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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Januar 2016

ASH 2015: Studiendaten zu Obinutuzumab bei CLL

Beim 57. Jahreskongress der American Society of Hematology (ASH) wurden Studiendaten zur Therapie mit den Anti-CD20-Antikörpern Obinutuzumab (Gazyvaro®) und Rituximab (MabThera®) veröffentlicht. Obinutuzumab zeigte sich im Vergleich zum derzeitigen Therapiestandard Rituximab bei typischen Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) auch nach langer Therapiedauer weiterhin überlegen (1). Studien legen zudem verbesserte Wirksamkeit des Antikörpers bei rezidivierter/refraktärer CLL sowie bei vorbehandelten Patienten mit indolentem Non-Hodgkin Lymphom (iNHL) nahe (2,3).

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CLL11-Studie: 4 Jahre Therapiefreiheit im Obinutuzumab​-Arm

Obinutuzumab hat nach median 39 Monaten erneut überlegene Wirksamkeit gegenüber der Therapie mit Rituximab und Chlorambucil (Clb) gezeigt. Die therapiefreie Zeit war im Stage-2-Update unter der Kombination von Obinutuzumab und Clb gegenüber Rituximab und Clb mit fast 4 Jahren signifikant länger (Zeit bis zur nächsten Therapie 51,1 vs. 38,2 Monate, HR: 0,57; 95%-KI: 0,44 – 0,74; p < 0,0001). Mit Obinutuzumab plus Clb behandelte Patienten zeigten ein nahezu verdoppeltes progressionsfreies Überleben (PFS) (28,7 vs. 15,7 Monate) gegenüber Rituximab und Clb. Das Risiko für Progression oder Tod wurde durch Obinutuzumab signifikant um 54% reduziert (HR: 0,46; 95%-KI: 0,38 – 0,55; p < 0,0001). Im Trend zeichnete sich damit auch eine Verbesserung des Gesamtüberlebens unter Obinutuzumab ab.

Die Leitlinien der European Society of Medical Oncology (ESMO) honorieren die überzeugenden Studiendaten mit einer Empfehlung für einen Anti-CD20-Antikörper mit der höchsten Evidenzstufe (I) und dem höchsten Empfehlungsgrad (A). Die Leitlinie empfiehlt diese in Kombination mit Clb für CLL-(slow go-) Patienten mit hohem Lebensalter und Begleiterkrankungen. Darüber hinaus verweist die ESMO explizit auf die CLL11-Studie, da sie die Überlegenheit von Obinutuzumab gegenüber Rituximab zeigte (4).

Green-Studie: Obinutuzumab​ in Kombination mit Bendamustin bei CLL bestätigt bekanntes Sicherheitsprofil

„Die Daten der GREEN-Studie lassen erwarten, dass Obinutuzumab mit Bendamustin zukünftig als vielversprechende Kombination für die CLL-Erstlinientherapie zur Verfügung steht“, so Prof. Dr. Wolfgang Knauf, Leiter der klinischen Prüfung (LKP) der GREEN-Studie, Centrum für Hämatologie & Onkologie am Bethanien Krankenhaus, Frankfurt am Main. „Die Daten der einarmigen klinischen Phase-IIIb-Studie GREEN deuten auf Therapievorteile bei unbehandelten CLL-Patienten hin, insbesondere durch die deutlich höhere Remissionsqualität“, so Knauf.

Unabhängig vom medizinischen Fitnessgrad erreichten die Patienten vergleichbare Ansprechraten: In der Erstlinie betrug das Gesamtansprechen der Obinutuzumab-Bendamustin Kohorte 78,5% mit 32,5% kompletten Remissionen (CR/CRi). Bei 58,9% der ITT (Intention-to-treat)-Patienten wurde MRD-Negativität berichtet: Sechs von zehn Patienten zeigten keine nachweisbare Krankheitsaktivität mehr. Das mediane PFS war nach 11,2 Monaten Beobachtungsdauer noch nicht erreicht. Die Analyse der 158 Patienten mit zum Teil ausgeprägter Komorbidität belegte für Obinutuzumab mit Bendamustin eine allgemein gute Verträglichkeit und Handhabbarkeit.

