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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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20. Juli 2015

Angiogenese-Hemmer Bevacizumab seit 10 Jahren zugelassen/ Indikationserweiterung zur Behandlung des Zervixkarzinoms seit März

Der erste antiangiogen wirksame Antikörper Bevacizumab feiert seinen 10. Geburtstag. Erstmals für Patienten mit fortgeschrittenem Kolorektalkarzinom zugelassen, folgten die Indikationen Mamma-, Ovarial, nicht-kleinzelliges Bronchial- und Nierenzellkarzinom. Seit kurzem ist der VEGF-Antikörper auch für die Therapie des fortgeschrittenen Zervixkarzinoms verfügbar.

„Die zielgerichtete Hemmung des Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) führte nach Jahren des Stillstands zu einem Fortschritt in der Behandlung des Ovarial- und Zervixkarzinoms“, sagte Prof. Matthias W. Beckmann, Erlangen. Seit März 2015 ist der monoklonale Antikörper Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Paclitaxel und Cisplatin oder mit Topotecan zur Behandlung von Frauen mit persistierendem, rezidivierendem oder metastasiertem Zervixkarzinom zugelassen. „Es besteht hoher medizinischer Handlungsbedarf beim fortgeschrittenen Zervixkarzinom, denn das Ansprechen auf die Chemotherapie ist meist kurz und verlängert das Überleben oft nur um 6 bis 8 Monate“, so Beckmann.

Während die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland mit 4700 Betroffenen jährlich eher gering sei, trete das Zervixkarzinom weltweit häufig auf und sei vor allem in Afrika oft mit HIV-Infektionen vergesellschaftet. Es betreffe überwiegend junge Frauen - mehr als die Hälfte von ihnen seien zwischen dem 20. und 45. Lebensjahr. Zudem sei die Prognose recht ungünstig, wenn es erst im fortgeschrittenden Stadium (FIGO IV) erkannt werde: „Nur eine von fünf Patientinnen lebt fünf Jahre nach der Diagnose noch“, erklärte Beckmann.

Die EU-Zulassung für die neue Indikation stützt sich auf die Ergebnisse der Studie GOG-0240, an der 452 Frauen teilnahmen. Die Patientinnen überlebten mit dem Bevacizumab-Regime im Median 3,7 Monate länger als unter alleiniger Chemotherapie (17 vs 13,3 Monate). „Dieser Zeitgewinn ist die größte Steigerung beim Zervixkarzinom in den letzten 10 Jahren“, kommentierte Beckmann. Bei vorbestrahlten Patientinnen bestehe unter der Therapie ein höheres Risiko einer Fistelbildung, allerdings sei dies in der Regel kein Grund für einen Therapieabbruch. Frauen mit Plattenepithel-Karzinomen profitierten am meisten von der zusätzlichen Bevacizumab-Gabe.

Beckmann glaubt, dass bald nicht mehr die Lokalisation des Tumors, sondern der genetische Subtyp die Therapie vorgebe: „Künftig werden wir das genetische Profil eines Tumors behandeln, das sich in Eierstock, Mamma, Zervix, Colon oder Lunge manifestiert und für die Therapie den besten Ansprechpartner im Wirkprinzip wählen.“

Susanne Pickl
Quelle: Pressegespräch der Roche Pharma AG „Gestern- heute - morgen: 10 Jahre Therapie mit Avastin“ am 22. Mai 2015 in Berlin
Literatur:

Tewari K et al., N Eng J Med 2014; 370:734-743;
Tewari K et al., J Clin Oncol 2013; 31(suppl): Abstract 3

 
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