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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Dezember 2016

Anwendung von EGFR-Mutationstests beim NSCLC nimmt zu

Die Ergebnisse einer neuen internationalen Expertenbefragung zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem, nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) bestätigen für Deutschland ein hohes Level an EGFR-Mutationstests vor Beginn einer Erstlinientherapie: Aktuell werden etwa drei Viertel aller Lungenkrebs-Patienten (75%) vor Therapiebeginn getestet (1). Die Online-Befragung ergab außerdem, dass der Anteil an Therapieentscheidungen, die auf Basis eines rechtzeitig vorliegenden Ergebnisses eines EGFR-Mutationstests getroffen wurden, im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist - und zwar von 65% in 2015 auf 79% in 2016 (1,2). Trotz dieses positiven Trends beginnt etwa einer von fünf Patienten eine Erstlinientherapie, bevor die Ergebnisse der EGFR-Mutationstestung vorliegen (1). Die Ergebnisse der Befragung wurden in einem Abstract (P3.02b-023) auf der World Conference on Lung Cancer (WCLC) in Wien, Österreich, präsentiert.
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Die zweite Welle der internationalen Befragung wurde durchgeführt, um Entwicklungen und Verbesserungen bei der EGFR-Mutationstestung im Vergleich zum Vorjahr aufzuzeigen und festzustellen, inwieweit Ärzte Testergebnisse in Therapieentscheidungen einbeziehen. In diesem Jahr wurde die Befragung auf 707 Ärzte aus elf Ländern (Kanada, China, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Südkorea, Spanien, Taiwan, UK, USA) erweitert.

"Diese internationale Umfrage hilft, die aktuelle Therapielandschaft beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom in den Fokus zu rücken und nachzuvollziehen, welche Dinge sich in diesem Jahr geändert haben und welche nicht", kommentierte Dr. Matthew Peters, Vorsitzender der Global Lung Cancer Coalition (GLCC). "Die Patienten können von zielgerichteten Therapien profitieren. Ausschlaggebende Schritte im Behandlungsalgorithmus sind jedoch - die Mutationstestung an erster Stelle - genaue, rechtzeitige Testergebnisse zur Wahl einer passenden Behandlungsmethode sowie weiterhin das Verständnis für die unterschiedlichen Behandlungsvorteile der zur Verfügung stehenden Therapieoptionen." Als Hauptgründe für das Nichttesten aller NSCLC-Patienten auf EGFR-Mutationen wurden wie auch im Vorjahr genannt: unzureichende Gewebeprobe, schlechter Allgemeinzustand des Patienten, Tumorhistologie (z.B. squamös) sowie lange Wartezeiten bis zum Erhalt der Testergebnisse. So treffen hierzulande die Ergebnisse von fast 20% der angeforderten EGFR-Tests erst zehn Arbeitstage nach Anforderung ein (1).

In Deutschland wurden bei 68% der NSCLC-Patienten mit EGFR-Mutationen zielgerichtete Therapien eingesetzt, knapp die Hälfte der Ärzte (ca. 48%) unterschied dabei zwischen den einzelnen, zur Verfügung stehenden Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKIs) (1).

Des Weiteren ergaben die Umfrageergebnisse, dass länderübergreifend bei den Therapiezielen nach wie vor das Gesamtüberleben (OS) als besonders wichtig erachtet wird, ebenso das progressionsfreie Überleben (PFS) und der Erhalt der Lebensqualität – letzteres hat im Jahresvergleich weltweit an Wichtigkeit dazugewonnen (1,2).

Die Ergebnisse der aktuellen Befragung belegen für Deutschland positive Entwicklungen: So werden mehr Therapieentscheidungen aufgrund der Ergebnisse von Mutationstests getroffen (1). Zudem unterscheidet schon die Hälfte der Ärzte zwischen den einzelnen, zur Verfügung stehenden, zielgerichteten Therapieoptionen (1).
Boehringer Ingelheim
Literatur:
(1) Kim E, Peters M, Tischer B, Hirsh V. Physician Patterns of Care in Patients with EGFR Mutation+ NSCLC: An International Survey into Testing and Treatment Choice. Poster #P3.02b-023 presented at the World Conference on Lung Cancer (WCLC) 2016 in Vienna, Austria, 4-7 December 2016.
(2) Spicer J, Tischer B, Peters M. EGFR Mutation Testing and Oncologist Treatment Choice in Advanced NSCLC: Global Trends and Differences. Presented at ELCC 2015, abstract number LBA2_PR.
 
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