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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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06. Juli 2015

ASCO 2015: MARIANNE-Studie - Nichtunterlegenheit im PFS für T-DM1-haltige Erstlinientherapie beim HER2-positiven metastasierten Mammakarzinom

T-DM1 und T-DM1 + Pertuzumab zeigten eine Nicht-Unterlegenheit im progressionsfreien Überleben (PFS) gegenüber Trastuzumab + Taxan in der Erstlinientherapie von Patientinnen mit metastasiertem HER2-positiven Brustkrebs. Damit erreichte Pertuzumab plus T-DM1 den primären Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit, allerdings nicht den der Überlegenheit. T-DM1 war besser verträglich als Trastuzumab + Taxan mit weniger AEs ≥ Grad 3 sowie weniger Therapieabbrüchen aufgrund von Nebenwirkungen. Das Nebenwirkungsspektrum im T-DM1-haltigen Arm unterschied sich von dem des Kontrollarms: unter T-DM1 traten keine febrilen Neutropenien auf, weniger Neutropenien, Diarrhoen und Alopezien; jedoch mehr Transaminaseerhöhungen und Thrombozytopenien. Die gesundheitsbezogene Lebensqualität blieb  in den T-DM1-Armen länger erhalten. Paul Anthony Ellis, London: „T-DM1 ist eine alternative Therapieoption zu Trastuzumab + Taxan in der Erstlinientherapie des HER2-positiven metastasierten Mammakarzinoms.

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Weil Phase-II- und -III-Studien mit T-DM1 oder mit Pertuzumab + Trastuzumab + Docetaxel statistisch signifikante Verbesserungen des PFS und OS im Vergleich zu Kontrollregimen beim HER2-positiven mBC zeigten sowie in vitro eine synergistische Wirkung von T-DM1 und Pertuzumab auf die Tumorzellproliferation nachgewiesen werden konnte, bestand eine Rationale für die Phase-III-Studie MARIANNE (NCT01120184).

In die MARIANNE-Studie wurden 1.095 Patientinnen mit histologisch bestätigtem HER2+ (IHC3+ oder ISH+) Brustkrebs eingeschlossen. Sie hatten entweder einen progredienten/rezidivierten lokal fortgeschrittenen BC oder einen metastasierten Brustkrebs, wobei das Intervall zur (neo)adjuvanten Therapie mit Taxanen oder Vincaalkaloiden ≥ 6 Monate war.  

Sie wurden 1:1:1 randomisiert zu einer Erstlinientherapie mit Trastuzumab (Herceptin) + Taxan (HT), T-DM1 + Placebo (T-DM1) oder T-DM1 + Pertuzumab (T-DM1 + P) in den jeweiligen Standarddosierungen. Zum Zeitpunkt des klinische Cutoffs waren 365 Patienten im HT-Arm, 367 im T-DM1-Arm und 363 im Arm mit T-DM1 + P.

Es konnte eine Nicht-Unterlegenheit im PFS für beide T-DM1-haltigen Arme im Vergleich zum Kontrollarm nachgewiesen werden, jedoch keine Überlegenheit (PFS: HT: 13,7 Monate; T-DM1: 14,1 Monate und T-DM1 + P: 15,2 Monate). Die Addition von Pertuzumab zu T-DM1 führte zu keiner signifikanten Verlängerung des PFS. Eine Subgruppenanalyse zeigte, dass es für Patientinnen, die mit Taxanen oder Trastuzumab vorbehandelt waren, einen Trend zu einem verbesserten PFS mit T-DM1 gab. Das mediane Gesamtüberleben wurde in der ersten Interims-Analyse in allen drei Therapiearmen noch nicht erreicht, die Überlebenskurven in den drei Armen überlappten sich. Allerdings hatten die Patienten, die auf T-DM1 ansprachen, eine längere Ansprechdauer (T-DM1: 20,7 Monate; T-DM1 + P: 21,2 Monate; HR: 12,5 Monate). Auch die Lebensqualität blieb in den T-DM1-Armen länger erhalten im Vergleich zum Kontroll-Arm. Es dauerte in den T-DM1-Armen länger, bis ein Ereignis auftrat, das definiert war als eine Abnahme von ≥5 Punkten im Vergleich zum Ausgangswert im Health-Related Quality of Life Score (T-DM1: 7,7 Monate; T-DM1+P: 9,0 Monate, HAT: 3,6 Monate).  
 
In den T-DM1-Armen waren weniger Nebenwirkungen ≥ Grad 3 aufgetreten im Vergleich zum Kontroll-Arm. Insbesondere traten weniger Neutropenien und Diarrhoe in den T-DM1-Armen auf. In den T-DM1-Armen war keine febrile Neutropenie aufgetreten. Häufigere Nebenwirkungen in den T-DM1-Armen waren Hypertension, Anämie, ALT und AST-Anstieg sowie Thrombozytopenie. Ebenso war eine Alopezie signifikant seltener in den T-DM1-Armen (6,6% und 9,0% vs. 59,8%), ebenso wie periphere Neuropathie und Ödeme.
 

as
Literatur:

Ellis P, Barrios C, Eiermann W et al. Phase III, randomized study of trastuzumab emtansine (T-DM1) ± pertuzumab (P) vs trastuzumab + taxane (HT) for first-line treatment of HER2-positive MBC: Primary results from the MARIANNE study. J Clin Oncol 33, 2015 (suppl; abstr 507)
http://meetinglibrary.asco.org/content/147990-156

 
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