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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. September 2014

Ärztefortbildung und Patientenseminar: Neue Therapieoptionen bei resistentem Multiplem Myelom

Rund 5.600 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu am Multiplen Myelom, einer bislang meist unheilbaren Krebserkrankung des blutbildenden Knochenmarks. Was moderne Diagnostik leisten kann, welche Behandlungsmethoden und neuen Medikamente es gibt und was bei therapiebedingten Nebenwirkungen hilft, erfahren Patienten, Angehörige und Ärzte bei den Heidelberger Myelomtagen mit Ärztefortbildung am 26. und 27. September sowie Patiententag am 28. September 2014 in der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg. Zum Patiententag werden wieder 220 Besucher aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet - damit sind die Heidelberger Myelomtage die deutschlandweit größte Informationsveranstaltung zum Multiplen Myelom.

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Ab sofort stehen das aktualisierte Patientenhandbuch sowie das Vortragsbuch zum Patiententag auf den Internetseiten des Heidelberger Myelomzentrums zum Herunterladen bereit, können aber auch kostenlos bei Katja Weisert angefordert werden. Das Patientenhandbuch enthält umfangreiche Informationen zum Multiplen Myelom, den verschiedenen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, aktuellen Studienergebnissen sowie Kontaktadressen zu Selbsthilfegruppen und Patientenorganisationen. Im Vortragsbuch finden sich die Zusammen­fassungen und Präsentationen der Beiträge vom Patiententag. 
 
Veranstalter ist das Myelomzentrum der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen (NCT), beim Patiententag unterstützt von der Plasmozytom-Selbsthilfegruppe Rhein/Main, der Selbsthilfegruppe Multiples Myelom Kurpfalz, dem überregionalen Netzwerk von Selbsthilfe­gruppen Myelom Deutschland e.V. sowie der Deutschen Leukämie- und Lymphomhilfe (DLH). Die Patienten­vertreter stehen ebenso wie die Referenten für Fragen und Gespräche zur Verfügung.
 
Von neuen Medikamenten profitieren: Wohnortnahe Teilnahme an klinischen Studien
 
Die intensive Erforschung des Multiplen Myeloms hat in den letzten Jahren einige neue Wirkstoffe und therapeutische Ansatzpunkte hervorgebracht. Ein solches neues Medikament, das aktuell in klinischen Studien zum Einsatz kommt und bei den Myelomtagen vorgestellt wird, ist Ixazomib, der erste sogenannte Proteasomen-Hemmer, der als Tablette eingenommen werden kann. Die Wirkweise entspricht dem in der Myelomtherapie bewährten Medikament Bortezomib. Ixazomib zeigt allerdings auch dann noch Wirkung, wenn die Krebszellen gegen gängige Medikamente resistent geworden sind. "Klinische Studien ermöglichen den Patienten Zugang zu neuen, noch nicht zugelassenen Therapien. Ich empfehle daher jedem, sich in Zentren oder bei Ärzten behandeln zu lassen, die Studien anbieten", so Professor Dr. Hartmut Goldschmidt, Leiter des Heidelberger Myelomzentrums.
 
Damit möglichst viele Patienten heimatnah in Studien behandelt werden können, haben sich deutschlandweit 35 Zentren für Stammzell-Transplantation, 80 weitere Kliniken sowie niedergelassene Onkologen zu einem Studien-Netzwerk, der "German Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG)", zusammengeschlossen.
 
Bei der Ärztefortbildung am 26. und 27. September geht es diesmal unter anderem um verfeinerte Diagnoseverfahren. "Mit neuen molekularbiologischen und bildgebenden Methoden lässt sich heute bei Patienten in allen Krankheitsstadien der weitere Krankheitsverlauf besser abschätzen. Wir können bereits kleinste Veränderungen im Knochenmark aufspüren und sehr genau erkennen, ob z.B. ein bereits behandeltes Myelom wieder aktiv wird oder eine bisher nicht behandlungsbedürftige Vorstufe sich zu einem aggressiven Myelom entwickelt", so Professor Goldschmidt. "In beiden Fällen können wir schneller reagieren und mit der Therapie starten."
 
 
Anmeldung und Programm finden Sie hier.
Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg
 
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