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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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08. Juni 2015

ASCO 2015: Neuer Prognosemarker für Immuntherapeutika?

Für die Behandlung mit Immuntherapeutika wie Pembrolizumab gibt es möglicherweise einen prädiktiven Marker, der auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für ein Ansprechen hinweist, nämlich vermehrte Defekte im Mismatch-Reparatursystem. Bei Zellteilungen kann es zu Basenfehlpaarungen (Mismatch) kommen, die normalerweise durch sogenannte Mismatch-Reparatur-Proteine (MMR-Proteine) repariert werden können. Tumoren können Defekte im MMR-Reparatursystem aufweisen, dies führt zu einer sehr hohen Zahl von Mutationen im Tumor. "Bei einem Tumor mit tausenden Mutationen ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass hier das Immunsystem angreifen und ihn zerstören kann", erläuterte Prof. Dr. Dung T. Le, Johns Hopkins Kimmel Cancer Center, Baltimore.

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Deshalb wurde postuliert, dass solche Tumoren besonders gut auf Immuntherapeutika wie den PD1-Inhibitor Pembrolizumab ansprechen.
Le et al. gingen dieser Frage in einer prospektiven Phase-II-Studie nach. Sie untersuchten das Ansprechen auf Pembrolizumab an drei Gruppen von Patienten:
•    Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) und Defizienzen in MMR-Proteinen (n = 11)
•    Patienten mit mCRC und funktionierendem Reparatursystem (n=21)
•    Patienten mit anderen Tumorentitäten als CRC und Defizienz in MMR-Proteinen (n=9).
Pembrolizumab wurde in einer Dosierung von 10 mg /kg KG alle zwei Wochen gegeben. Primärer Endpunkt waren die Rate des immunbezogenen progressionsfreien Überlebens in Woche 20 (PFS) und die immunbezogene Ansprechrate.

Von den mCRC-Patienten mit MMR-Defizienz sprachen 40% auf die Therapie an, die Krankheitskontrollrate lag bei 90%. 78% überlebten in Woche 20 ohne Progression. Bei den MMR-defizienten Patienten mit anderen Tumoren lagen die Ansprechrate und die Krankheitskontrollrate jeweils bei 71%, das PFS in Woche 20 bei 67%. In der Gruppe ohne MMR-Defizienz zeigte kein Patient ein Ansprechen, die Krankheitskontrollrate betrug 11%, das PFS in Woche 20 lag bei 11%.

Der technisch einfache Nachweis eines defekten MMR-Systems im Tumor kann damit möglicherweise ein Marker dafür sein, welche Patienten auf Immuntherapeutika wie Pembrolizumab besonders gut ansprechen. Diese Ergebnisse müssen jedoch noch in größeren Studien bestätigt werden.

Dr. Susanne Heinzl
Literatur:

Le DT, et al. PD-1 Blockade in Tumors with Mismatch-Repair Deficiency. J Clin Oncol 33, 2015 (suppl; abstr LBA100) http://abstracts.asco.org/156/AbstView_156_143531.html
Le DT, et al. PD-1 Blockade in Tumors with Mismatch-Repair Deficiency. N Engl J Med. Online publiziert am 30. Mai 2015, http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1500596

 
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