Mittwoch, 20. Juni 2018
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren
Kasuistiken


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
28. Februar 2018 Seite 1/2

Aktuelle Highlights aus der klinischen Forschung

In Deutschland stehen aktuell 67 laufende – davon 41* offene – von Novartis Oncology unterstützte interventionelle klinische Studien zur Rekrutierung offen (1-3). In der Onkologie laufen vielfältige klinische Forschungsaktivitäten; die Hauptpfeiler bilden dabei zielgerichtete und immunonkologische Therapieansätze (2,3). Im Jahr 2017 nahmen deutschlandweit 2.488 Menschen** an derzeit noch laufenden oder bis Jahresende abgeschlossenen klinischen Studien von Novartis Oncology teil (2). Wie Dr. Ulrike Haus, Medical Director Oncology, Novartis Pharma GmbH, anlässlich des 33. Deutschen Krebskongresses (DKK) berichtete, umfasst das onkologische Studienprogramm in Deutschland aktuell 67 laufende interventionelle Studien (2)***. Dabei werden 29 Substanzen bei einer Vielzahl von soliden Tumoren und hämatologisch-onkologischen Erkrankungen klinisch geprüft.
Anzeige:
Fachinformation
 
Innovative CAR#-T-Zell-Therapie mit CTL019 (Tisagenlecleucel)

Laut Dr. Henrike Reinhard, Medical Advisor Hematology & Translational Oncology, Novartis Pharma GmbH, handelt es sich bei CTL019 (Tisagenlecleucel) um die erste von der US-amerikanischen Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) zugelassene CAR-T-Zell-Therapie zur Anwendung bei Patienten im Alter von 3 bis 25 Jahren mit akuter lymphatischer B-Zell Leukämie (B-Zell ALL), die behandlungsrefraktär ist oder sich im zweiten oder späteren Rezidiv befindet. Hierbei werden patienteneigene T-Zellen gentechnisch so modifiziert, dass sie Krebszellen mittels eines chimären Antigen-Rezeptors (CAR) zielgerichtet bekämpfen können (4).

In der aktuellen Auswertung der ELIANA##-Studie sind 92 pädiatrische und junge erwachsene Patienten mit rezidivierter oder refraktärer B-Zell ALL eingeschlossen (5). Davon erhielten 75 Patienten eine CTL019-Infusion (5). Die mediane Dauer von der Infusion bis zum Datenschnitt lag bei 13,1 Monaten (5). In der Wirksamkeits-Analyse zeigte sich eine Gesamtremissionsrate von 81% (95%-Konfidenzintervall (KI): 71-89; p < 0,001), mit einer kompletten Ansprechrate (Complete Response (CR)) von 60% sowie einer CR mit inkompletter Regeneration der Blutbildung (CRi) von 21% (5). Die Gesamtüberlebensrate lag zum Zeitpunkt 6 Monate bei 90%, zum Zeitpunkt 12 Monate bei 76% (5).

In der JULIET###-Studie werden Wirksamkeit und Sicherheit von CTL019 bei erwachsenen Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem (r/r) diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) untersucht. Die neuesten Daten zeigen ein anhaltendes Ansprechen mit einer Gesamtansprechrate (ORR) von 53,1% (95%-KI: 42-64; p < 0,0001) bei 81 behandelten Patienten: 39,5% erreichten eine CR und 13,6% eine partielle Remission (PR) bei mindestens dreimonatiger Beobachtungsdauer oder vorherigem Therapieende. Die rezidivfreie Überlebensrate zum Zeitpunkt 6 Monate nach dem ersten Ansprechen betrug 73,5% (95%-KI: 52-87). 6 Monate nach Infusion hielten von 46 auswertbaren Patienten 37% ihr Ansprechen, darunter 30% eine CR (6).

Daten der JULIET-Studie gingen in Zulassungsanträge ein, die im November 2017 in den USA und der EU für CTL019 zur Anwendung bei r/r DLBC eingereicht wurden. In den USA leitete die FDA dazu ebenso ein beschleunigtes Zulassungsverfahren ein wie die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA). Die Anträge in der EU umfassen die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen mit akuter lymphatischer Leukämie; ferner die Therapie von Erwachsenen mit r/r DLBCL, die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht in Frage kommen.

