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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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17. September 2014

Aktuelle Daten zu Sicherheit und Wirksamkeit von Vermurafenib bei BRAF600-mutiertem fortgeschrittenen Melanom

Vermurafenib ist sicher und wirksam, auch bei Patienten mit schlechter Prognose sowie bei Patienten mit symptomatischen, vortherapierten Hirnmetastasen. Dies zeigen die aktuellen Daten der Sicherheitsstudie MO25515 mit Vemurafenib bei Melanom-Patienten im Stadium IIIC und 4 sowie die BrainMets-Studie MO25743 mit Vemurafenib bei Melanom-Patienten mit Hirnmetastasen, die Dr. Michael Fluck aus Münster-Hornheide vorstellte.

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Die Sicherheitsstudie MO25515 ist eine offene multizentrische Studie in 44 Ländern und mit 3.226 Patienten die größte Studie zur systemischen Melanomtherapie. Allein in 40 deutschen Melanom-Zentren wurden fast 400 Patienten rekrutiert.  Studienziele sind Sicherheit und Tolerabilität von Vemurafenib bei unvorbehandelten oder vorbehandelten Melanom-Patienten im Stadium III C oder IV mit nachgewiesener BRAFV600-Mutation sowie die Effektivität von Vemurafenib (ORR nach RECIST 1.1 durch den Untersucher, PFS und OS). Ein Ausschlusskriterium waren symptomatische ZNS-Metastasen (asymptomatische, voroperierte oder vorbestrahlte Metastasen waren kein Ausschluss-Kriterium). 23% der Patienten hatten asymptomatische Hirnmetastasen. Ein hoher Anteil der Patienten in dieser Studie wies eine schlechte Prognose auf: Ein Drittel aller Patienten in der Studie hatte einen ECOG PS ≥ 2 und/oder Hirnmetastasen.

Das Sicherheitsprofil war im "Real World-Setting" gleichbleibend, verglichen mit den Vorläuferstudien BRIM-2 und BRIM-3. 87% der Patienten wiesen Therapie-bedingte Nebenwirkungen auf, und dies in einer Verteilung wie in den Zulassungsstudien, sagte Fluck. 46% der Patienten hatten Nebenwirkungen der Schweregrade 3 und 4. Die 5 häufigsten Grad 3/4-Nebenwirkungen waren: Plattenepithelkarzinome (12%), Rash (5%), Leberfunktionsstörungen (5%) sowie Arthralgien und Fatigue mit jeweils 3%. Damit waren in der Sicherheitsstudie weniger Plattenepithelkarzinome als in den Zulassungsstudien aufgetreten (BRIM-2: 26%; BRIM-3: 30%). Die Rate an Zweitmalignomen war insgesamt gering (BCC 1%, Melanome 1%, andere Malignome 0,3% (10 Fälle).

Das mediane Gesamtüberleben (OS) betrug 12 Monate (ECOG PS 0-1: 14,2 Monate; ECOG PS ≥ 2: 4,9 Monate), das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) 5,6 Monate (ECOG PS 0-1: 6 Monate; ECOG PS ≥ 2: 3,5 Monate). Ein prognostischer Faktor für das PFS und OS war das LDH, Patienten mit LDH im Normbereich hatten ein längeres PFS und OS (PFS 7,6 vs. 3,8 Monate; OS 21,6 vs. 7,8 Monate). Patienten ohne Hirnmetastasen hatten ebenfalls ein längeres PFS und OS (PFS 6,2 vs. 3,8 Monate; OS 15,5 vs. 7,7 Monate). 79% brachen die Therapie wegen Progression ab, 23% bekamen eine Folgetherapie (7% Ipilimumab, 3% Dacarbazin, 2% Temozolomid).

BrainMets-Studie (MO25743)

Vemurafenib ist auch wirksam bei Patienten mit symptomatischen, vortherapierten Hirnmetastasen, wie sich in der Studie MO25743 zeigte. Relevante Einschlusskriterien waren hier Hirnmetastasen ≥ 5 mm im Kontrast-MRT, asymptomatische oder symptomatische Hirnmetastasen. Leptomenigeale Metastasen waren in Kohorte 1 ein Ausschluss-Kriterium, in Kohorte 2 erlaubt.  In Kohorte 1 (n=90) waren nicht vortherapierte, in Kohorte 2 (n=56) vortherapierte Patienten eingeschlossen.

Studienziele waren die Effektivität von Vemurafenib (BORR=best overall response rate (CR, PR, SD) im ZNS nach RECIST 1.1 durch ein IRC (independent review committee) bei Patienten mit unbehandelten oder vorbehandelten Hirnmetastasen, Sicherheit und Tolerabilität, duration of respponse (DOR), PFS und OS, QoL festgestellt durch ein IRC. In Kohorte 1 gab es laut IRC / Prüfkommission 16 (18%) Responder, in Kohorte 2 11(20%). Diese Anzahl der Responder war vergleichbar mit der in der BREAK-MB-Studie mit Dabrafenib. Die intrakranielle DCR (disease control rate) betrug 61 und 59%, das PFS 3,7 und 4,0 Monate und das OS 6,4 und 6,1 Monate mit Vemurafenib. as
 

Quelle: ADO
 
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