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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. November 2012

Antiemese mit Palonosetron schützt Mammakarzinompatientinnen unter AC-basierter Chemotherapie besonders gut

Die Chemotherapie mit Anthrazyklinen (A) und Cyclophosphamid (C) stellt bei Patientinnen mit Mammakarzinom eine besondere Risikokonstellation für das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen dar. Daher räumen alle modernen antiemetischen Leitlinien der AC-haltigen Chemotherapie eine Sonderstellung ein. Obwohl Anthrazykline und Cyclophosphamid in Monotherapie als moderat emetogen klassifiziert werden, gelten sie in Kombination und besonders bei jüngeren Frauen als hochemetogen und erfordern daher eine antiemetische Prophylaxe mit einer Dreifachkombination bestehend aus 5-HT3-Rezeptorantagonist,  NK1-Rezeptorantagonist und dem Glukokortikoid Dexamethason. Deutsche Gynäko-Onkologen machen in der Praxis sehr gute Erfahrungen mit Palonosetron als 5-HT3-Rezeptorantagonist innerhalb dieser antiemetischen Dreifachprophylaxe. Dies sind die Ergebnisse einer Erhebung in 41 gynäko-onkologischen Praxen in Deutschland, die Dr. Jörg Schilling, Berlin, kürzlich international und national (1,2,3) vorgestellt hat. 

Diese Erhebung des Berufsverbandes niedergelassener gynäkologischer Onkologen (BNGO) in 41 gynäko-onkologischen Praxen in Deutschland untersuchte im Zeitraum November 2007 bis Januar 2012 die Wirksamkeit einer antiemetischen Prophylaxe unter Einschluss von Palonosetron als 5-HT3-Rezeptorantagonist bei 1.299 Mammakarzinompatientinnen nach mindestens vier Zyklen einer AC-haltigen Chemotherapie. Das mediane Alter der Patientinnen lag bei 55 Jahren.

Palonosetron wurde zuerst entsprechend der Zulassung als Monotherapie, im späteren Zeitverlauf in einer Zweierkombination (Palonosetron plus Dexamethason) und in jüngster Zeit häufig auch in einer Dreifachkombination (Palonosetron plus Dexamethason plus Aprepitant) verabreicht. Ein Patienten-Tagebuch erfasste Stärke, Häufigkeit, Dauer und Beginn von Übelkeit (Ü) und Erbrechen (E). Die Effektivitätskriterien waren: Komplette Kontrolle (CC: kein Erbrechen, keine Reservemedikation, milde Übelkeit); komplettes Ansprechen (CR: kein Erbrechen und keine Reservemedikation) und Reservemedikation. Die Daten zur Palonosetron-Monotherapie oder die Gabe von zusätzlichen Medikamenten wurden in die Wirksamkeitsanalyse nicht eingeschlossen, da dieses Vorgehen nicht den aktuellen Leitlinienempfehlungen entspricht.

Daher wurden in die Effektivitätsauswertung insgesamt 489 Patientinnen eingeschlossen. 189 (15%) Patientinnen erhielten Palonosetron (P) in Kombination mit Dexamethason (P-Dex), 300 Patientinnen (23%) erhielten Palonosetron als Teil einer Dreifachkombination mit NK1-Rezeptorantagonist (N) plus Dexamethason (PNDex).

Die Auswertung der Gesamtwirksamkeit über 5 Tage nach 4 Chemotherapiezyklen ergab eine CC-Rate von 63,3% und eine CR-Rate von 73,7%. Nur 15,6% der Patientinnen benötigten eine Reservemedikation. In der Gruppe mit der Zweierkombination PDex betrug die CC-Rate 48,7%, die CR-Rate  69,8%. In der Gruppe mit der Dreierkombination PNDex lag die CC-Rate bei 76,3%, die CR-Rate bei 83,3%.

Tabelle 1: Wirksamkeit der antiemetischen Prophylaxe mit
Palonosetron

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Prophylaxe der schwer zu kontrollierenden verzögerten Übelkeit an den Tagen 2-5 nach der Chemotherapie war sehr effektiv. Insgesamt hatten 56,1% der Patientinnen gar keine Übelkeit, bei 15% war die Übelkeit mild ausgeprägt, nur 3% der Patientinnen litten unter starker Übelkeit.

Abbildung 1:  Palonosetron kontrolliert auch effektiv die Übelkeit



 

 

 

 

 

 

 

Fazit

Die Dreifachprophylaxe mit Palonosetron bietet einen sehr wirksamen und langfristigen Schutz vor Chemotherapie-induzierter Übelkeit und Erbrechen bei AC-haltiger Chemotherapie.

Literaturhinweise:
(1) ASCO Annual Meeting Chicago Mai/ Juni 2012
J Clin Oncol 30, 2012 (suppl; abstr e19540)

(2) MASCC/ISOO Annual Symposium Juni 2012 in New York
Support Care Cancer (2012) 20 (Suppl 1):S1-S283 (Abstract No. 947)
DOI 10.1007/s00520-012-1479-7

 (3) Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie
Senologie 2012;9:A1-A54 (Abstr 138)
Poster Download (pdf)

Quelle: Riemser
 
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