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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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13. Juni 2014

ASCO 2014: Entwicklung der Onkologie Pipeline von AstraZeneca

Beim Treffen der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (American Society for Clinical Oncology, ASCO) in Chicago vom 30. Mai bis 3. Juni 2014 wurden überzeugende Daten von über 40 wissenschaftlichen Abstracts vorgestellt, die im Zusammenhang mit Prüfpräparaten von AstraZeneca und MedImmune stehen.

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Pascal Soriot, der Chief Executive Officer von AstraZeneca, berichtete: "ASCO 2014 ist ein Schlüsseltreffen für AstraZeneca - wir haben allen Grund, stolz zu sein. Unsere stetig wachsende Onkologie-Pipeline ist untermauert durch spannende wissenschaftliche Erkenntnisse und großes Talent. Wir haben überzeugende neue Daten über wichtige Substanzen in den mittleren und späten Prüfphasen, die eindeutig unser Potential zur Transformation der Krebsbehandlung demonstrieren. Außerdem haben wir die richtigen Leute, um die Tumorbehandlung voran zu bringen. Wir sind entschlossen in unserem Bestreben, diese Krebsmedikamente der nächsten Generation den Patienten so schnell wie möglich zugänglich zu machen."

Kleine Moleküle

Daten der umfangreichen Phase I-Studie AZD9291 (präsentiert am Samstag, den 31. Mai) demonstrierten klare Hinweise für eine Aktivität als Monotherapie mit klinischem Ansprechen, die bei Patienten mit EGFRm+ nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) beobachtet wurden, die nicht mehr auf EGFR-TKIs ansprachen und eine T790M-Mutation besaßen. 94 % der T790M-positiven (T790M+) Patienten erlebten einen Rückgang oder eine Stabilisierung ihrer Tumore. Darüber hinaus erreichten 64 % der T790M+-Patienten eine Tumorschrumpfung von 30% oder mehr. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse waren leichter Durchfall, Hautausschlag und Übelkeit. Das Unternehmen rechnet damit, die Zulassung von AZD9291 in den Vereinigten Staaten in der zweiten Jahreshälfte oder möglicherweise bereits im ersten Quartal von 2015 zu beantragen. Als eines der neuesten Abstracts (Samstag, 31. Mai) wurden Daten aus einer Phase II-Studie des US-amerikanischen nationalen Krebsinstituts (National Cancer Institute, NCI) präsentiert, die die Kombination von Olaparib und Cediranib bei Patienten mit platinsensiblem hochgradigen seriösen Ovarialkarzinom untersuchte. Die Daten zeigten, dass die Kombination der beiden oral verabreichten Prüfpräparate, das progressionsfreie Überleben - im Vergleich zur Behandlung mit Olaparib allein - nahezu verdoppelte. Auch die objektive Ansprechrate verbesserte sich. AstraZeneca unterstützt die Pläne des NCI, die Kombination in die Phase-III-Entwicklung voranzubringen.

Briggs Morrison, Executive Vice President und Chief Medical Officer, erläuterte dazu: "Dies sind extrem spannende Daten. Sie zeigen eine der längsten progressionsfreien Überlebenszeiten unter den Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit platinsensiblem hochgradigem Ovarialkarzinom auf. Noch spannender ist, dass die Kombination von Olaparib und Cediranib das Potenzial hat, die Chemotherapie zu ersetzen. Wir freuen uns, dass die Kombination in die Phase III vorankommt, damit die potenziellen Vorteile für Patienten, denen aktuell nur sehr begrenzte Behandlungsoptionen zur Verfügung stehen, weiter erforscht werden können."

Immunonkologie

Mehrere Phase I-Datensätze für MEDI4736 - das sich in der Entwicklung befindende Prüfpräparat von MedImmune, ein humaner monoklonaler Antikörper gegen den programmierten Zelltod Ligand 1 (PD-L1) - verdeutlichten eine dauerhafte klinische Wirksamkeit und Verträglichkeit bei vielen verschiedenen Tumorarten.

In der Phase I-Studie zur Dosiseskalation konnte eine Verminderung der Tumorlast bei mehreren Dosen bereits nach sechs Wochen festgestellt und klinische Aktivität über ein Jahr aufrechterhalten werden. Medikamentenbedingte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse waren sehr selten, und es wurde keine Dosis-limitierende Toxizität beobachtet. Daten aus der Dosis-Expansionsphase lieferten weitere Informationen über die klinische Aktivität und das Verträglichkeitsprofil von MEDI4736 sowie erste Hinweise auf klinische Aktivität bei mehr als 300 Patienten mit mehreren Tumorarten.

Die Ergebnisse der Phase I-Studie, zusammen mit den vorklinischen Daten, unterstützen die beschleunigte Entwicklung von MEDI4736 in klinischen Studien der Phase III. Anlässlich der Informationsveranstaltung für Analysten und Investoren bestätigte AstraZeneca ebenso das erweiterte Rekrutierungsziel für die Tremelimumab-Phase II- Studie bei Mesotheliom, wodurch sie zu einer Zulassungsstudie wird.

Zusätzlich zu den Daten, die auf dem ASCO vorgestellt wurden, stellte AstraZeneca auch aktualisierte Informationen zur Phase I-Dosiseskalationsstudie von MEDI4736 in Kombination mit Tremelimumab für Patienten mit refraktärem NSCLC zur Verfügung. Erste Daten zeigten eine ermutigende Wirksamkeit für die Kombination bei NSCLC und keine Dosis-limitierende Toxizität bei allen fünf Dosierungen, die bis dato beurteilt wurden.

AstraZeneca plant, eine Phase III-Studie zur Untersuchung von MEDI4736 in Kombination mit Tremelimumab für Patienten mit NSCLC als zusätzlichen Arm des klinischen Programms ARCTIC zu initiieren.

Bahija Jallal, Executive Vice President von MedImmune hierzu: "Immunonkologie definiert die Landschaft der Krebsbehandlung neu. Sie entwickelt sich in rasantem Tempo und wir freuen uns, dass wir in diesem kritischen Bereich mit unserer vielversprechenden Wissenschaft eine Schlüsselrolle einnehmen. Mit dem kombinierten Portfolio von AstraZeneca und MedImmune sind wir in der einzigartigen Position, diesen vielversprechenden therapeutischen Ansatz auszuschöpfen und haben bereits mehrere Kombinationsstudien mit MEDI4736 eingeleitet."
Eine Audio-Wiedergabe und die Präsentation von der Analysten und Investoren-Veranstaltung werden auf den Investor-Seiten der AstraZeneca-Website hier zur Verfügung gestellt.

Quelle: AstraZeneca
 
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