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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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21. Oktober 2016

Aktinische Keratosen: Feldkanzerisierung erfordert Feldtherapie

Aktinische Keratosen sind eine zunehmende Herausforderung in der dermatologischen Praxis. Auf dem Satellitensymposium "More than meets the eye – treating actinic keratosis and beyond" von LEO Pharma, das im Rahmen des 16th World Congress on Cancer of the Skin und des 12. Congress of the European Association of Dermato-Oncology stattfand, waren sich die Experten in zwei wesentlichen Punkten einig: Alle aktinischen Keratosen müssen behandelt werden, denn es ist nicht erkennbar, bei welchen Läsionen das Risiko für die Progression in ein invasives Plattenepithelkarzinom besteht. Und: Die Feldkanzerisierung erfordert eine Feldtherapie der aktinischen Keratosen, etwa mit Ingenolmebutat (Picato®). Nur dann werden auch subklinische Läsionen und genetisch veränderte Keratinozyten erfasst, von denen jederzeit ein maligner Verlauf ausgehen kann.
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Aktinische Keratosen (AK) sind wegen deutlich zunehmender Inzidenz in den Fokus des dermatologischen Interesses gerückt. Derzeit liegt die Prävalenz in der westlichen Hemisphäre zwischen 11 und 25%, berichtete der Dermatologe Prof. Dr. Thomas Dirschka, Wuppertal. 58 Millionen der 350 Millionen Einwohner in den USA seien wegen einer AK in ärztlicher Behandlung. In Österreich hätten 35% der Patienten einer dermatologischen Praxis eine AK zumindest als Nebendiagnose. Das Problem: AK sind In-situ-Plattenepithelkarzinome, die jederzeit in ein invasives Plattenepithelkarzinom übergehen können. Besonders hoch ist das Risiko bei organtransplantierten Patienten und Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie. "Immerhin 5 bis 10% der AK entwickeln sich in ein invasives Plattenepithelkarzinom der Haut und die meisten invasiven Plattenepithelkarzinome entstehen in Assoziation mit einer AK", erläuterte Assoz. Prof. Dr. Iris Zalaudek, Graz (1-2). Bis dato lasse sich keine Prognose treffen, welchen Verlauf eine bestimmte Läsion nimmt. Sie kann sich spontan rückbilden, persistieren oder sich in ein invasives Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln. "Da wir nicht wissen, welchen Verlauf die AK nimmt, müssen wir alle Läsionen therapieren", schlussfolgerte Zalaudek.

Auch subklinische Läsionen behandeln

Nur einzelne sichtbare aktinische Keratosen zu behandeln, greift außerdem zu kurz. Denn im Umfeld einer sichtbaren AK-Läsion befinden sich meist weitere subklinische und nicht erkennbare AK. "Es handelt sich bei AK um die Koexistenz klinisch sichtbarer Läsionen, subklinischer Läsionen und einzelner genetisch veränderter Keratinozyten", erläuterte Zalaudek das Prinzip der "Feldkanzerisierung". Immer bestehe das Risiko einer malignen Progression. Jeder einzelne genetisch veränderte Keratinozyt könne sich zu einer aktinischen Keratose oder auch direkt zu einem invasiven Plattenepithelkarzinom entwickeln. Eine "Feldkanzerisierung" macht deshalb eine Feld-gerichtete Therapie notwendig, die auch nicht sichtbare Läsionen erfasst. Der Logik folgend wäre eine solche Feldtherapie, wie sie etwa mit Ingenolmebutat (Picato®) rasch und effektiv gelingt, bereits bei einer einzelnen aktinischen Keratose indiziert. Zalaudek hält spätestens ab drei AK eine Feldtherapie für erforderlich.

Individuelle Therapieentscheidung zwischen Arzt und Patient

Wichtig für die Entscheidung ist die entsprechende Aufklärung des Patienten. Ob und wann aber eine Feldtherapie erfolgt, sollte individuell von Arzt und Patient gemeinsam entschieden werden. Dabei sind für den Arzt die Zahl der AK, eine immunsuppressive Therapie oder ein invasives Plattenepithelkarzinom in der Anamnese relevant. Der Patient wird seine Entscheidung dagegen eher von kosmetischen Aspekten oder der eigenen Angst vor einer Krebserkrankung abhängig machen. Fällt die Entscheidung für eine Feldtherapie, muss laut Professor Dr. Claus Garbe, Tübingen, bei der Wahl des Regimes auch auf die Adhärenz geachtet werden. "Je kürzer die Therapiedauer, umso geringer die Gefahr einer Non-Adhärenz." So wird Ingenolmebutat, je nach Lokalisation der AK, lediglich über zwei bzw. drei aufeinanderfolgende Tage angewendet.

Therapieerfolg nicht-invasiv beurteilbar

Zudem lässt sich laut Zalaudek der Erfolg einer Feldtherapie mit diesem Wirkstoff auch mit nicht-invasiven Techniken wie die Dermatoskopie oder der konfokalen Lasermikroskopie dokumentieren. Dies zeigte eine Studie, in der Patienten mit Ingenolmebutat behandelt und der Krankheitsverlauf vor Therapiebeginn sowie nach 14 und 60 Tagen dermatoskopisch und kapillaroskopisch erfasst wurde (3).
LEO Pharma
Literatur:
(1) Ulrich M; Astner S; Stockfleth E et al.
Noninvasive Diagnosis of Nonmelanoma Skin Cancer: Focus on Reflectance Confocal Microscopy
Expert Rev Dermatol. 2008;3(5):557567.
Availabe at http://www.medscape.com/viewarticle/582894 (accessed August 2016)
(2) Fernández-Figueras MT, Carrato C, Sáenz X et al.
Actinic keratosis with atypical basal cells (AK I) is the most common lesion associated with invasive squamous cell carcinoma of the skin.
J Eur Acad Dermatol Venereol. 2015 May;29(5):991-7. doi: 10.1111/jdv.12848.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25428612
(3) Bobyr I, Campanati A, Consales V et al.
Ingenol mebutate in actinic keratosis: a clinical, videodermoscopic and immunohistochemical study.
J Eur Acad Dermatol Venereol. 2016 Jul 25. doi: 10.1111/jdv.13831.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=10.1111%2Fjdv.13831
 
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