REACH-Studienprogramm: Ruxolitinib als neue Therapieoption bei Graft-versus-Host-Disease (GvHD)

Das kurative Potenzial der allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation (HSCT) wird durch das Risiko einer akuten oder chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHDS) eingeschränkt. Trotz präventiver immunsuppressiver Therapie kommt es in 20-80% der Fälle zu einer akuten GvHD (aGvHD) (7), 30-70% entwickeln eine chronische GvHD (cGvHD) (8). Diese Patienten haben eine erhöhte Morbidität und ein hohes Sterblichkeitsrisiko (7). Abhängig vom Schweregrad spricht nur maximal die Hälfte der Patienten dauerhaft auf eine hoch dosierte systemische Glukokortikoid-Therapie an (8). Für Patienten mit Steroid-refraktärer (SR-)GvHD steht bisher keine weitere zugelassene Zweitlinienbehandlung zur Verfügung, wie Dr. Kathrin Meinhardt, Medical Advisor Hematology, Novartis Pharma GmbH, erläuterte. Präklinische Studiendaten weisen auf potente anti-inflammatorische Eigenschaften des selektiven JAK(Janus-Kinase)1/JAK2-Inhibitors Ruxolitinib bei aGvHD und cGvHD hin (9).

In einer retrospektiven Datenanalyse zeigten sich erste Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit: Hier konnte bei 54 Patienten mit SR-aGvHD Grad III oder IV durch Gabe von Ruxolitinib zusätzlich zur Immunsuppressionstherapie eine ORR von 81,5% erreicht werden. Bei 41 Patienten mit moderater bis schwerer SR-cGvHD betrug die ORR 85,4% (7).

Diese Ergebnisse sollen in den prospektiven Phase-III-Studien REACH2 und REACH3 validiert werden. REACH2 (NCT02913261) untersucht die Wirksamkeit von Ruxolitinib gegenüber der besten verfügbaren Therapie bei Patienten mit Steroid-refraktärer aGvHD Grad II-IV. REACH3 (NCT03112603) vergleicht die Wirksamkeit von Ruxolitinib mit der besten verfügbaren Therapie bei Patienten mit moderater bis schwerer SR-cGvHD (1,3). Die Rekrutierung startete 2017 und soll bis März bzw. Juli 2019 abgeschlossen sein.

Ribociclib in der Erstlinientherapie des HR+/HER2-neg. Mammakarzinoms

Eine Überaktivität der Cyclin-abhängigen Kinase (CDK) gilt als mögliche Ursache für endokrine Resistenz und bedeutet eine große Herausforderung in der Behandlung des Hormonrezeptor-positiven (HR+), HER2-negativen fortgeschrittenen Mammakarzinoms (10,11). Wie Dr. Jörg Schubert, Medical Advisor Oncology, Novartis Pharma GmbH, erläuterte, zeigte der Cyclin-abhängige Kinase-Inhibitor (CDKi) Ribociclib Aktivität gegenüber CDK4/6-abhängigen Tumoren (12).

Im Rahmen des umfangreichen Phase-III-Studienprogramms MONALEESA$ wird Ribociclib in unterschiedlichen therapeutischen Kombinationen bei einem breiten Spektrum von Patienten untersucht, darunter ein relativ hoher Anteil aus Deutschland. Als erster CDK4/6-Inhibitor wurde Ribocliclib in einer globalen Phase-III-Studie geprüft, in der ausschließlich prämenopausale Frauen mit fortgeschrittenem HR+/HER2­ Mammakarzinom eingeschlossen waren.
In der randomisierten, doppelblinden Studie MONALEESA-7 wurde Ribociclib in Kombination mit oralen Hormontherapien (Tamoxifen oder einem Aromataseinhibitor) und Goserelin mit endokriner Therapie und Goserelin verglichen. Eingeschlossen waren 572 prämenopausale Patientinnen. Der primäre Endpunkt des progressionsfreien Überlebens (PFS) wurde erreicht: Ribociclib in Kombination mit einer oralen endokrinen Substanz bewirkte ein signifikant längeres medianes PFS von etwa 2 Jahren gegenüber der alleinigen endokrinen Therapie (medianes PFS 23,8 vs. 13,0 Monate) (13). MONALEESA-7 ist die einzige Phase-III-Studie, die die Therapie eines CDK4/6-Inhibitors in Kombination mit Tamoxifen untersucht. In dieser Kombination zeigte sie die Sicherheit und Wirksamkeit von Ribociclib bei fortgeschrittenem Mammakarzinom (medianes PFS von 22,1 vs. 11,0 Monaten; Hazard Ratio (HR)=0,585; 95 %-KI: 0,387-0,884). In Kombination mit einem Aromataseinhibitor bewirkte Ribociclib ein um 14 Monate längeres PFS als ein Aromataseinhibitor alleine (medianes PFS von 27,5 vs. 13,8 Monaten; HR=0,569; 95 %-KI: 0,436-0,743). Der Zeitraum von Therapiestart bis zur Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL) war unter Ribociclib länger als unter einer alleinigen endokrinen Therapie. Frauen, die Ribociclib einnahmen, zeigten eine klinisch bedeutsame, anhaltende Besserung der Schmerzen bereits in Woche 8 (13).
 
Vorherige Seite
1 2
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CML
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Fachgesellschaften
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
Betroffenenrechte
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2018