GADOLIN-Studie: Obinutuzumab​ plus Bendamustin verdoppelt MRD-Negativität beim refraktären iNHL

Die Kombination Obinutuzumab und Bendamustin zeigte in der multizentrischen Phase-III-Studie GADOLIN bei vorbehandelten Patienten mit indolentem Non-Hodgkin-Lymphom (iNHL) bereits ein signifikant geringeres Risiko für Progression oder Tod (45%, p = 0,00011) gegenüber einer Monotherapie mit Bendamustin (primärer Studienendpunkt)(3). Beim ASH neu vorgestellte Daten für die Gruppe der FL-Patienten belegen zusätzlich eine bislang unerreichte Remissionstiefe – MRD-negativer Status, also Krankheitsaktivität unterhalb der Nachweisgrenze – als günstigen prognostischen Faktor. Die im Studienarm mit Obinutuzumab fast doppelt so hohe Rate für MRD-Negativität zum Ende der Induktion (82% vs. 43%, p < 0,0001) korrelierte mit einer signifikanten Verlängerung des PFS. Unter der Kombination blieben 74% der MRD-negativen Patienten 24 Monate nach Ende der Induktion progressionsfrei, verglichen mit 21% im Kontrollarm unter Bendamustin mono. Auch für die gesundheitsbezogene Lebensqualität der mit Obinutuzumab behandelten Patienten zeigte sich ein positiver Effekt (5). Die EU-weite Zulassung zur Therapie des vorbehandelten Follikulären Lymphoms wurde für Obinutuzumab in Kombination mit Bendamustin bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) beantragt.

Patienten präferieren subkutanes Rituximab

Patienten mit aggressiven (DLBCL) und indolenten Non-Hodgkin-Lymphomen (FL) bevorzugen ganz überwiegend die subkutane Darreichung von Rituximab gegenüber der intravenösen Gabe (6). Die abschließende Auswertung der PrefMab-Studie mit 900 Patienten im Cross-over-Design wurde beim ASH vorgestellt. Die subkutane Gabe wurde von Patienten danach auch im 6. und 8. Behandlungszyklus weiter klar favorisiert. Zu beiden Auswertungszeitpunkten nannten jeweils mindestens 80% der Patienten SC als Präferenz; lediglich 10% (Zyklus 6) bzw. 8% (Zyklus 8) der Patienten bevorzugten die intravenöse Gabe. Patienten begründeten ihre Präferenz für Rituximab SC am häufigsten mit dem bei dieser Applikationsform erheblich kürzeren ambulanten Klinikaufenthalt im Vergleich zur intravenösen Darreichung (Zyklus 6: 68%, Zyklus 8: 69%). Als zweithäufigster Aspekt wurde die angenehmere Situation während der Behandlung (Zyklus 6: 37%, Zyklus 8: 37%) genannt. Zusätzlich bestätigte die finale Studienauswertung erneut die gleichwertige Sicherheit und Verträglichkeit von subkutanem und intravenösem Rituximab, sodass der Antikörper heute in zwei äquivalent einsetzbaren Darreichungen zur Verfügung steht.

Roche Pharma AG
Literatur:

(1)  Goede V, Fischer K, Bosch F et al., ASH 2015; Oral Presentation #S642
(2)   Stilgenbauer S, Ilhan O, Woszcyk D et al., ASH 2015, Abstract #493
(3)  Pott C, Belada D, Danesi N et al., ASH 2015, Abstract #3978
(4)  Eichhorst B, Robak T, Montserrat E et al., Annals of Oncology 2015; 26 (Suppl 5): v78-v84
(5)  Cheson BD, Trask PC, Gribben J et al., ASH 2015, Abstract #1532
(6)  Rummel M, Kim TM, Plenteda C et al., ASH 2015, Abstract #3972

 

 
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