Samstag, 19. August 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
07. Juni 2013

ASCO 2013: Zervixkarzinom - Einfacher Screening-Test könnte weltweit vielen tausend Frauen das Leben retten

Das Zervixkarzinom ist in Indien wie auch in vielen anderen Entwicklungsländern der häufigste Krebs bei Frauen und verantwortlich für die höchste durch Krebs bedingte Mortalitätsrate (1). Die visuelle Inspektion der Zervix nach Auftragen von Essigsäure (VIA=Visual Inspection with Acetic Acid) ist ein einfacher Test, der von geschulten Mitarbeitern ohne eine medizinische Ausbildung durchgeführt werden kann. Die Implementierung dieses Tests in Indien könnte nach den Ergebnissen einer Studie, die S. Shastri, Mumbai/Indien, in der Plenary Session präsentierte, jährlich rund 22.000 Frauen das Leben retten.

Anzeige:
 
 

Die 1998 initiierte, randomisierte, kontrollierte Studie schloss über 150.000 Frauen im Alter von 35-64 Jahren aus den Slums von Mumbai ein, bei denen zuvor noch kein Krebs diagnostiziert worden war. Es wurden 20 Cluster gebildet mit ca. 7.500 Frauen pro Cluster.
 

 
Abb. 1: Inzidenz des Zervixkarzinoms weltweit, nach (1).
 

Die VIA wurde alle 2 Jahre durchgeführt über 4 Runden. Der Test ist sehr einfach, aufgetragen wird 4%ige Essigsäure auf die Zervix und nach etwa einer Minute färben sich präkanzeröse Läsionen weiß. Das Training der Mitarbeiter dauert 4 Wochen. Die Einschätzung von positivem oder negativem Ergebnis zwischen den geschulten Mitarbeitern und Ärzten bzw. medizinisch ausgebildeten Personen stimmte sehr gut überein, bestätigte Shastri.

Die Screening-Population bestand aus 10 Clustern mit insgesamt 75.260 Frauen, die Kontrollgruppe ebenfalls aus 10 Clustern mit 76.180 Frauen. Alle Frauen aus der Screening- und der Kontrollgruppe erhielten eine Schulung über Krebsentstehung, 2x jährlich wurde die Krebsinzidenz und Mortalität dokumentiert. Frauen in der Screening-Population erhielten zusätzlich eine VIA.

 

 
Abb. 2: Unterschiedliche Ergebnisse einer VIA (Visual Inspection with Acetic acid). TZ=Transformationszone

Die Akzeptanz war hoch: 89% der Frauen in der Screening- und 91% in der Kontroll-Population nahmen teil, 86% beendeten das Screening.

Nach 12 Jahren konnte die Zervixkarzinom-bedingte Mortalität in der Screening-Gruppe im Vergleich zur Kontroll-Gruppe um 31% gesenkt werden (16,22 vs. 11,12 Todesfälle pro 100.000 Frauen pro Jahr; p=0,003). Das bedeutet, dass eine landesweite Einführung des Screenings mittels VIA jährlich 22.000 Frauen in Indien das Leben retten würde. Würde der Test auch in anderen Entwicklungsländern implementiert, in denen PAP-Test oder DNA-Tests auf HPV wegen fehlender Ressourcen ebenfalls nicht zur Verfügung stehen, könnten rund 72.000 Todesfälle aufgrund von Zervixkarzinom verhindert werden, sagte Electra D. Paskett, Ohio, die Shastris Studie diskutierte.

as

Literaturhinweis:
(1) Schiffman M, Castle PE, N. Engl J Med 2005; 353:2101-4.

 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
CML
CUP
NET
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs
 
EHA 2017