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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. Dezember 2014

ASH 2014: Pan-Deacetylaseinhibitor in Kombinationen bei refraktärem und neu diagnostiziertem Myelom wirksam

Das multiple Myelom ist nach wie vor - außer durch eine allogene Stammzelltransplantation - nicht heilbar. Weil Rezidive auch nach Einsatz der modernen, zielgerichteten Substanzen unausweichlich sind, werden dringend neue, noch wirksamere therapeutische Optionen benötigt. Der Deacetylaseinhibitor Panobinostat zeigte in einer Phase-III-Studie in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason sehr gute Wirkung, und bei der ASH-Tagung 2014 wurden zwei Studien vorgestellt, in denen er bei therapierefraktären ebenso wie bei neu diagnostizierten Patienten in aufwendigen Kombinationen getestet wurde.

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Carfilzomib, ein Zweitgenerations-Proteasominhibitor, der in den USA bereits zugelassen ist, hat auch bei Patienten mit refraktärer Erkrankung Wirkung gezeigt. Das Gleiche gilt für den Pan-Deacetylaseinhibitor Panobinostat, auf den in Kombination mit Bortezomib beispielsweise in der PANORAMA-Studie Patienten mit rezidiviertem Myelom ein sehr gutes Ansprechen zeigten. In einer Phase-I-Studie des Multiple Myeloma Research Consortium wurde deshalb die Kombination aus Carfilzomib, Panobinostat und Dexamethason bei Patienten mit rezidiviertem und refraktärem Myelom getestet.

Die bislang 26 behandelten Patienten hatten vorher median drei Therapien erhalten, 62% waren gegen Bortezomib, 85% gegen Immunmodulatoren refraktär, und 88% hatten bereits mindestens eine autologe Stammzelltransplantation bekommen, so Jonathan Kaufman, Atlanta. Unter den maximalen tolerierten Dosierungen beider Medikamente wurden keine unerwarteten Toxizitäten registriert - die häufigsten Grad-3-Nebenwirkungen waren hämatologischer Natur -, und die Patienten konnten bei der maximal tolerierten Dosierung mehr als 90% der geplanten Dosen erhalten.

Die Gesamtansprechrate war mit 46% für eine so stark vorbehandelte Patientenpopulation bemerkenswert. Gegen Bortezomib refraktäre Patienten schnitten mit 44% Ansprechrate nicht schlechter ab. Die mediane progressionsfreie Überlebenszeit lag bei 11,4 Monaten. Damit schneidet die Kombination aus Carfilzomib und Panobinostat bei guter Verträglichkeit so gut ab, dass sie auf jeden Fall in weiterführenden Studien untersucht werden sollte, so Kaufman.

In einer weiteren Phase-I/Ib-Studie, die Jatin Shah, Houston, vorstellte, wurde Panobinostat bei Patienten mit neu diagnostiziertem Myelom mit der Dreierkombination aus Lenalidomid, Bortezomib und Dexamethason (RVD) kombiniert. Diese Patienten erhalten, wenn sie jung und fit genug sind, zunächst eine Induktionstherapie und daraufhin eine autologe Stammzelltransplantation. Das langfristige Outcome ist umso besser, je tiefer das Ansprechen auf die Induktion war. Die Kombination wurde auch hier gut vertragen, so Shah, und nach vier Zyklen war die Ansprechrate mit 95% überragend, davon 77% mit mindestens sehr guter partieller und 50% mit kompletter Remission. Panobinostat beeinträchtigte nicht die Mobilisierung und Gewinnung von hämatopoetischen Stammzellen für die Transplantation. Nun ist eine randomisierte Phase-II-Studie geplant, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
 

jg


 

Quelle: ASH 2014
 
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