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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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24. Januar 2013

ASH 2012: Chronisch myeloische Leukämie - Welche Substanz bei welchem Patienten in der Erstlinientherapie?

Mit Imatinib, Nilotinib und Dasatinib sind derzeit drei sehr gute Substanzen für die Erstlinienbehandlung der CML-CP einsetzbar. Prof. Paul J. Shami, University of Utah, empfahl im Rahmen des ASH 2012 die Auswahl der Substanz abhängig von der individuellen Situation des Patienten, Komorbiditäten und Medikamenteninteraktionen zu treffen.

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Imatinib ist eine Substanz, mit der in der IRIS-Studie bereits seit mehr als acht Jahren Erfahrungen gesammelt wurden. Der TKI wird generell gut vertragen, die milden nicht-hämatologischen Nebenwirkungen können in der Langzeittherapie aber problematisch werden. In einer Untersuchung des Hammersmith Hospital, London/UK, verloren unter Imatinib-Therapie 20% der CML-Patienten innerhalb von 60 Monaten das gute zytologische Ansprechen (MCyR).

In den Studien ENESTnd (Nilotinib vs. Imatinib) und DASISION (Dasatinib vs. Imatinib) wurden die 3-Jahres-Daten veröffentlicht. Das Gesamtüberleben war in diesen Studien nicht verschieden zum Gesamtüberleben unter Imatinib-Therapie, aber es wurde mit Nilotinib 400 mg BID eine signifikant geringere Rate an Übergängen in die akzelerierte Phase oder Blastenkrise (HR=0,3; p=0,0076) und mit Dasatinib 100 mg QD eine signifikant höhere kumulative MMR-Rate (68% vs. 55%, p<0,0001) beobachtet.

Die Eigenheiten der Einnahme und Nebenwirkungen können eine Entscheidungshilfe für die Erstlinientherapie sein. Imatinib muss zusammen mit Nahrung eingenommen werden und kann einhergehen mit Diarrhoe, Ödemen und Muskelkrämpfen. Nilotinib muss zweimal täglich auf leeren Magen eingenommen werden und kann den Blutzuckerspiegel und den Blutfettwert beeinflussen. Dasatinib wird mit oder ohne Nahrung einmal täglich eingenommen, sollte aber nicht zusammen mit PPIs eingenommen werden. Es können Pleuraergüsse (Grad 3 bei <1% der Patienten in der DASISION-Studie) auftreten.

Es ist eine Binsenweisheit, dass eine Substanz nur wirken kann, wenn sie auch eingenommen wird. Es lohnt sich allerdings, darauf zu achten, bemerkte Prof. Jerald P. Radich, University of Washington School of Medicine: In der Adagio-Studie nahmen nur 14,2% der eingeschlossenen 162 Patienten Imatinib wie vorgesehen ein. 71% der Patienten nahmen laut Selbstauskunft weniger ein.

Quelle: BMS-Satellitensymposium “CML - Evaluating the Evolving Therapeutic Landscape to Improve Outcomes”, ASH 2012, 7.12.2012
 
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