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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. März 2013

Aktuelle Interimsanalyse der COU-AA-302-Studie: klinische Vorteile durch Abirateron in allen primären und sekundären Endpunkten

Für die neue Indikation von Abirateronacetat (Zytiga®) - die Behandlung in Kombination mit Prednison/Prednisolon von nicht oder mild symptomatischen Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), bei denen nach Versagen der Androgenentzugstherapie eine Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist (1) - wurden auf dem diesjährigen Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) aktuelle Daten vorgestellt (2). Die Indikationserweiterung basiert auf der Phase-III-Studie COU-AA-302, die auf Empfehlung eines unabhängigen Datamonitoring-Komitees nach der zweiten Interimsanalyse bei Vorliegen von 43% der Gesamtüberlebensereignisse entblindet worden war (3,4).

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Auf dem ASCO GU präsentierten Rathkopf et al. die dritte Interimsanalyse des Gesamtüberlebens, das neben dem radiologisch progressionsfreien Überleben (rPFS) der zweite koprimäre Endpunkt der Studie war. Diese Analyse hatten die Autoren bei Vorliegen von 55% der Gesamtüberlebensereignisse geplant und nach im Median 27,1 Monaten vorgenommen (2).

In der Studie COU-AA-302 waren 1.088 asymptomatische oder mild symptomatische Patienten mit progredientem mCRPC vor Chemotherapie mit Abirateronacetat oder Placebo behandelt worden - je plus Prednison (Abirateron vs. Placebo). Zum Zeitpunkt der dritten Interimsanalyse lag das mediane Gesamtüberleben bei 35,3 (Abirateron) vs. 30,1 (Placebo) Monaten (Hazard Ratio 0,79, p=0,0151). Das relative Risiko zu versterben reduzierte sich demnach um 21%. Es zeigte sich ein starker Trend für eine Überlegenheit gegenüber Placebo, der Unterschied verfehlte jedoch das präspezifizierte Signifikanzniveau (2). Ein Grund könnte der Unterschied bei Zweitlinientherapien wie Docetaxel sein, die in der Studie zulässig waren und 60% der Placebo-, jedoch nur 44% der Abirateron-Patienten erhielten (4).

Darüber hinaus bestätigte die aktuelle Auswertung erneut die signifikante Überlegenheit von Abirateron gegenüber Placebo bei dem anderen koprimären und allen sekundären Endpunkten. So lag das mediane rPFS bei 16,5 vs. 8,3 Monaten, so dass Abirateron das relative Risiko für eine radiologische Progression signifikant um 47% reduzierte (HR 0,53, p<0,0001). Zudem zögerte Abirateron die mediane Zeit bis zum Opiateinsatz aufgrund krebsbedingter Schmerzen (nicht erreicht vs. 23,7 Monate, HR 0,71, p=0,0002), bis zum Beginn der Chemotherapie (26,5 vs. 16,8 Monate, HR 0,61, p<0,0001), bis zur Verschlechterung des ECOG-Performance-Status (12,3 vs. 10,9 Monate, HR 0,83, p=0,0052) und bis zur Progression des PSA-Wertes (11,1 vs. 5,6 Monate, HR 0,5, p<0,0001) signifikant hinaus. Das Sicherheitsprofil blieb nach Angaben der Forscher trotz der längeren Behandlungsdauer günstig (2). In der aktuellen US-amerikanischen NCCN-Leitlinie wird Abirateronacetat bereits als Erstlinienoption beim mCRPC genannt (5).

Über die Studie COU-AA-302

In der Phase-III-Studie COU-AA-302 waren asymptomatische oder mild symptomatische Patienten mit progredientem mCRPC vor Chemotherapie im Verhältnis 1:1 mit Abirateronacetat (einmal täglich 1.000 mg) plus Prednison (zweimal täglich 5 mg) oder Placebo plus Prednison behandelt worden (Abirateron vs. Placebo). Beim Gesamtüberleben zeigte sich ein starker Trend für eine Überlegenheit von Abirateron gegenüber Placebo. Beim radiologisch progressionsfreien Überleben, dem bestätigten PSA-Ansprechen, dem objektiven Ansprechen nach den RECIST-Kriterien und allen sekundären Endpunkten war Abirateron ebenfalls signifikant überlegen. Darüber hinaus zögerte Abirateron signifikant die Zunahme des Schmerzes und die Verschlechterung der Funktionalität hinaus (4). Sicherheit und Verträglichkeit stimmten mit der Erstzulassungsstudie COU-AA-301 von Abirateron zum Einsatz beim mCRPC nach Chemotherapie überein - es gab keine Hinweise auf neue Sicherheitsprobleme. Erneut standen aus dem Wirkmechanismus resultierende mineralkortikoide Nebenwirkungen im Vordergrund wie Flüssigkeitsretention, Hypokaliämie und Hypertonie (4,6).

Literaturhinweise:
(1) Aktuelle Fachinformation Zytiga®
(2) Rathkopf DE, et al. Updated interim analysis (IA) of COU-AA-302, a randomized phase III study of abiraterone acetate (AA) in patients (pts) with metastatic castration-resistant prostate cancer (mCRPC) without prior chemotherapy. J Clin Oncol 2013;31(Suppl 6): Abstract 5
(3) Ryan CJ, et al. Interim Analysis Results of COU-AA-302, a Randomized, Phase 3 Study of Abiraterone Acetate (AA) in Chemotherapy-Naïve Patients With Metastatic Castration-Resistant Prostate Cancer (mCRPC). J Clin Oncol. 2012;30(Suppl): Abstract LBA4518 (Oral Presentation)
(4) Ryan CJ, et al. Abiraterone in metastatic prostate cancer without previous chemotherapy. N Engl J Med. 2013;368(2):138-48
(5) NCCN Guidelines®, Version I.2013: www.nccn.org/professionals/physician_gls/pdf/prostate.pdf, Zugriff am 10.1.2013
(6) Fizazi K, et al. Abiraterone acetate for treatment of metastatic castration-resistant prostate cancer: final overall survival analysis of the COU-AA-301 randomised, double-blind, placebo-controlled phase 3 study. Lancet Oncol. 2012;13:983-92

Quelle: Janssen-Cilag
 
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