gabe die Darmfunktion signifikant verbessert.
                                                                                                                       
kbf 

Quelle: Fachpresse-Konferenz "Opioid ist nicht gleich Opioid: Targin überzeugt durch starke Wirksamkeit und gute Verträglichkeit" anlässlich des Deutschen Schmerzkongresses, Hamburg, 24. Oktober 2013; Veranstalter: Mundipharma
 
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