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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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19. Dezember 2012

ASH 2012: Boehringer Ingelheim startet Phase-III-Studie zu Volasertib in der AML-Therapie

Die Kombination von Volasertib* plus Low-Dose Cytarabine (LDAC) erzielte bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) höhere objektive Ansprechraten und ein längeres ereignisfreies Überleben (EFS) als eine alleinige LDAC-Therapie in einer Phase-II-Studie. Eine Phase-III-Studie zum Einsatz von Volasertib bei AML soll Anfang 2013 beginnen.

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Auf der 54. Jahrestagung der American Society of Hematology (ASH) in Atlanta, USA, wurden die positiven Ergebnisse einer Interimsanalyse einer Phase-II-Studie mit Volasertib in der Behandlung der akuten myeloischen Leukämie (AML) präsentiert. Im Rahmen einer randomisierten Phase-I/II-Studie wurde bei neu diagnostizierten AML-Patienten, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kam, der von Boehringer Ingelheim entwickelte Wirkstoff Volasertib geprüft. Volasertib ist ein selektiver Polo-like-Kinase (Plk)-Inhibitor.

Die Studienergebnisse zeigen, dass Patienten, die eine Kombinationstherapie aus Volasertib plus Low-Dose Cytarabine (LDAC) erhalten hatten, im Vergleich zu Patienten unter LDAC- Monotherapie nicht nur höhere objektive Ansprechraten (primärer Endpunkt), sondern auch ein längeres ereignisfreies Überleben (sekundärer Endpunkt) erreichten (1).

Aufgrund dieser positiven Ergebnisse kündigt Boehringer Ingelheim an, eine Phase-III-Studie mit Volasertib in Kombination mit LDAC zu initiieren. Der Start dieser Phase-III- Studie (POLO-AML-2 (1230.14)) ist für Anfang 2013 geplant.

Die offene Phase-II-Studie schloss 87 Erwachsene mit AML ein, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kam, und randomisierte sie entweder zu einer Therapie mit Volasertib plus LDAC (n=42) oder zu einer LDAC-Monotherapie (n=45). Primärer Endpunkt der Studie war das objektive Ansprechen, definiert als komplette Remission (CR) oder CR mit unvollständiger Blutbildnormalisierung (CRi).

Im Kombinationsarm (Volasertib plus LDAC) erreichten 31% der Patienten (13 von 42 Patienten) ein objektives Ansprechen. Mit der LDAC-Monotherapie ließ sich ein objektives Ansprechen nur bei 13,3% der Patienten (6 von 45 Patienten) nachweisen (Odds Ratio: 2,91; p=0,0523). Die mediane Zeit bis zur Remission betrug 71 Tage (Bereich 29-158) mit der Volasertib plus LDAC-Kombination, beziehungsweise 64 Tage (Bereich 30-125) mit der LDAC-Monotherapie (1).

Sekundäre Endpunkte waren das ereignisfreie Überleben (EFS), das Gesamtüberleben (OS) und die Verträglichkeit. Das EFS wurde definiert als die Zeit von der Randomisierung bis zur Progression der Erkrankung, Rezidiv oder Tod jeglicher Ursache, je nachdem was zuerst eintrat. Bei Patienten unter Volasertib plus LDAC betrug das mediane EFS 5,6 Monate, bei Patienten unter LDAC-Monotherapie lag es bei 2,3 Monaten (Hazard Ratio: 0,56; 95% CI: 0,34-0,93; p=0,0237) (1).

Unerwünschte Ereignisse schwereren Grades (CTCAE-Grad 3-5) traten unter der Therapie mit Volasertib* plus LDAC häufiger auf als unter der Monotherapie mit LDAC (95,2% versus 68,9%). Die Unterschiede betrafen insbesondere das hämatopoetische System (81% vs. 44,4%), den Gastrointestinaltrakt (21,4% vs. 6,7%) sowie Infektionen (47,6% vs. 22,2%). Diese Beobachtungen entsprachen aufgrund des Wirkmechanismus von Volasertib* dem zu erwartenden Nebenwirkungsprofil.

“Die Ergebnisse dieser Studie zeigen das Potenzial der Kombination von Volasertib plus LDAC bei AML-Patienten, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kam”, sagte Prof. Klaus Dugi, Corporate Senior Vice President Medicine bei Boehringer Ingelheim. “Aufgrund dieser viel versprechenden Ergebnisse in einer Patientenpopulation, für die es bisher nur ungenügende Therapieoptionen gibt, werden wir unser klinisches Forschungsprogramm zu Volasertib fortführen.”

Akute Leukämien im Erwachsenenalter gehören zu den selteneren Erkrankungen, wobei die AML zu den häufigeren Leukämieformen zählt (2). Da die AML im Vergleich aller Leukämien bisher die niedrigsten Überlebenszahlen aufweist, sind weitere effiziente Behandlungsansätze dringend erforderlich (2). Das Therapieziel bei der AML ist eine Reduktion der Blastenzahl im Knochenmark und die Normalisierung des Blutbilds. Hierfür wird meistens eine intensive Induktionschemotherapie gewählt. Allerdings kann eine derartige Strategie mit Hochdosischemotherapie über einen Zeitraum von fünf bis sieben Tagen bei vielen Patienten über 65 Jahre nicht eingesetzt werden (3).

Boehringer Ingelheim beabsichtigt, Anfang 2013 mit der Rekrutierung für eine Phase-III-Studie (NCT01721876) zu beginnen. In der Studie werden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Volasertib plus LDAC mit LDAC-Monotherapie verglichen. Die geplante Phase-III-Studie, POLO-AML-2, wird Patienten über 65 Jahre mit bislang nicht therapierter AML einschließen, für die eine intensive Induktionschemotherapie nicht infrage kommt. Weitere Informationen zur Studie unter ClinicalTrials.gov.


* Volasertib ist derzeit nicht zugelassen und befindet sich noch in der klinischen Entwicklung. Seine Wirksamkeit und Sicherheit sind noch nicht vollständig nachgewiesen.


Literaturhinweise:
(1) H. Döhner, Phase I/II study of volasertib (BI 6727), an intravenous Polo-like kinase (Plk) inhibitor, in patients with acute myeloid leukemia (AML): results from the randomized phase II part for volasertib in combination with low-dose cytarabine (LDAC) versus LDAC monotherapy in patients with previously untreated AML ineligible for intensive treatment. Oral Presentation at ASH Annual Meeting and Exposition 2012.
(2) Deschler B et al. Acute Myeloid Leukemia: Epidemiology and Etiology. Cancer. 2006. 2009-2107.
(3) http://www.kompetenznetz-leukaemie.de [Letzer Zugriff: 10.12.2012]

Quelle: Boehringer Ingelheim
 
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