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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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18. Dezember 2013

ASH 2013: CML - Telomer-Länge prädiktiv für langfristiges Ansprechen?

Die Länge der Telomere menschlicher Chromosomen nimmt mit der Zahl an Zellteilungen ab, und ihre zunehmende Verkürzung ist mit genetischer Instabilität der betroffenen Zellen assoziiert. Bei der chronischen myeloischen Leukämie (CML) ist die möglicherweise ein biologischer Marker, der das Ansprechen auf die Therapie und vielleicht auch dessen Dauer vorhersagen kann.

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In der Zeit vor Einführung von Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) war die Verkürzung der Telomere bei der CML mit der Krankheitsprogression und dem klinischen Risikoscore korreliert. In der ENEST1st-Studie untersuchten Katrin Wenn, Aachen, und Kollegen, ob die Telomer-Länge zum Diagnosezeitpunkt das Ansprechen auf die modernste Form der Therapie mit einem Zweitgenerations-TKI vorhersagen kann.

Bei 93 Patienten aus dem deutschen Arm der ENEST1st-Studie wurden die Telomer-Längen von Leukozyten aus dem peripheren Blut bestimmt und mit denen eines Alters-gematchten Kollektivs von 89 gesunden Probanden verglichen. Die Telomere waren nicht nur bei den Patienten signifikant kürzer als bei den Kontrollen, sondern die Verkürzung ging bei jüngeren Patienten sehr viel schneller vor sich als bei älteren. Besonders interessant: Die Verkürzung der Chromosomen-Enden war ausgeprägter bei Patienten, die anhand der ELN-Kriterien schlechter auf die Erstlinientherapie mit Nilotinib ansprachen. Wegen der geringen Zahl dieser Patienten war der Zusammenhang nur signifikant für die Raten an guten molekularen Remissionen (MMR = BCR-ABL < 0,1%) nach zwölf Monaten.

Es wird spannend sein zu sehen, so Wenn und Kollegen, ob die Telomer-Länge als prädiktiver Marker für die Chance auf ein gutes Ansprechen und vor allem für dessen Dauer nutzbar ist. Besonders interessant wäre das natürlich im Kontext der Versuche zum Absetzen der Therapie, wie sie derzeit in kontrollierten Studien getestet werden: In bisherigen Studien blieben etwa 40% der Patienten mit sehr guten Remissionen, bei denen TKI abgesetzt wurden, krankheitsfrei, die übrigen rezidivierten in der Regel während der ersten sechs Monate. Ein prädiktiver Marker könnte die Selektion der Patienten verbessern, bei denen man mit einem erfolgreichen Absetzen rechnen kann.
jg

 
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