Montag, 21. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
02. Juli 2014

ASCO 2014: 5-Jahres-Daten der EXTREME-Studie - Cetuximab als etablierter Erstlinienstandard in der Kombinations- und Erhaltungstherapie bei Kopf-Hals-Tumoren bestätigt

Kopf-Hals-Tumoren gelten als schwierig zu therapierende Krebsentität: Bei mehr als der Hälfte der Betroffenen treten nach der Behandlung des Primärtumors Rezidive oder Metastasen auf (1). Darüber hinaus ist die Erkrankung bei vielen Patienten schon bei der Erstdiagnose lokal fortgeschritten oder es liegen bereits Fernmetastasen vor.

Anzeige:
 
 

Behandlungsstandard in der Erstlinientherapie rezidivierter und/oder metastasierter Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich (Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck = SCCHN) ist heute Cetuximab in Kombination mit einer platinbasierten Chemotherapie (2). Grundlage für die Etablierung dieses Schemas als Behandlungsoption der ersten Wahl waren die Ergebnisse der Phase-III-Studie EXTREME*, die erstmals nach über 30 Jahren einen signifikanten Überlebensvorteil durch die Hinzunahme eines neuen Wirkstoffs in dieser Indikation belegen konnte (10,1 versus 7,4 Monate; p=0,04) (3). In die Studie waren 442 nicht vorbehandelte Patienten mit rezidiviertem oder metastasiertem SCCHN aufgenommen und entweder mit Carboplatin/Cisplatin plus 5-Fluorouracil (5-FU) oder mit Carboplatin/Cisplatin plus 5-FU plus Cetuximab behandelt worden. Die Zugabe von Cetuximab verbesserte außerdem signifikant die Ansprechrate (p<0,001) und die Dauer des progressionsfreien Überlebens (p<0,001), ohne die Lebensqualität der Patienten zu beeinträchtigen.

Progress als Hauptursache für einen Therapieabbruch

Die auf der 50. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) im Rahmen der Poster Highlights Session vorgestellten 5-Jahres-Daten der EXTREME-Studie bestätigen erneut die Effektivität von Cetuximab (4). Insgesamt 100 Patienten des Cetuximab-Arms, die mindestens eine Krankheitsstabilisierung erreicht hatten, wurden mit dem Antikörper zur Maximierung der Anti-Tumor-Aktivität und zur Stabilisierung der erreichten Remission bis zur Krankheitsprogression oder bis zum Erreichen einer inakzeptablen Toxizität in Monotherapie weiterbehandelt. Im Median erhielten die Patienten diese Erhaltungstherapie für 29,9 Wochen. Sie erwies sich als sehr gut durchführbar: Nur bei 5% der Studienteilnehmer waren Nebenwirkungen der Grund für den Abbruch der Erhaltungstherapie, bei 77% war die Krankheitsprogression für die Beendigung der Therapie ursächlich. Insgesamt 77% der Patienten erhielten ≥90% der relativen Dosisintensität von Cetuximab.

Gezeigt werden konnte darüber hinaus, dass sich die Toxizität der Cetuximab-Gabe während der Erhaltungstherapie im Vergleich zur Kombinationsphase Chemotherapie plus Cetuximab deutlich reduzierte. Die Rate unerwünschter Ereignisse vom Grad 3/4 sank von 81% (58% Grad 3, 23% Grad 4) auf 49% (38% Grad 3, 11% Grad 4), Hauttoxizitäten vom Grad 3 verringerten sich von 9% unter der Kombinations-Chemotherapie auf 5% während der Erhaltungstherapie, Hauttoxizitäten vom Grad 4 wurden nicht beobachtet.

Fazit

Nach fünf Jahren lebten im Immunchemotherapie-Arm noch sechs und im Chemotherapie-Arm noch zwei Studienteilnehmer. Patienten, die langfristig auf die Behandlung mit Cetuximab ansprachen, hatten ≥90% der relativen Dosisintensität des Therapeutikums erhalten. Die 5-Jahres-Daten der EXTREME-Studie bestätigen somit, dass die Zugabe von Cetuximab zu einer platinbasierten Erstlinien-Chemotherapie das Behandlungsergebnis für Patienten mit rezidiviertem und/oder metastasiertem SCCHN maßgeblich verbessert. Der durch die Behandlung mit dem Anti-EGFR-Antikörper erzielte Vorteil bleibt trotz der grundsätzlich schlechten Prognose der Patienten auch noch nach fünf Jahren erkennbar. Die Erhaltungstherapie erwies sich bei einer gut handhabbaren Hauttoxizität als gut realisierbar.

*EXTREME = ErbituX in 1st-line Treatment of REcurrent or MEtastatic head and neck cancer

Literaturhinweise:
(1) Hong W K et al. Cancer 1985; 56: 1242-1245
(2) Grégoire V et al. Ann Oncol 2010; 21 (Suppl 5) : v184-v186
(3) Vermorken JB et al. N Engl J Med 2008; 359: 1116-1127
(4) Vermorken JB et al. J Clin Oncol 32 (Suppl): 5s, Abstract 6021

Quelle: MerckSerono
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!



Anzeige:
Zur Fachinformation
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CUP
CML
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
ASCO 2017