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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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30. Oktober 2012

"Aktion Rückenwind" für Lungenkrebspatienten und Angehörige

Die Diagnose Lungenkrebs wirft viele Fragen auf: Warum ich? Wie geht es weiter? Die „Aktion Rückenwind“ möchte Betroffenen und ihren Angehörigen als Mit-Betroffene Antworten und Unterstützung in dieser schwierigen Situation geben. Im Rahmen der Informationsveranstaltung am Donnerstag, den 15. November 2012, steht im ATLANTIC Congress Hotel, von 17.00 bis 19.00 Uhr, daher neben wichtigen Informationen zum Thema Lungenkrebs der Dialog im Mittelpunkt: In so  genannten „Gesprächsinseln“ beantworten Experten sowie Moritz Krebs, Sohn des an Lungenkrebs verstorbenen Schauspielers Diether Krebs, Fragen und geben hilfreiche Tipps im Umgang mit der Erkrankung. Die Veranstaltung findet in Kooperation der Lilly Deutschland GmbH mit dem Westdeutschen Tumorzentrum, dem Lungenzentrum am Westdeutschen Tumorzentrum und der Ruhrlandklinik statt. Der Eintritt ist frei; eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr als 46.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs. Oft bestimmen Angst, Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit die Gefühlswelt der Betroffenen. Die Herausforderung besteht darin, sich der Erkrankung zu stellen. „Die Diagnose Lungenkrebs ist für viele Patienten und deren Angehörige ein großer Schock. Oft hilft es, sich über die Erkrankung und die Therapie zu informieren“, erklärt Dr. Wilfried Eberhardt, Universitätsklinikum Essen & Abteilung Thorakale Onkologie, Ruhrlandklinik Essen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Betroffenen und Ärzten ist ein wichtiger Bestandteil in der Lungenkrebstherapie. „Die Betroffenen sollten über jeden einzelnen Behandlungsschritt gut aufgeklärt und vor allem in die Therapieentscheidung mit eingebunden werden“, sagt Prof. Dr. Martin Schuler, Universitätsklinikum Essen & Abteilung Thorakale Onkologie, Ruhrlandklinik Essen. Damit fällt der Umgang mit den Begleiterscheinungen bzw. Nebenwirkungen, die während der Therapie auftreten können, leichter. „Es ist wichtig, dass die Patienten sich gut aufgehoben fühlen und darauf vertrauen können, dass in ihrem Lungenzentrum alle Spezialisten optimal zusammenarbeiten und sie die beste Therapie erhalten“, betont Prof. Dr. Georgios Stamatis, Abteilung für Thoraxchirurgie und Thorakale Endoskopie, Ruhrlandklinik Essen.

Die Seele leidet mit

Für den Umgang mit der Diagnose Lungenkrebs und den dazugehörigen Ängsten gibt es kein Patentrezept - jeder geht individuell mit dieser schwierigen Situation um. Neben medizinischen Aspekten werden daher immer öfter auch psychologische Fragestellungen in der Krebsbehandlung thematisiert. So können Gespräche mit speziell dafür ausgebildeten Psychologen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Den Betroffenen wird das Gefühl genommen, der Erkrankung allein ausgeliefert zu sein. Auch Angehörige und Freunde benötigen seelische Unterstützung. Wie sehr die Diagnose den Familienalltag schlagartig verändern kann, weiß Moritz Krebs, dessen Vater vor knapp elf Jahren an Lungenkrebs verstorben ist. „Mir hat es damals sehr geholfen, dass wir offen über die Erkrankung geredet haben, wie wir die Erkrankung erleben, was wir denken und fühlen - das hat uns noch enger zusammengebracht.“ Gemeinsam mit Barbara Baysal, die selbst an Lungenkrebs erkrankt ist und sich heute für die Gründung von Selbsthilfegruppen engagiert, möchte Moritz Krebs Betroffenen und besonders auch Angehörigen Mut machen, über die Erkrankung zu sprechen und sich damit gegenseitig zu unterstützen.

Unter der Überschrift „Die besten Ärzte in Ihrer Region“ veröffentlichte das Magazin FOCUS im September 2012 die Top-Mediziner der Bundesländer, ermittelt durch ein unabhängiges Recherche-Institut. Bestätigt wurde vier leitenden Ärzten des Universitätsklinikums Essen und der Ruhrlandklinik, zu den führenden Experten für Lungenkrebs in Nordrhein-Westfalen zu zählen: Neben Prof. Dr. Martin Schuler, Dr. Georgios Stamatis und Dr. Wilfried Eberhard wurde auch Prof. Dr. Lutz Freitag, Chefarzt der Abteilung für interventionelle Pneumologie der Ruhrlandklinik Essen ausgezeichnet. Nur wenn ein Mediziner häufig von seinen Kollegen empfohlen wurde, kam er überhaupt in die nähere Auswahl. Zudem wurden die Anzahl der Fachveröffentlichungen und Patientenerfahrungen berücksichtigt. Insbesondere die Weiterempfehlung durch Kollegen wird durch den FOCUS als aussagekräftig bewertet. Für die Liste wurden über mehrere Monate Mediziner bundesweit nach dem Fachkönnen ihrer Kollegen befragt. In mehrstündigen Interviews gaben Chef- und Oberärzte, niedergelassene Ärzte, Klinikdirektoren sowie Psychologen Auskunft über die ihnen bekannten Spezialisten ihres Fachgebiets. Das gemeinsam vom Universitätsklinikum Essen und der Ruhrlandklinik getragene Lungenkrebszentrum am Westdeutschen Tumorzentrum weist deutschlandweit die höchsten Patientenzahlen auf. 2009 wurde es als eines der ersten Lungenkrebszentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert; das Zertifikat wurde in diesem Jahr nach erfolgreicher Begutachtung neu erteilt.

Veranstaltungshinweis:
„Aktion Rückenwind“ in Essen:
Donnerstag, 15. November 2012, 17.00 bis 19.00 Uhr ATLANTIC Congress Hotel, Raum 3 und 4, EG Norbertstraße 2a (Nähe Grugaplatz), 45131 Essen

Das Programm im Überblick:
- Lungenkrebs ist nicht gleich Lungenkrebs
- Diagnose Lungenkrebs - was nun?
- Therapie - was passiert wann?
- Rückenwind für die Seele
- Leben mit Lungenkrebs
- Rückenwind durch Selbsthilfe
- Lungenkrebs - auch Angehörige sind betroffen
- Gesprächsinseln (Experten, Patienten und Angehörige im Gespräch)
- Infopark (Regionale Anlaufstellen)
Weitere Informationen finden Sie unter www.hilfe-bei-lungenkrebs.de

Quelle: Universitätsklinikum Essen in Koop. m. Lilly
 
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