Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
18. September 2015

Aktinische Keratosen: Schnelle und langfristige Minimierung des Progressionrisikos durch Ingenolmebutat

Neben seit langem etablierten Substanzen sowie der PDT sind hierzulande zur Behandlung von Patienten mit aktinischen Keratosen weitere Therapeutika zugelassen worden, darunter ein Gel − Ingenolmebutat (Picato® ) − das durch seine kurze Anwendungsdauer von 2-3 Tagen besticht. In der neuen europäischen Therapieleitlinie wird Ingenolmebutat zur Behandlung bei Einzelläsionen erwähnt und bei multiplen Läsionen und Feldkanzerisierung stark empfohlen.

Aktinische Keratosen − schuppende oder keratotische Maculae, Papeln oder Plaques auf gerötetem Grund − gelten als frühe Form des Plattenepithelkarzinoms der Haut. Fast jeder 80-Jährige habe eine aktinische Keratose und das Lebenszeitrisiko für heute Geborene sei 100%, so Prof. Thomas Dirschka, Wuppertal. "Sie haben jetzt eine Dauerkarte für die Praxis", klärt der Referent seine Patienten auf, denn der Verlauf der Erkrankung ist chronisch und es besteht Bedarf an regelmäßigen und wiederholten Behandlungen.

Laut Prof. Carola Berkin, München, liegt die Progredienz aktinischer Keratosen in ein invasives Plattenepithelkarzinom bei bis zu 16% aller Patienten und bei über 20 Läsionen sogar bei über 20%. Dabei ist die direkte Invasion proliferierender atypischer Keratozyten aus den basalen Schichten der Epidermis die häufigste Ursache für  die Progredienz einer aktinischen Keratose in ein invasives Plattenepithelkarzinom. Ein erheblicher Teil entsteht aber auch auf klassischem Weg durch schrittweise Progression. Daher sind alle Läsionen unabhängig vom Ausmaß der Neoplasie in der Epidermis als potentiell invasiv zu betrachten (1). Bislang ist das Proliferationsverhalten der einzelnen Läsionen nicht vorhersehbar. Umso wichtiger, rechtzeitig zu intervenieren. Dabei ist Sonnenschutz für alle Patienten obligatorisch. Die Chronizität der Erkrankung erfordere zudem wiederholte Behandlungen des Felds, um die Anzahl aufkommender Läsionen zu verringern, so Dirschka.

Er präsentierte Studiendaten zu Ingenolmebutat, das bei Patienten mit aktinischen Keratosen nach einem Jahr eine Läsionsreduktion von durchschnittlich 87% erzielte. Die Resultate zeigten eine vollständige Abheilung bei 87,2% der Patienten mit Läsionen an Gesicht und Kopfhaut und bei 86,8% mit Läsionen an Stamm und Extremitäten. Die durchschnittliche Anzahl wiederaufgetretener Läsionen lag bei 0-1 (2). Dirschka betonte, dass ca. 45% der Patienten auch nach 12 Monaten noch zu 100% läsionsfrei waren. Berman et al. (3) verdeutlichten, dass die Feldbehandlung mit Ingenolmebutat 0,015% nach einer Kryotherapie gut vertragen wurde und es zu einer signifikant größeren Abheilung von Läsionen (versus Vehikel) kam. Nach Kryotherapie plus Ingenolmebutat traten zudem seltener neue Läsionen auf. Die FIELD-Studie REPEAT bestätigte, dass sowohl die initiale Feldtherapie mit Ingenolmebutat als auch die wiederholte Anwendung bei noch vorhandenen bzw. neu auftretenden Läsionen hoch wirksam sind und es bei einer weiteren Behandlung zu keinem Wirkverlust kam (4).

"Aufgrund der kurzen Behandlungsdauer von 2-3 Tagen kann von einer überlegenen Therapieadhärenz gegenüber anderen topischen Interventionen ausgegangen werden, was ein weiteres Argument für den Einsatz von Ingenolmebutat liefert," so Dirschka abschließend über die aktuelle globale S3-Leitlinie* (5).

* Evidenz- und Konsensus-basierte S3-Leilinie der International League of Dermatological Societies (ILDS) und des European Dermatology Forum (EDF)

Werner Zwick
Satellitensymposium "Läsionsgerichtete Therapie aktinischer Keratosen- Noch zeitgemäß oder obsolet? beim 25. Deutschen Hautkrebskongress am 11.September 2015 in München. Veranstalter: Leo Pharma GmbH, Neu-Isenburg.
Literatur:

(1) Férnandez-Figueras MT et al.: Actinic keratosis with atypical basal cells (AK I) is the most common lesion associated with invasive squamous cell carcinoma f the skin. J Eur Acad Dermatol Venerol 29 (2015):991-997.
(2) Lebwohl M et al: Ingenol Mebutate Gel for Actinic Keratosis. N Engl J Med 366 (1) (2013):1010-1019.
(3) Berman B et al.: Efficacy and safety of ingenol mebutate o.015% gel after cryosurgery of actinic keratosis: 12-month results. J Drugs Dermatol 13(6) (2014):741-747.
(4) Garbe C et al: Ingenol mebutate 0.015% gel repeat use for multiple actinic keratosis on face and scalp: FILED Study Repeat: a 12-month phase 3 clinical study. WCCS Congress, Edinburgh, Scotland, September 3-6, 2014, e-poster 191.
(5) Werner et al.: http://www.euroderm.org/edf/index.php/edf-guidelines/category/5-gueiledines-miscellaneous.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs