Dienstag, 12. Dezember 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren
Zentren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
15. Dezember 2014

ASH 2014: Bendamustin-Rituximab ist Erstlinienoption für fitte, ältere CLL-Patienten

Die finale Analyse der CLL10-Studie zeigt eine Unterlegenheit von Bendamustin-Rituximab (BR) im Vergleich zu FCR (Fludarabin, Cyclophsphamid, Rituximab) bezüglich des progressionsfreien Überlebens (PFS) und der Ansprechrate - allerdings waren unter BR bei den älteren Patienten signifikant weniger Neutropenien und schwere Infektionen aufgetreten als unter FCR und im 3-Jahres-Gesamtüberleben zeigte sich kein signifikanter Unterschied zwischen beiden Therapiearmen. Damit stellt BR für fitte, ältere Patienten eine Alternative dar, sagte PD Dr. Barbara Eichhorst von der Universitätsklinik Köln.

Anzeige:
 
 

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste Leukämieform in Europa und Nordamerika, und das Durchschnittsalter beträgt 72 Jahre. Standard-Erstlinientherapie für fitte Patienten mit fortgeschrittener CLL ist FCR. Die internationale Phase-III-Studie CLL10, deren finale Analyse PD Dr. Barbara Eichhorst auf der ASH-Jahrestagung vorstellte, untersuchte Effektivität und Sicherheit von Bendamustin-Rituximab im Vergleich zu Standard FCR bei fitten CLL-Patienten ohne Nachweis einer chromosomalen 17p Deletion. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS).

Zwischen 10/2008 und 6/2011  wurden 564 Patienten 1:1 randomisiert in FCR-Arm* (n=284) oder in einen BR-Arm**(n=280). Der mediane CIRS (Cumulative Illness Rating Scale)-Score der Patienten lag bei 2.

Es bestand zwischen den Therapiearmen kein Unterschied im medianen Alter (FCR: 61,0 Jahre, BR: 62,1 Jahre). Jedoch war der Anteil der älteren Patienten > 65 Jahre im BR-Arm höher mit 38,7% vs. 30,5% im FCR-Arm (p=0,042). Im Median wurden mehr Zyklen BR verabreicht (5,27 FCR-Zyklen vs. 5,41 BR-Zyklen; p=0,022). Ebenfalls unterschiedlich war in beiden Therapiegruppen der nicht mutierte IGHV-Status. Patienten mit diesem prognostisch ungünstigen Faktor waren mit 68% im BR-Arm signifikant häufiger vertreten als im FCR-Arm mit 55% (p=0,003).
Die Gesamtansprechrate (ORR) war in beiden Armen nicht unterschiedlich (FCR: 95,4; BR: 95,7). Die Rate an kompletten Remissionen (CR und CRi) war im FCR-Arm signifikant höher mit 39,7% vs. 30,8% im BR-Arm (p=0,034). Eine negative MRD (minimal residual disease) nach dem finalen Restaging wiesen im FCR-Arm 75,2% (KM: 26,6%, PB: 48,6%) und 49,5% (KM: 11,1%, PB: 38,4%) im BR-Arm auf.

Das mediane PFS betrug im FCR-Arm 55,2 Monate versus 41,7 Monate im BR-Arm (p=0,001; HR=1,626). Damit konnte die Nicht-Unterlegenheit von BR in der ITT-Analyse für die Gesamtpopulation nicht bestätigt werden (HR >1,388 nicht erreicht). Das PFS von Patienten mit nicht mutiertem IGHV betrug im FCR-Arm 42,7 Monate vs. 33,6 Monate im BR-Arm (p=0,017). In der Patientengruppe mit mutiertem IGHV war das PFS im FCR-Arm noch nicht erreicht vs. 52,0 Monate im BR-Arm (p=0,153). Im 3-Jahres-Gesamtüberleben zeigte sich zwischen beiden Therapiearmen kein signifikanter Unterschied (FCR: 90,6%, BR: 92,2%; p=0,897).

In einer nicht geplanten Subgruppenanalyse bestand bei den älteren Patienten (> 65 Jahre) zwischen den beiden Therapiearmen kein signifikanter Unterschied im PFS (FCR: noch nicht erreicht, BR: 48,5 Monate, p=0,170), während bei jüngeren Patienten ein signifikanter Unterschied bestand (FCR: 53,6 Monate; BR: 38,5 Monate; p<0,001). Ein signifikanter Unterschied zeigte sich bei den therapiebedingten Nebenwirkungen. Eichhorst wies darauf hin, dass bei den älteren Patienten (> 65 Jahre) im FCR-Arm mehr als doppelt so viele schwere Infektionen aufgetreten waren als im BR-Arm (entsprechend der CTC-Kriterien: 47,7% unter FCR vs. 20,6% unter BR; p<0,001). Bei den jüngeren Patienten (≤ 65 Jahre) war kein signifikanter Unterschied zu verzeichnen (FCR: 35,2%; BR 27,5%; p=0,1).

Eichhorst: "FCR bleibt die Standardtherapie für fitte CLL-Patienten und BR ist eine Alternative für die fitten älteren Patienten." Prof. Clemens Wendtner, München, vertrat in der Session die Auffassung, dass BR für fitte ältere Patienten die Therapie der Wahl sein sollte.
as


*    F 25 mg/m2 i.v. d1-3, C 250 mg/m2 i.v. d1-3, R 375 mg/m2 i.v. d 0 (Zyklus 1), 500 mg/m2 d1 (Zyklus 2-6); Wiederholung Tag 29, (insg. 6 Zyklen)
**    +B 90 mg/m² i.v. d1+2, R 375 mg/m2 i.v. d 0 (Zyklus 1), 500 mg/m2 d1 (Zyklus 2-6); Wiederholung Tag 29, (insg. 6 Zyklen)
 

Quelle: Oral Session: CLL: Therapy, excluding Transplantation: Phase 3 trials and More. Abstract 19. Eichhorst, B et al. Final Analysis of an International, Randomized Study of the German CLL Study Group (GCLLSG) (CLL10 Study). ASH Annual Meeting, San Francisco. 6.12.2014 und Mundipharma Media Workshop. San Francisco, 8.12.2014
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASH 2017