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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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11. Dezember 2014

ASH 2014: Eisenüberladung: Serum-Ferritin muss nicht unbedingt mit Lebereisen korrelieren

Bei Patienten mit Eisenüberladung durch wiederholte Gabe von Erythrozytenkonzentraten ist eine Chelat-Therapie indiziert. Zur Kontrolle des Ansprechens wird das Serum-Ferritin gemessen, das in der Regel mit der Eisenkonzentration in der Leber (LIC) korreliert, insbesondere wenn diese unter 7 mg Eisen pro Gramm Trockengewicht und der Ferritin-Wert unter 4.000 ng/ml liegt. Sinkt das Ferritin in den ersten Monaten nach Beginn einer neuen Chelator-Therapie nicht, wird das häufig als Therapieversagen interpretiert, aber wenn bei einem solchen Patienten sequenzielle Bestimmungen des Lebereisens zur Verfügung stehen, sieht man bei vielen von ihnen doch eine Abnahme.

Die Beziehung zwischen Lebereisen und Serum-Ferritin, insbesondere bei Patienten mit anfänglichen Serum-Ferritin-Werten von 4.000 ng/ml und höher, sollte in einer Post-hoc-Analyse von Daten der EPIC-Studie untersucht werden, in der Patienten mit transfusionspflichtiger Thalassämie über ein Jahr mit Deferasirox behandelt wurden. Vor Beginn und nach einem Jahr Therapie, so John Porter, London, bei der Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in San Francisco, wurden das Serum-Ferritin und mithilfe von R2-kernspintomografischen Bildern die Leber-Eisenkonzentration bestimmt. Von 317 Patienten sprachen 72,7% mit den Ferritin-Spiegeln auf die Chelation an, die übrigen nicht. Von letzteren war aber nach einem Jahr bei etwa der Hälfte (51,8%) das Lebereisen trotzdem zurückgegangen; bei den Ferritin-Respondern waren es 79,6% gewesen. Insgesamt zeigte sich, dass die Non-Responder zu Beginn der Therapie eher niedrige Ferritin-Werte gehabt hatten und Deferasirox in niedrigerer Dosierung erhielten.

Das Fehlen eines Ferritin-Ansprechens auf eine Eisenchelator-Therapie sollte also mit Vorsicht betrachtet und nicht automatisch als Therapieversagen gewertet werden, so Porter. Insgesamt kann die Ferritin-Messung zwar helfen, die Reduktion des Lebereisens vorherzusagen, aber bei einigen Patienten sind die Ferritin-Spiegel von der Lebereisen-Konzentration entkoppelt. Eine Messung der Eisenkonzentration in der Leber mittels MRT sollte den Patienten vorbehalten bleiben, die mit dem Ferritin nicht abfallen
jg
 

Quelle: ASH 2014
 
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