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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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27. Juni 2012

ASCO 2012: Immuntherapeutische Prüfsubstanz Anti-PD-1 (BMS-936558) zeigt klinische Aktivität in einer Phase-I-Studie bei Patienten mit vorbehandeltem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, metastasiertem Melanom und Nierenzellkarzinom

Bristol-Myers Squibb gab im Rahmen der 48. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) die Zwischenergebnisse der erweiterten Phase-I-Dosisfindungsstudie 003 (n = 296) seiner in der Prüfung befindlichen Substanz zur Immuntherapie Anti-PD-1 (BMS-936558) bekannt, die eine klinische Aktivität bei Patienten mit vorbehandeltem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC), metastasiertem Melanom und Nierenzellkarzinom (RCC) zeigt. Anti-PD-1 ist ein vollständig humanisierter Antikörper, der an einen inhibitorischen Rezeptor (PD-1 oder „Programmed Death-1“ genannt) bindet, der auf aktivierten T-Zellen exprimiert wird.

Die objektiven Ansprechraten (objective response, OR) in den Dosiskohorten, bestimmt nach den Standard-RECIST-Kriterien, reichten von 6% bis 32% beim NSCLC, 19% bis 41% beim metastasierten Melanom und 24% bis 31% beim RCC. In den meisten Fällen war das Ansprechen dauerhaft. Medikamentenbezogene schwere unerwünschte Ereignisse (UEs) traten bei 11 % der Patienten auf, die BMS-936558 erhielten. Medikamentenbezogene UEs von besonderem Interesse, definiert als solche mit potenziell immunbezogener Ätiologie, waren in manchen Fällen schwer und lebensbedrohlich.

Die Daten zu Anti-PD-1 wurden am 2. Juni 2012 im New England Journal of Medicine (1) veröffentlicht und in vier Vorträgen bei der 48. Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology thematisiert (Abstract-Nr. 2509, 4505, 7509 und 8507). Außerdem wurden die Abstracts der NSCLC-Kohorte (Abstract-Nr. 7509) und der Melanom-Kohorte (Abstract-Nr. 8507) der Studie 003 für das „Best of ASCO®-Bildungsprogramm“ ausgewählt. „Die Ergebnisse dieser Phase-I-Studie zeigen eine klinische Aktivität von Anti-PD-1 beim NSCLC, metastasierten Melanom und RCC. Damit tragen sie zu unserem wissenschaftlichen Verständnis des therapeutischen Potenzials der Immunonkologie bei der Krebsbehandlung bei", sagte Dr. Thomas J. Lynch, Jr., Direktor des Yale Cancer Center und Chefarzt des Smilow Cancer Hospitals in Yale-New Haven, das an den klinischen Studien beteiligt war. „Diese Daten sind ermutigend und sie sprechen für weitere Untersuchungen des Anti-PD-1 in großangelegten, randomisierten Phase-III-Studien."

Daten zu einer zweiten in der Prüfung befindlichen Substanz zur Immuntherapie von Bristol-Myers Squibb, Anti-PD-L1 (BMS-936559), wurden ebenfalls am 2. Juni im New England Journal of Medicine (2) veröffentlicht und in einem Vortrag bei der Jahrestagung der ASCO (Abstract-Nr. 2510) thematisiert. BMS-936559 ist ein vollständig humanisierter Antikörper, der auf einen der immunsuppressiven Liganden für PD-1, PDL1, abzielt, der oft auf Tumor-, Stroma-, und Immunzellen exprimiert wird. Durch eine Zusammenarbeitsvereinbarung mit Ono Pharmaceutical erweiterte Bristol-Myers Squibb seine Territorialrechte für die globale Entwicklung und Vermarktung von Anti-PD-1 (BMS-936558/ONO-4538), mit Ausnahme von Japan, Korea und Taiwan, wo Ono alle Territorialrechte an der Substanz beibehält.

Zwischenergebnisse der Studie 003

Objektives Ansprechen, bestimmt nach Standard-RECIST-Kriterien, wurde bei Patienten, die mit BMS-936558 behandelt wurden, in den Dosiskohorten und bei den Tumortypen NSCLC (6% bis 32%), metastasiertes Melanom (19% bis 41%) und RCC (6% bis 32%) beobachtet. In den meisten Fällen war das Ansprechen dauerhaft mit einer Ansprechdauer von ≥ 1 Jahr bei 65% der Teilnehmer mit ≥ 1 Jahr Nachsorgephase. Spektrum, Häufigkeit und Schweregrad der behandlungsbezogenen UEs waren bei den untersuchten Dosisstufen grundsätzlich ähnlich. Häufige medikamentenbezogene UEs waren unter anderem Müdigkeit, Ausschlag, Durchfall, verminderter Appetit und Übelkeit, wobei bei 14% der Patienten UEs der Schweregrade 3 bis 4 beobachtet wurden. Medikamentenbezogene UEs von besonderem Interesse, definiert als solche mit potenziell immunbezogener Ätiologie, waren unter anderem Pneumonitis, Vitiligo, Kolitis, Hepatitis, Hypophysitis und Thyreoiditis. Hepatische oder gastrointestinale UEs wurden durch Behandlungsunterbrechung und Verabreichung von Kortikosteroiden nach Bedarf behandelt. Endokrine Störungen wurden mit Ersatztherapie behandelt. Medikamentenbezogene Pneumonitis trat bei 9 von 296 (3 %) Patienten auf. Pneumonitis der Schweregrade 3-4 entwickelte sich bei 3 (1%) Patienten und stand in Verbindung mit
3 medikamentenbezogenen Todesfällen.

Literaturhinweise:
(1) Topalian et al. Safety, Activity, and Immune Correlates of Anti-PD-1 Antibody in Cancer. N Engl J Med 2012 Jun 2 (Epub ahead of print).
(2) Brahmer et al. Safety and Activity of Anti-PD-L1 Antibody in Patients with Advanced Cancer. N Engl J Med. 2012 Jun 2 (Epub ahead of print).

Quelle: Bristol-Myers Squibb
 
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