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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. Mai 2017 Seite 1/2

Aktuelle Entwicklungen in der Therapie des RCC

Die Weiterbildungsinitiative Nierenzellkarzinom im Dialog (NiD) hat zum Ziel, Ärzte in der Behandlung des RCC zu unterstützen. In verschiedenen Workstreams erarbeiten Experten verschiedener Fachgesellschaften gemeinsam und auf Basis der Leitlinien-Empfehlungen für die Therapie. Bei einer Presseveranstaltung in Frankfurt stellten vier Experten des NiD nun Inhalte und Empfehlungen aus den Workstreams „Nachsorge“, „Wirksamkeit“ und „Therapiemanagement“ vor. Immer im Fokus stand dabei der praxisnahe Einsatz der Empfehlungen: Ein hilfreiches Tool für Ärzte kann etwa die von NiD entwickelte App Nierenzellkarzinom Transparent sein.
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„Die App Nierenzellkarzinom Transparent soll unsere Empfehlungen zur RCC-Therapie schnell in der Kitteltasche greifbar machen und so als Wegweiser im Praxisalltag fungieren“, erläuterte Dr. Friedrich Overkamp, OncoConsult.Hamburg GmbH. Das Tool ist produktneutral und seit Anfang 2016 kostenlos verfügbar. Es stellt kompakt das komplexe Wissen aus fünf nationalen und internationalen Leitlinien zur Behandlung des Nierenzellkarzinoms, kombiniert mit den Empfehlungen aus NiD zusammen und bietet so schnellen Zugriff auf Informationen, die für Ärzte, die RCC-Patienten behandeln, von hoher Relevanz sind.

Regelmäßige postoperative Kontrollen zur frühzeitigen Detektion von Metastasen

„Postoperative Nachsorge ist ein wesentlicher Punkt der RCC-Therapie“, führte Prof. Dr. Axel Hegele, Universitätsklinikum Gießen und Marburg, fort. So ergab die Publikation von Daten der Danish Renal Cancer Group, dass bei ca. 29% der in der Datenbank erfassten RCC-Patienten postoperativ Metastasen auftraten (6) „Dies macht die Nachsorge zu einem klinisch hochrelevanten Thema“, so Hegele weiter. Zu den Zielen der Nachsorge gehörten Detektion von Lokalrezidiven nach (nierenerhaltender) Chirurgie bzw. ablativen Techniken, von Rezidiven in der kontralateralen Niere sowie von Fernmetastasen. „Außerdem beurteilen wir die Nierenfunktion und erfassen Komplikationen der Primärtherapie“, erläuterte Hegele. Den Leitlinien entsprechend sollte die Nachsorge risikoadaptiert erfolgen: Je nach niedrigem, mittlerem oder hohem Risiko sollten klinische Untersuchungen, Laborwertkontrollen, Abdomen-Sonografien sowie CTs von Thorax bzw. Abdomen zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden.

Behandlung des metastasierten RCC

Zeigt sich postoperativ eine Metastasierung, stellt sich die Frage nach der indizierten Therapie. „Die Beantwortung dieser Frage ist in den letzten Jahren immer komplizierter geworden“, erläuterte Prof. Dr. Edwin Herrmann, Universitätsklinikum Münster. „Neuzulassungen und Indikationserweiterungen sowohl bei zielgerichteten als auch immunonkologischen Therapien haben das Armamentarium beim mRCC deutlich erweitert“ (3,4,7). Dies kann Patienten durch Verbesserungen etwa beim PFSD Benefits bringen (5). Und auch hier ist die App auf dem aktuellen Stand, was die Empfehlungen für die zugelassenen Substanzen angeht, sowohl in der Firstline- als auch in der Second- und Thirdline-Behandlung. So kann sie bei der Orientierung hinsichtlich Therapieentscheidung unterstützen. Eine von Leitlinien empfohlene Option in der Erstlinienbehandlung des mRCC ist etwa Pazopanib (1,2,3,4,5).

Therapiemanagement – Wichtiger Adhärenzfaktor

„Ein wesentlicher Faktor bei der Therapie ist die Adhärenz“, nahm Prof. Dr. Axel Merseburger, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, den Faden auf. Vor diesem Hintergrund widme sich bei NiD auch ein eigener Workstream diesem Thema. Denn: „Die Adhärenz bei einer Firstline-mRCC-Therapie liegt nach 120-180 Tagen nur bei etwa 50% (8)“, so Merseburger, „daher spielt das Therapiemanagement auch in der App eine wichtige Rolle“. So fasst das Tool die häufigsten Nebenwirkungen der verfügbaren Therapien sowie deren Management ebenso wie Kontraindikationen zusammen und gibt Empfehlungen zur Adhärenz. Hilfreich sind in der App beim Therapiemanagement auch fiktive Kasuistiken: „Beispielsweise haben wir den Fall eines Firstline-Patienten integriert. Nach Gabe von Pazopanib entwickelte er eine Diarrhö, eine Nebenwirkung, die wir zum Glück in der Regel gut managen können“, so Merseburger. Dazu gehöre etwa eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr in Kombination mit leicht salziger Schonkost. Nach Rücksprache mit dem Arzt könne auch eine Therapie mit Antidiarrhoika erfolgen. Die App verlinkt in der Kasuistik direkt zu entsprechenden Empfehlungen.
 
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