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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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04. Dezember 2014

Ältere Patienten mit neu-diagnostiziertem Myelom: Meta-Analyse von VMP und MPT

In einer aktuell publizierten retrospektiven Meta-Analyse wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Bortezomib (Velcade®) sowie Thalidomid, jeweils in Kombination mit Melphalan und Prednison (VMP bzw. MPT), untersucht. Die Ergebnisse verweisen auf eine überlegene Wirksamkeit des VMP-Regimes gegenüber dem MPT-Regime bei der Erstlinienbehandlung älterer Myelompatienten, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit nachfolgender hämatopoetischer Stammzelltransplantation nicht geeignet sind (1).

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Bisher gibt es keine direkten Vergleichsstudien zur Wirksamkeit und Verträglichkeit von Thalidomid und Bortezomib, jeweils in Kombination mit Melphalan und Prednison, in der Primärtherapie von Myelompatienten, die nicht für eine Hochdosis-Chemotherapie mit nachfolgender hämatopoetischer Stammzelltransplantation geeignet sind. Morabito et. al. analysierten deshalb in einer aktuellen Meta-Analyse, retrospektiv die Daten aus sechs randomisierten Studien mit insgesamt 956 neu-diagnostizierten, älteren Myelompatienten. Aus diesen Studien wurden 296 Patienten ausgewählt, die Bortezomib (Velcade®) in Kombination mit Melphalan und Prednison (VMP), sowie 294 Patienten, die Thalidomid ebenfalls in Kombination mit Melphalan und Prednison (MPT) erhalten hatten. Ein Auswahlkriterium war ein Alter von mindestens 65 Jahren. Rund 30% der Patienten in beiden Gruppen waren 75 Jahre oder älter. Des Weiteren wurden die Patienten so selektiert, dass neben einer vergleichbaren Altersverteilung auch die medianen Albumin- und Beta-2-Mikroglobulin-Werte bei Diagnosestellung vergleichbar waren. Diese drei Parameter wurden laut Studienautoren gewählt, da sie einen entscheidenden Einfluss auf die Prognose haben (1).
 
Signifikant besseres Ansprechen und längeres progressionsfreies Überleben unter VMP vs. MPT
 
Der indirekte Vergleich ergab ein signifikant besseres Ansprechen auf VMP im Vergleich zu MPT - sowohl hinsichtlich des Gesamtansprechens (78% vs. 69%, p=0,01), als auch hinsichtlich der Rate der vollständigen Remissionen (21% vs. 13%, p=0,007). Bezüglich der Überlebensdaten ergab die Auswertung ebenfalls eine Überlegenheit des Bortezomib-haltigen Regimes. Sowohl das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) (32,5 Monate vs. 22,9 Monate, p<0,001) als auch das mediane Gesamtüberleben (79,7 Monate vs. 45,1 Monate, p<0,001) war unter VMP signifikant länger als unter MPT. Der Vorteil hinsichtlich des PFS wurde dabei auch für diverse Subgruppen (z. B. ISS Stage II, Kreatinin-Clearance <1,2 mg/dL) festgestellt. Die Behandlung mit VMP ging mit einer Senkung des Mortalitätsrisikos um 56 % gegenüber einer Behandlung mit MPT einher (1).
 
Die Rate hämatologischer Nebenwirkungen von Grad 3 und 4 lag unter VMP signifikant über der Rate unter MPT (42,5% vs. 31,9%, p=0,008). Nicht-hämatologische Nebenwirkungen von Grad 3 und 4 traten dagegen signifikant seltener unter VMP auf als unter MPT (Rate für mindestens eine nicht-hämatologische Nebenwirkung der Grade 3-4: 31,9% vs. 42,6%, p=0,008). Entsprechend kamen beispielsweise Thrombozytopenien häufiger unter VMP vor, während es unter MPT mehr kardiale Komplikationen gab. Therapiebezogene Todesfälle traten in beiden Regimen etwa gleich häufig auf (VMP: 7,0%, MPT 5,8%). Die mit VMP behandelten Patienten erhielten den Proteasom-Inhibitor intravenös (1). Durch die seit mittlerweile mehr als zwei Jahren zugelassene subkutane Gabe kann das Verträglichkeitsprofil von Bortezomib deutlich verbessert werden (2).
 
Es handelt sich hierbei um keine direkte Vergleichsstudie. Die Meta-Analyse lässt einen Vorteil von VMP gegenüber MPT hinsichtlich der Wirksamkeit vermuten. Die Autoren verweisen auf die Einschränkungen bei der Interpretation der Ergebnisse von retrospektiven Meta-Analysen, die eine klare Empfehlung für das eine oder andere Behandlungsregime schwierig machen. Allerdings hoffen sie, mit Ihren Ergebnissen Ärzten dabei zu helfen, eine informierte Entscheidung treffen zu können (1).

Literaturhinweise:
(1) Morabito F et al., Am J Hematol 2014;89(4):355-362
(2) Arnulf B et al., Hematol 2012;97:1925-1928

Quelle: Janssen
 
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