Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
11. Mai 2016

Aktuelle Fassung der Tumorklassifikation des Urogenitaltraktes und des zentralen Nervensystems

Derzeit sind über 1.000 verschiedene Krebserkrankungen bekannt, die sich hinsichtlich der Therapien und Überlebenschancen voneinander unterscheiden. Einen international anerkannten Standard zur richtigen Einordnung von Krebserkrankungen stellt die Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dar, die nach den verschiedenen von den Krebserkrankungen betroffenen Organsystemen unterteilt ist. An der aktuellen Fassung dieser „Bibel“ für die Tumorklassifikation des Urogenitaltraktes und des zentralen Nervensystems waren vier Pathologen der Universität Bonn beteiligt. Sie haben dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.
Anzeige:
 
 
Vom Institut für Pathologie der Universität Bonn war Prof. Dr. Glen Kristiansen und vom Institut für Neuropathologie waren Prof. Dr. Torsten Pietsch, Prof. Dr. Albert Becker und Dr. Marco Gessi an der aktuellen Neufassung von insgesamt 14 Kapiteln der WHO-Klassifikationen für Tumoren des Urogenitaltraktes und des zentralen Nervensystems maßgeblich beteiligt. „Wir sehen es als große Ehre, dabei mitgewirkt haben zu dürfen“, sagt Prof. Pietsch. Die Beteiligung an der Überarbeitung von WHO-Klassifikationen spiegele die hohe internationale Sichtbarkeit beider Institute und ihrer Mitarbeiter wider.

„Die exakte neuropathologische Klassifikation von Tumoren ist eine sehr wichtige Grundlage für die Wahl der richtigen Therapie“, erklärt Prof. Dr. Becker. Außerdem sei die weltweit gültige Tumorsystematik der WHO eine wichtige Voraussetzung für einen Überblick über Studien zur Therapieoptimierung. „Nur wenn die Teilnehmer solcher Studien am gleichen Tumor erkrankt sind, lassen sich die Ergebnisse neuer Behandlungsansätze in verschiedenen Ländern miteinander vergleichen und die vielversprechendsten auswählen“, ergänzt Dr. Gessi.

Klassifikation berücksichtigt neueste wissenschaftliche Ergebnisse

Die WHO-Klassifikation, die es für verschiedene Organsysteme gibt, wird von den beteiligten Wissenschaftlern auf der Grundlage von krankhaften Veränderungen des Gewebes, molekulargenetischen und zellbiologischen Eigenschaften der Tumoren erarbeitet. Die letzten Tumor-Klassifikationen der Weltgesundheitsorganisation für das Zentralnervensystem und den Urogenitaltrakt stammen aus dem Jahr 2004 und wurden jetzt sorgfältig von dem Expertengremium überarbeitet. „Neueste Ergebnisse der Wissenschaft sind in die aktuelle Klassifikation eingeflossen“, sagt Prof. Dr. Glen Kristiansen, Direktor des Instituts für Pathologie der Universität Bonn. Die Abteilungen des Zentrums für Pathologie des Universitätsklinikums Bonn ermöglichen eine hochmoderne Diagnostik von Krebserkrankungen. Dabei kommen jeweils die neuesten Methoden zum Einsatz.

Das Institut für Neuropathologie beheimatet seit 1994 das Hirntumor-Referenzzentrum, das seit 2004 von Prof. Pietsch geleitet wird. In den vergangenen Jahren wurden in diesem Referenzzentrum mehr als 50.000 Gehirntumoren begutachtet. Das Zentrum engagiert sich bei wissenschaftlichen Studien und in der Weiterbildung von Ärzten.

Das Institut für Pathologie, nun seit fünf Jahren unter der Leitung von Prof. Kristiansen, ist als Referenz- und Konsultationszentrum für urologische Pathologie deutschlandweit tätig. Prof. Kristiansen arbeitet im Vorstand der Internationalen Gesellschaft für Urologische Pathologie (ISUP) mit und ist zum Vorsitzenden des Europäischen Netzwerkes für Urologische Pathologie (ENUP) gewählt worden.
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Literatur:
WHO Classification of Tumours of the Central Nervous System. Louis DN, Ohgaki H, Cavenee WK, Ellison DW, Figarella-Branger D, Perry A, Reifenberger G, von Deimling A (eds.) IACR Lyon, 2016
ISBN-13: 978-92-832-4492-9

WHO Classification of Tumours of the Urinary System and Male Genital Organs. Moch H, Humphrey PA, Ulbright TM, Reuter VE (eds.) IARC Lyon, 2016
ISBN-13: 978-92-832-2437-2
 
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs