Dienstag, 17. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
13. Oktober 2016

ATLL: Prätransplantation von CCR4-Inhibitor Mogamulizumab vor allo-HSCT nicht empfehlenswert

Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (allo-HSCT) ist eine wichtige Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit einer aggressiven Adulten T-Zell-Leukämie/Lymphom (ATLL). Vor kurzem wurde in Japan Mogamulizumab (anti-CCR4 Monoklonaler Antikörper; Mog) zur Behandlung der ATLL zugelassen. Große Bedenken gibt es jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen bei einer Prätransplantation von Mog, weil Mog die regulatorischen T-Zellen über Monate hinweg abtötet. Vor kurzen wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die den Einfluss der Prätransplantation von Mog bei Patienten nach einer allo-HSCT untersucht.





 
Anzeige:
 
 
Eingeschlossen waren 996 allo-HSCT-Empfänger, im Alter von ≤ 70 Jahren, die zwischen 2000 und 2013 eine aggressive ATLL diagnostiziert bekommen hatten und als Erstlinientherapie eine intensive chemotherapeutische Behandlung, mit multiplen chemotherapeutischen Medikamenten, bekamen. Vor der allo-HSCT erhielten 82 Patienten Mog; im Median lagen 45 Tage zwischen der letzten Mog-Gabe und der allo-HSCT.

Die Prätransplantation von Mog war assoziiert mit einem erhöhten Risiko einer Graft-versus-Host-Reaktion (GVHD) Grad 3-4 (RR: 1,80; p < 0,01) und einer Refraktärität gegenüber systemischen Kortikosteroiden (RR: 2,09; p < 0,01) zur Behandlung einer akuten GVHD.

Bezüglich nicht-rezidivbedingter Mortalität war die kumulative Inzidenz für ein Jahr signifikant höher bei Patienten mit einer Prätransplantation von Mog verglichen mit denen ohne (43,7% v 25,1%; p < 0,01). Die Wahrscheinlichkeit für das Gesamtüberleben von einem Jahr war ebenso signifikant weniger bei Patienten mit Mog im Vergleich zu Patienten ohne Mog (32,3% v 49,4%; p < 0,01). Insbesondere war die Anwendung von Mog < 50 Tage vor einer allo-HSCT mit einem schlechten klinischen Ergebnis assoziiert.

Fazit: Die Prätransplantation von Mog war signifikant mit einem erhöhten Risiko einer GVHD-bezogenen Mortalität assoziiert und verdeutlicht die Wichtigkeit von CCR4- exprimierenden Tregs nach einer allo-HSCT beim Menschen. In der klinischen Praxis sollte bei Patienten mit ATLL, die für eine allo-HSCT geeignet sind, mit der Anwendung von Mog vorsichtig umgegangen werden.

(übs.v. Red.; siko)









 
Journal of Clinical Oncology
Literatur:
Shigeo Fuji, Yoshitaka Inoue, Atae Utsunomiya et al.
Pretransplantation Anti-CCR4 Antibody Mogamulizumab Against Adult T-Cell Leukemia/Lymphoma Is Associated With Significantly Increased Risks of Severe and Corticosteroid-Refractory Graft-Versus-Host Disease, Nonrelapse Mortality, and Overall Mortality
Journal of Clinical Oncology, 9, 2016; doi: 10.1200/JCO.2016.67.8250
http://jco.ascopubs.org/content/early/2016/08/04/JCO.2016.67.8250

 
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CML
NET
CUP
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs