Donnerstag, 23. November 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
25. April 2014

Active Surveillance beim Prostatakarzinom: DGU kritisiert voreilige Schlussfolgerungen aus HAROW-Studie

Erstmalig wurden Daten der sogenannten HAROW-Studie auf dem Kongress der European Association of Urology (EAU) in Stockholm von der Studienleitung präsentiert. Es handelt sich um eine Registerstudie zur Behandlung des lokalisierten Prostatakarzinoms, also eine Studie zur Versorgungsforschung. Bei über 3.000 registrierten Patienten werden die Krankheitsverläufe des Prostatakarzinoms dokumentiert. "Die Studie kann bislang bei sehr kurzer Nachbeobachtungszeit nicht viel mehr liefern als die Rohdaten der registrierten Patienten", stellt Prof. Dr. Oliver Hakenberg, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), fest. Das erklärte Ziel der Studie sei es,  so Prof. Hakenberg,  die "defensive" Behandlung des lokalisierten Prostatakarzinoms mit niedrigem Risiko zu propagieren, da angeblich in Deutschland zu oft unnötig operiert oder bestrahlt würde. Die Schlussfolgerungen, die in Stockholm präsentiert wurden, waren dann auch, dass in Deutschland zu wenig defensive Behandlung in Form von aktiver Überwachung (Active Surveillance) erfolgte.

Anzeige:
 
 

Prof. Hakenberg: "Allerdings geben die bislang verfügbaren Daten der HAROW-Studie dies nicht her. Die Nachbeobachtungszeit für die registrierten Active Surveillance-Patienten ist mit 1,84 Jahren viel zu kurz, um überhaupt etwas zum Verlauf des Prostatakarzinoms aussagen zu können. Dennoch wird die Active Surveillance als sehr gute Therapieoption gelobt und gleichzeitig in der Presseerklärung eine höhere Vergütung für die Urologen gefordert, die Active Surveillance durchführen."  Was das eine mit dem anderen wissenschaftlich verbinde, bleibe unklar.

Der DGU-Generalsekretär erklärt weiter: "Dass die Vorstellung dieser dürftigen Daten der HAROW-Studie mit großem Aufwand an Publicity durch Pressekonferenz und Pressemitteilungen der Studienleitung gestreut wurde und auch Eingang in verschiedenste Medien fand, zeigt, wie undifferenziert hier mit vermeintlichen Studienergebnissen umgegangen wird. Das erhoffte Studienergebnis sollte nicht mit dem tatsächlichen Studienergebnis gleichgesetzt werden und schon gar nicht, bevor die mehrjährige Beobachtungszeit, die notwendig ist, um überhaupt von Ergebnissen zu sprechen, auch nur annähernd erreicht ist."

Quelle: DGU
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs